GEW Mecklenburg-Vorpommern
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Informationen zur Kita- und Schulschließungen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus/SARS-CoV-2 (Covid-19)

aktueller Stand: 03.06.2020 - 12:15 Uhr

Alle Informationen auf dieser Seite werden sorgfältig recherchiert und schnellstmöglich an den aktuellen Stand angepasst. Die Datenlage kann sich nicht nur von Tag zu Tag, sondern auch stündlich ändern. Bitte achtet daher auf die Datums- und Zeitangabe in unserer Überschrift.

Quelle: Pixabay

schrittweise Öffnung der Krippen, Kitas, Horte, Schulen, Hochschulen und aller staatlichen Kultureinrichtungen

Es gilt der MV-Plan vom 20. Mai 2020.

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Corona-Infoticker für den Bildungsbereich in M-V - ständig aktualisiert!

Hinweise zur besonderen Förderung der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf einen Schulwechsel, insbesondere in der Jahrgangsstufe 6

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

das Schuljahresende ist für viele Schülerinnen und Schüler, insbesondere in der Jahrgangsstufe 6, auch mit einem Schulwechsel verbunden. Die Freude über das abgeschlossene Schuljahr ist bei diesen Schülerinnen und Schülern mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden. Ich bitte Sie daher, sich diesen Fragen zum Schulwechsel in den verbleibenden Wochen in besonderer Weise anzunehmen. Die Regelungen des 61. Hinweisschreibens vom 28. Mai 2020 ermöglichen Ihnen eine erweiterte Nutzung von Räumen für den Unterricht. Die dadurch entstandenen Kapazitäten in den kommenden Wochen sind für die individuelle Förderung und das weitere Lernen insbesondere der Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 6 zu nutzen. Dabei ist es wichtig, im Gespräch die Fragen und Sorgen der Schülerinnen und Schüler aufzugreifen. Unterbreiten Sie bitte an den Kontakttagen auch diesen Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern Gesprächs- und Beratungsangebote für die Vertiefung dieser Fragen.

Zur Gestaltung der feierlichen Zeugnisübergabe haben sich mit Bezug auf Ziffer 5 des 60. Hinweisschreibens vom 20. Mai 2020 Fragen aus der Schul- und Verwaltungspraxis ergeben. Die Gesundheitsämter sind nach Maßgabe des § 8 Absatz 5 a in Verbindung mit § 9 der Corona-Landesverordnung MecklenburgVorpommern für Veranstaltungen von bis zu 75 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 150 Personen unter freiem Himmel zu beteiligen. Die Verordnung ist gemäß § 12 bis zum 10. Juni 2020 in Kraft. Sie ist unter der Voraussetzung anzuwenden, dass die Rechtslage bis dahin fortbesteht. Ich danke Ihnen für Ihr besonderes Engagement und wünsche Ihnen einen erfolgreichen Schuljahresabschluss.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag gez. Dr. Birgit Mett

Diesen 64. Hinweis des Bildungsministeriums findet ihr zum Download im Servicebereich auf unserer Seite (rechte Spalte/scrollen).

Im 63. Hinweis des Bildungsministeriums geht es um das Schulschwimmen. Lehrkräfte, die diesen Unterricht erteilen müssen in regelmäßigen Abständen ihre Rettungsfähigkeit nachweisen. Bisher galt dieser Nachweis für die Dauer von zwei Jahren und war dann zu erneuern. Durch die geschlossenen Schwimm- und Freibäder ist aktuell ein solcher Nachweis nicht zu erbringen. Das Land verlängert die Frist für die Gültigkeitsdauer deshalb auf nunmehr drei Jahre. 

Diesen 63. Hinweis des Bildungsministeriums findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte/scrollen).

Es gibt eine neue Selbsterklärung, die diejenigen Eltern ausfüllen müssen, die eine Notfallbetreuung in der Schule in Anspruch nehmen (müssen). Das neue Dokument gilt ab 3. Juni 2020 und ist zum Download in unserem Servicebereich verfügbar. 

