GEW Mecklenburg-Vorpommern
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Neuer Hochschulstandort für Lehrer*innenausbildung?

Zu den Diskussionen in Schwerin eine eigene Pädagogische Hochschule zur Lehrer*innenausbildung anzusiedeln, äußert sich der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm:

04.03.2019

„Die Probleme in der Lehrer*innenausbildung und die des Fachkräftemangels löst man nicht mit einem neuen Hochschulstandort. Die Lehrer*innenbildung gehört an die Universitäten, die durch das Land in die Lage versetzt werden müssen, ein attraktives und eigenständiges Lehramtsstudium anzubieten. Zugleich müssen die Universitäten Ihrerseits viel stärker als bisher inhaltlich und organisatorisch überzeugend Verantwortung übernehmen. Dem Fachkräftemangel muss mit einer deutlichen Steigerung der Attraktivität Berufes begegnet werden, sodass junge Menschen es überhaupt in Erwägung ziehen, Lehrerin oder Lehrer zu werden und die tätigen Lehrer*innen, es möglichst lange zu bleiben. Dazu müssen wir dringend insbesondere über die Anzahl der Pflichtstunden, die mangelhafte Umsetzung der Inklusion, die E13/A13 für Grundschullehrer*innen sowie Entlastungsangebote für ältere Lehrkräfte sprechen. Wem es also ernsthaft um eine gute Schule in MV geht, der muss sich für eine strategische und langfristige Personalplanung von Beginn an, nämlich vom Zeitpunkt der Aufnahme des Studiums, über das Referendariat und den Einstieg in den Beruf bis hin zur Altersrenteneintritt der Lehrkräfte Gedanken machen“.

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