GEW Mecklenburg-Vorpommern
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Kita-Warnstreik in Rostock: GEW M-V fordert bessere Einstufung für Beschäftigte 

Fast die komplette Belegschaft aus drei Einrichtungen für Kitas und Horte des DRK Rostock beteiligt sich zur Stunde an dem heutigen Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) die Beschäftigten aufgerufen hatte.

04.02.2020

Hintergrund sind die bislang gescheiterten Tarifverhandlungen um eine neue Einstufung der Kolleginnen und Kollegen. Im bisherigen Angebot zur Überleitung in den TVÖD finden die Beschäftigungszeiten wenig Berücksichtigung. Das hat zur Folge, dass auch Mitarbeiter*innen mit einer 30-jährigen Betriebszugehörigkeit maximal vier Jahre anerkannt werden. Dies kann und will die GEW M-V nicht weiter hinnehmen. "Im Gegensatz zu unseren Verhandlungen vor drei Jahren haben sich durch die Elternentlastung im KiföG die Rahmenbedingungen für eine höhere Einstufung der Beschäftigten deutlich verbessert. Vor allem die Sorge vor einer flächendeckenden Altersarmut der Erzieher*innen treibt uns dabei um", erklärt die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner. In der Vergangenheit wurden die Erzieher*innen bei freien Trägern häufig oft weit unter dem Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst bezahlt. "Wenn wir unser Ziel der neuen Einstufung durchsetzen können, dann verbessert das nicht nur die aktuelle Situation vor allem der älteren Kolleginnen und Kollegen, die schon lange für das DRK Rostock tätig sind. Es trägt auch dazu bei, eine bessere Rente zu erzielen." Insgesamt geht es um etwa 420 Mitarbeiter*innen für die die Gewerkschaft verhandelt. Bei Durchsetzung der Forderung werden Gehaltszuwächse von bis zu 800 EUR brutto erreicht. Wie es nun in den Verhandlungen zwischen der GEW M-V und dem DRK Rostock weiter geht, werden die kommenden Tage zeigen.

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