Lockerung des Hygieneplans Corona für die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

im Hygieneplan Corona für die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern vom 17. April 2020 (36. Hinweisschreiben) steht unter Ziffer 2 Absatz 1 Satz 3: „Abhängig von der Größe des Klassenraums sind das maximal 15 Schülerinnen und Schüler“. Diese Regelung wird mit Wirkung vom 3. Juni 2020 aufgehoben. Die Begrenzung auf 15 Schülerinnen und Schüler gilt nicht mehr, wenn größere Räume (insbesondere Aulen, Turnhallen, Konfrenzräume, Mensen) bei Einhaltung aller anderen Regeln auch größere Personenzahlen zulassen.

Mit freundlichen Grüßen Steffen Freiberg

Das 61. Hinweisschreiben des Bildungsministeriums fíndet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte/scrollen).

Eine Woche nach der weiteren Öffnung der Kitas für die Vorschulkinder und nach Abschluss der Vorbereitungen für den schrittweisen Regelbetrieb, beginnend mit dem 25. Mai, passt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) ihre Lageeinschätzung zur Öffnung der Krippen, Kitas und Horte nun an und bringt neue Forderungen in die begleitende Expertengruppe ein.

 

27.05.2020

Die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner erklärt: "Uns haben zahlreiche Hinweise aus vielen Kitas verschiedener Träger erreicht. Oft klagen die Kolleginnen und Kollegen dabei nicht einmal, sondern schildern sachlich wie die Praxis in der Umsetzung der neuen Öffnungsschritte aussieht." Bereits in der vergangenen Woche hatte die GEW M-V zahlreiche dieser Berichte in den Sozialen Medien öffentlich gemacht. Zu wenig Personal, zu wenige Räume, zu große Gruppen, schwierige Übergabesituationen, keine praktikablen Pausenregelungen, Angst vor Ansteckung - die Liste ist lang. "Das Land argumentiert hier, dass andere Bundesländer, wie etwa Sachsen, einen ähnlichen Schritt gegangen sind und, dass es dort gut funktioniert. Das ist, mit Blick auf die Berichte unserer sächsischen Gewerkschaftskolleg*innen nur bedingt der Fall. Eines aber ist zumindest sicher: Sachsen hat eine bessere Fachkraft-Kind-Relation und damit eine deutlich bessere Ausgangsposition was die Personaldecke angeht. Hier muss das Land endlich nachsteuern. Wann, wenn nicht jetzt?", fragt die Gewerkschafterin. In ihrer Lageeinschätzung kommt die Gewerkschaft zu dem Schluss: " Eine adäquate Betreuung unter der Wahrung des Rechtes auf Bildung und eine das Kind schützende Umgebung ist unter diesen Voraussetzungen oftmals nicht möglich. Kitas und Horte entsprechen damit zwar dem dringenden Bedarf der Eltern nach einer Betreuung ihrer Kinder zum Ausüben der eigenen (notwendigen!) Berufstätigkeit, stellen jedoch das Recht und den Schutz des Kindes damit hintenan.
Für die Beschäftigten entsteht daraus eine hohe Belastungssituation. Es kommt zu Mehrarbeit, die pädagogische Arbeit bleibt auf der Strecke und es entsteht Angst vor einer möglichen Ansteckung in der Einrichtung." 
Das Dokument zur Lageeinschätzung sowie die daraus resultierenden Forderungen nimmt die Gewerkschaft nun mit in den Expertenkreis, der wöchentlich tagt. Die nächste Sitzung findet heute statt. 

Die aktualisierte Lageeinschätzung und die Forderungen findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte/scrollen)

Ab morgen beginnt der schrittweise/eingeschränkte Regelbetrieb in der Kindertagesförderung. Alle dafür geltenden Regelungen stellt das Sozialministerium unter diesem Link zur Verfügung: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Service/Corona/Kindertagesf%C3%B6rderung/

Es gibt Neuregelungen für den Einsatz von Risikogruppen. Alles, was ihr dazu wissen müsst, haben wir hier für euch zusammengefasst (inklusive Downloads mit Musterschreiben für Beschäftigte aus Risikogruppen): https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Service/Corona/Kindertagesf%C3%B6rderung/

Unser erstes Positionspapier für die Öffnung von Krippen, Kitas und Horten findet ihr hier (eine neue Lageeinschätzung wird in dieser Woche folgen): https://www.gew-mv.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-m-v-krippen-kitas-und-horte-pandemiesicher-gestalten-ein-positionspapier/

Hilfreiche Informationen haben wir auch hier für euch zusammengefasst: https://www.gew-mv.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/mitgliederbrief-fuer-erzieher-innen-zu-der-weiteren-schrittweisen-oeffnung-von-kitas/

Diesen 60. Hinweis des Bildungsministeriums findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte/scrollen).

