GEW Mecklenburg-Vorpommern
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Licht und Schatten für Kita-Erzieher*innen der Region Vorpommern in der Corona Krise

Vom 25. März bis zum 31. März 2020 hat die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft eine Befragung von Beschäftigten im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe zu den Arbeitsbedingungen in der Corona Krise durchgeführt.

08.04.2020

Die Ergebnisse aus der Region Vorpommern (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Landkreis Vorpommern-Rügen) zeigen Licht und Schatten im Verhalten der freien Träger. So wird weiterhin ein Teil der Erzieher*innen mit Kindern oder Erzieher*innen, die zur Risikogruppe gehören, trotz geringer Kinderzahlen und weiterlaufenden Zahlungen des Landes, weder bezahlt freigestellt noch ihnen Homeoffice ermöglicht. Hierbei zeigen sich die Probleme vereinzelt in Vorpommern-Greifswald und mit einem klaren Schwerpunkt im Landkreis Vorpommern-Rügen.

Viele Erzieher*innen, die in der Notbetreuung arbeiten, wünschen sich eine bessere Ausstattung mit Schutzbekleidung, besonders wenn die Kitas in der Nähe von Krankenhäusern liegen. Hierzu erklärt die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner: „Wir fordern alle Träger auf, die Empfehlungen des Sozialministerium zum Einsatz von Erzieher*innen mit Kindern oder mit Risiko umzusetzen. Zusätzlich brauchen wir Schutzausrüstung für die Erzieher*innen in der Notbetreuung.“ Zu vermehrten Hinweisen auf Anordnung von Zwangsurlaub und die Herabsetzung der wöchentlichen Stundenzahl positioniert sich Annett Lindner klar: „Es kann nicht sein, dass Träger nun Ihre Beschäftigten verpflichten, Urlaub zu nehmen oder die Wochenarbeitsstunden auf das arbeitsvertragliche Minimum reduzieren. Wir bitten die Jugendämter um Unterstützung, um solche Praktiken zu verhindern.“

Die Auswertung zeigt aber auch positive Ergebnisse für die Region Vorpommern. So setzen insbesondere die Träger Institut Lernen und Leben (ILL e.V.), Hansekinder (Eigenbetrieb der Stadt Greifswald) und ASB Warnow-Trebeltal die Empfehlungen des Sozialministerium vorbildlich um. Viele Erzieher*innen im Homeoffice berichten außerdem von der Möglichkeit zur Weiterbildung und der Bearbeitung mittelbarer pädagogischer Arbeiten wie Portfolios. Die drei Träger sind auch hinsichtlich der Bezahlung von Erzieherinnen und Erziehern vorbildlich. Sie bezahlen spätestens ab September dieses Jahres zu 100 Prozent nach TVöD. Das ILL e.V. und der ASB Warnow-Trebeltal haben hierzu Tarifverträge mit der GEW M-V abgeschlossen.

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