GEW Mecklenburg-Vorpommern
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Qualität muss sein!

Die Bildungsgewerkschaft GEW ruft für kommenden Samstag, den 10.6.2017 ab 10 Uhr gemeinsam mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nach Rostock zu einer landesweiten Demonstration für eine gute Ausbildungsqualität und bessere Arbeitsbedingungen in den Kindertagesstätten und Horten in Mecklenburg-Vorpommern auf.

08.06.2017

"Die geplante Einführung der praxisintegrierten Ausbildung von Erzieher/innen wird von uns in der konkreten Umsetzung kritisiert. Wir befürchten, dass die Ausbildung die Qualität in den Einrichtungen gefährdet und die Absolvent/innen mit einem niedrigschwelligen Abschluss auf Dauer schlechter bezahlt werden.", so Annett Lindner, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW MV). "Wir fordern eine praxisintegrierte Ausbildung mit dem Abschluss 'staatlich-anerkannte/r Erzieher/in‘ zu guten Rahmenbedingungen. Das bedeutet für uns neben dem normalen Abschluss auch gute Bedingungen für die Ausbildungsbetreuer in der Praxis und keine Anrechnung der Auszubildenden auf die Fachkraft-Kind-Relation." Insbesondere die letzten beiden Aspekte bedeuten aus Sicht der GEW MV  Einschnitte in die Qualität der Arbeit von Kindertageseinrichtungen.

"Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Regierungsfraktionen der SPD und CDU eine Ausbildung einführen, die durch einen niedrigeren Abschluss die späteren Beschäftigten in eine schlechtere tarifliche Eingruppierung führt. Schließlich haben die Parteien doch in ihrem Koalitionsvertrag gute Arbeit und faire Bezahlung, zu einer Hauptaufgabe gemacht.", so die Gewerkschafterin weiter. Der neue Abschluss 'staatlich-geprüfte Fachkraft für Kindertageseinrichtungen‘ wird im Tarifsystem vier Entgeltgruppen niedriger eingruppiert als die Erzieher/innen. Grund hierfür ist eine fehlende Harmonisierung der Abschlüsse auf Bundesebene. So lässt sich dieser hier neu einzuführende Abschluss in Bayern bereits durch einen einjährigen Zertifizierungskurs erreichen.

"Der Gesetzentwurf von SPD und CDU sieht auch eine teilweise Öffnung des Fachkräftekatalogs vor. Seiteneinsteiger in der Kita mit neuen oder verwandten Professionen werden gebraucht, jedoch fordern wir hier eine berufsbegleitende Qualifizierung dieser Personen.", bekräftigt Annett Lindner. Eine berufsbegleitende Qualifizierung ist durch die bereits bestehenden Klassen unproblematisch möglich.

Die Demonstration beginnt am Samstag, 10.6.2017 um 10:00 Uhr auf dem Rostocker Bahnhofsvorplatz (Nordseite). Die Demoroute führt von dort Richtung Steintor, über die August-Bebel-Straße in den Vögenteich und endet mit einer Abschlusskundgebung auf dem Platz vor dem Kröpeliner Tor.

Für Anfragen steht Ihnen Kita-Referent Daniel Taprogge zur Verfügung: 0151/54632828. Weitere Informationen finden Sie hier.

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