GEW Mecklenburg-Vorpommern
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GEW: Ordentliches Ergebnis

Bildungsgewerkschaft zum Abschluss der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder:

18.02.2017

Die Landesvorsitzende der GEW Mecklenburg-Vorpommern, Annett Lindner, sagt dazu in einem ersten Statement:

"Wir waren erfolgreich. Der Streik hat sich gelohnt. Die Einführung der Stufe 6 wird bis zur nächsten Tarifrunde ein Plus von durchschnittlich 100-150 Euro bringen. Dies wäre ohne die GEW und ihre bundesweit zahlreich streikenden Mitglieder nicht möglich gewesen. In Mecklenburg-Vorpommern profitiert davon der überwiegende Teil der Lehrkräfte. Auch die Erzieherinnen und PmsA an den Schulen profitieren. Sie erhalten eine Zulage und bis zur nächsten Tarifverhandlung durch weitere Entgeltstufen mehr Gehalt".

Information: Mecklenburg-Vorpommern hat insgesamt etwa 12.000 Lehrkräfte an allen Schularten von denen der weitaus größte Teil angestellt und nicht verbeamtet ist. Die bereits langjährig im Schuldienst beschäftigten Kolleginnen und Kollegen werden zum 1.1.2018 erstmalig direkt von der Erfahrungsstufe 6 profitieren.

Die überregionale Meldung mit den Ergebnissen im Einzelnen:

Potsdam – Als "ordentliches Ergebnis" hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Einigung mit den Arbeitgebern nach Abschluss der Verhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder bezeichnet. "Mit der Einführung der sechsten Stufe im Tarifvertrag der Länder (TV-L) für die höheren Entgeltgruppen haben wir einen deutlichen Akzent für die Lehrerinnen und Lehrer gesetzt. Diese Erhöhung setzt auf einer Gehaltssteigerung auf, die deutlich über der Inflationsrate liegt. Die unteren Gehaltsgruppen erhalten einen Mindestbetrag, damit sie nicht abgekoppelt werden", sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Freitag in Potsdam. "Außerdem erhalten alle Erzieherinnen, Erzieher und die Kitaleitungen sowie Gruppen von Sozialarbeitern eine Zulage, mit der der Anschluss an die Gehälter der vergleichbaren Beschäftigten in den Kommunen hergestellt wird. Damit haben wir auf allen Feldern, in denen wir Verbesserungen erreichen wollten, Erfolge erzielt. Das kann sich bei der komplexen Ausgangslage sehen lassen!"

Tepe machte deutlich, dass die GEW mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) jetzt einen Tarifvertrag zur Entgeltordnung für die angestellten Lehrkräfte abschließen wird. Es ist vereinbart, dass dieser weiter entwickelt wird. Info: Die Gehälter der Beschäftigten steigen rückwirkend zum 1. Januar 2017 um zwei Prozent. In den unteren Einkommensgruppen gibt es 75 Euro, dadurch liegen die Gehaltszuwächse über den zwei Prozent. Zum 1. Januar 2018 gibt es eine weitere Erhöhung um 2,35 Prozent. Die Stufe 6 für die Entgeltgruppen 9 bis 15 wird drei Prozent über den Entgeltwerten der bisherigen Stufe 5 des Tarifvertrages der Länder (TvL) liegen. Sie wird in zwei Tranchen kommen: 1,5 Prozent zum 1. Januar 2018 und 1,5 Prozent zum 1. Oktober 2018. Für einen Großteil der Lehrerinnen und Lehrer bedeutet das Gehaltszuwächse von 115 bis 185 Euro. Alle Erzieherinnen und Erzieher sowie die Kitaleitungen erhalten eine Zulage in Höhe von 80 Euro. Die Sozialarbeiterinnen und -arbeiter in der Entgeltgruppe 9 erhalten eine Zulage in Höhe von 100 Euro, in der Entgeltgruppe 11 in Höhe von 50 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Die GEW verlangt eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung der Tarifergebnisse auf die Beamtinnen und Beamte.

V.i.S.d.P. Ulf Roedde (Presse Hauptvorstand)

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