GEW Mecklenburg-Vorpommern
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EILT: Warnstreik abgesagt

Beschäftigte erzielen Erfolg - Tarifverhandlungen werden direkt nach den Oktoberferien aufgenommen

05.10.2018

Nachdem die Beschäftigten der Kitas des DRK Kreisverbandes und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) den Eindruck hatten, der Arbeitgeber würde die Aufnahme von Tarifverhandlungen gezielt verzögern, hatte sich die Tarifkommission in dieser Woche entschlossen, die Beschäftigten zum Streik aufzurufen. Ziel war es, den Arbeitgeber zeitnah an den Verhandlungstisch zu zwingen, um den TVÖD in den Einrichtungen durchzusetzen. Geplant war ein Streik mit Augenmaß: So sollten fünf der insgesamt acht Kitas des Trägers halbtägig bestreikt werden. Eine Notbetreuung wurde angeboten. Der Arbeitgeber hat gegen diesen Streik Klage eingereicht. Bei der heutigen Verhandlung vor dem Arbeitsgericht einigten sich die GEW M-V und der DRK Kreisverband darauf, direkt nach den Ferien, am 15. oder 16. 10., Tarifverhandlungen mit einem ersten Sondierungsgespräch zu beginnen. "Das ist ein Erfolg für die Beschäftigten. Unsere GEW-Mitglieder in den Einrichtungen haben mit ihrem Mut zum Streik diese Aufnahme von Gesprächen erzwungen", sagt Maik Walm, der Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft. Erik von Malottki, Tarifreferent der GEW M-V, fügt hinzu: "Jetzt beginnen endlich die notwendigen Verhandlungen. Wir wollen schnellstmöglich den TVÖD für alle Beschäftigten der Kitas und Horte." Der Warnstreik für den kommenden Montag, 8. Oktober, ist daher abgesagt.

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