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Neues Kita-Gesetz

12.07.2017

Der Landtag hat heute eine lange umstrittene Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes beschlossen. Im Kern geht es um die Einführung einer praxisorientierten Ausbildung von ErzieherInnen und eine Öffnung des Fachkräftekatalogs.

"Wir haben die Rahmenbedingungen der Einführung einer praxisorientierten ErzieherInnenausbildung sehr deutlich und kritisch in den vergangenen Wochen diskutiert. Auf unsere Initiative hin wurde der künftige Abschluss als 'staatlich-anerkannte/r Erzieher/in 0-10' geändert. Dies ist ein erster Schritt hin zur Eingruppierung auf dem Niveau der bisher praktizierten Ausbildung.", so die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW MV), Annett Lindner. "Weiter kritisch bleiben auch die Bedingungen für die Ausbildung. Eine Anrechnung der Auszubildenden auf den Personalschlüssel bedeutet für die betroffenen Einrichtungen, dass weniger 'fertige' Fachkräfte eingesetzt werden können. Dies und eine mangelnde Entlastung für PraxisanleiterInnen wird zu einer enormen Steigerung der Arbeitsdichte und -belastung führen." Die GEW wird in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Ministerien die Einführung der neuen Ausbildung begleiten.

"Wir kämpfen darüber hinaus weiter für eine faire Bezahlung, eine angemessene Fachkraft-Kind-Relation und ausreichend Zeit für mittelbare pädagogische Arbeit (wie bspw. Elterngespräche und Vor-/Nachbereitung).", so die Gewerkschafterin weiter. Sie bekräftigt damit, dass neben der Senkung der Elternbeiträge auch weitere Schritte zur Verbesserung der Qualität der Arbeit notwendig sind.

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