FAQ Leistungsermittlung, Zeugniserstellung und feierliche Anlässe

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

auf unterschiedlichen Wegen erreichen uns derzeit Fragen zur Gestaltung der schulischen Abläufe zum Schuljahresende unter den gegebenen besonderen Rahmenbedingungen. Im Folgenden erhalten Sie hierzu weitere Hinweise.

1. Fragen zur Ermittlung der Leistungen am Schuljahresende

Die Klassenkonferenz beschließt unter Anwendung des pädagogischen Ermessensspielraums die Gesamtnote. Dieses gilt auch für die Leistungsbewertung im Wahlpflichtunterricht und für die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens. Auch im Produktiven Lernen werden für die Bildung der Gesamtnote die bis zur Schulschließung erbrachten Leistungsnachweise sowie gegebenenfalls weitere zur Leistungsverbesserung vorliegende Noten herangezogen. Für die Ermittlung der Leistungen am Schuljahresende sind die Hinweise in den Schreiben zur Leistungsermittlung und -bewertung vom 31. März 2020 (21. Hinweisschreiben) und vom 8. Mai 2020 (52. Hinweisschreiben) zugrunde zu legen.

2. Fragen zur Versetzung

Schülerinnen und Schülern in Mecklenburg-Vorpommern sollen durch die CoronaKrise grundsätzlich keine Nachteile mit Blick auf die Versetzung entstehen. Deshalb sollen grundsätzlich alle Schülerinnen und Schüler versetzt werden. Schülerinnen und Schüler, deren Versetzung schon vor der Corona-Krise gefährdet war und deren Leistungsstand eine erfolgreiche Mitarbeit in der nächsthöheren Jahrgangsstufe in Frage stellt, können das Schuljahr freiwillig wiederholen. In diesen Fällen finden Beratungsgespräche mit den Erziehungsberechtigten statt. Unabhängig davon berät und entscheidet die Klassenkonferenz über alle Angelegenheiten, die die Erteilung der Schullaufbahnempfehlung, die Erteilung der Berichte und Zeugnisse sowie Versetzungen, Wiederholungen und Übergänge betreffen. Anträge auf Wiederholung sind zu genehmigen, da mit den im zweiten Schulhalbjahr gegebenen Umständen eine Begründung für eine Wiederholung in jedem Fall vorliegt. Dieses gilt auch für Fälle der zweifachen oder aufeinander folgenden Wiederholung einer Jahrgangsstufe. In diesen Fällen werden gemäß Artikel 3 § 2a Absatz 9 der Mantelverordnung die außergewöhnlichen Umstände gemäß § 64 Absatz 2 Satz 4 Schulgesetz M-V als erfüllt angesehen und entsprechende Anträge genehmigt. Die Schulen geben nach Abschluss des Verfahrens der unteren Schulbehörde Auskunft über die erteilten Genehmigungen.

3. Fragen zum Erwerb der Berufsreife und zum Übergang in die Jahrgangsstufe 10 der Regionalen Schule

Wenn eine Schülerin oder ein Schüler die Voraussetzungen für den Erwerb der Berufsreife nicht erfüllt, kann sie oder er sich auf Antrag in maximal zwei Fächern mit nicht ausreichenden Leistungen einer Leistungsfeststellung unterziehen und somit ihre oder seine Leistungen verbessern. In diesen Fällen finden §§ 10 und 11 der Verordnung über die Versetzung, Kurseinstufung und den Wechsel des Bildungsganges sowie über die Berufsreife vom 1. Juli 2012 in der derzeit gültigen Fassung Anwendung. Gemäß Artikel 3 Absatz 10 der Mantelverordnung erfolgt eine Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 für die Schülerinnen und Schüler, die die Berufsreife erreicht haben. Im Hinblick auf ihre weitere Schullaufbahn sind Schülerinnen und Schüler sowie ihre Erziehungsberechtigten verbindlich und ausführlich zu beraten. Schülerinnen und Schüler, die auf Antrag ab Jahrgangsstufe 8 aufgrund besonderer Leistungsschwächen in Deutsch, Mathematik und Englisch von der ersten Fremdsprache befreit und darüber in Kenntnis gesetzt wurden, dass sie die Mittlere Reife nicht mehr erwerben können, werden im Hinblick auf ihre weitere berufliche Ausbildung beraten. Sie können nicht in Jahrgangsstufe 10 versetzt werden. Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache, die in diesem Schuljahr in Jahrgangsstufe 9 keine Feststellungsprüfung ablegen konnten, können bei Erfüllung der sonstigen Bedingungen für den Erwerb der Berufsreife auch ohne Erfüllung der Fremdsprachenverpflichtung in Jahrgangsstufe 10 versetzt werden. Die Erfüllung der Fremdsprachenverpflichtung soll im Schuljahr 2020/2021 vor der Mittlere-ReifePrüfung vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden personellen, organisatorischen und haushaltsrechtlichen Voraussetzungen durch eine Feststellungsprüfung nachträglich nachgewiesen werden. Schülerinnen und Schüler, die in Jahrgangsstufe 10 der Regionalen Schule übergehen, erhalten ihre Jahresnoten auf der Anspruchsebene der Mittleren Reife. Schülerinnen und Schüler, die die Schule mit dem Abschluss der Berufsreife verlassen, erhalten die Noten in den Fächern mit Fachleistungsdifferenzierung auf der Anspruchsebene der Berufsreife.

4. Fragen zur Zeugnisausstellung

Auf dem Zeugnis werden keine Vermerke im Hinblick auf die besondere pandemiebedingte Lernsituation im Schuljahr 2019/2020 dokumentiert. Ist ein Fach aus schulorganisatorischen Gründen nicht erteilt worden, ist statt der Note „nicht erteilt“ zu vermerken. Gleiches gilt, wenn im epochal erteilten Unterricht keine Leistungsnachweise aus dem zweiten Schulhalbjahr vorliegen. Unter Vermerke ist der Versetzungsvermerk anzugeben, gegebenenfalls besondere Leistungen sowie die Teilnahme an Praktika. Fehltage werden vom Schuljahresbeginn bis zum 13. März 2020 ermittelt und ausgewiesen. Auf dem Zeugnis wird als Ausstellungsdatum das Datum der Zeugnisausgabe aufgeführt. In der Grundschule wird am Ende der Jahrgangsstufe 1 sowie in den Diagnoseförderklassen 0 und 1 ein Lernentwicklungsbericht erstellt. Die Einschätzung im Lernentwicklungsbericht umfasst die Lernentwicklung des gesamten Schuljahres. Die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler im zweiten Schulhalbjahr – auch im häuslichen Lernen – wurde im Rahmen der Lernfortschrittsdokumentation erfasst und wird im Lernentwicklungsbericht beschrieben. In der Schule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung erhalten Schülerinnen und Schüler zum Schuljahresende einen Bericht, in dem die Entwicklung der beiden Halbjahre dokumentiert wird. In der Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung erhalten Schülerinnen und Schüler zum Schuljahresende ein Zeugnis, in dem die Entwicklung der beiden Halbjahre dokumentiert wird.

5. Zeugnisausgabe, Abschlussfeier und Einschulung

Die Zeugnisausgabe organisiert die Schule unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Hygieneschutzbestimmungen in eigener Zuständigkeit. Die Zeugnisausgabe sollte im Regelfall in den gebildeten Lerngruppen am letzten Tag des Präsenzunterrichts im Schuljahr durch die Klassenlehrerin bzw. den Klassenlehrer erfolgen. Unter Einhaltung des Hygieneplans in der jeweils aktuellen Fassung sind auch in diesem Schuljahr Einschulungs- und Abschlussfeiern grundsätzlich möglich. Die konkrete Gestaltung wird schulspezifisch geplant, mit dem zuständigen Gesundheitsamt und mit der zuständigen Schulrätin bzw. dem zuständigen Schulrat abgestimmt. Die Erziehungsberechtigten sind bei der Planung und Durchführung der Feiern eng mit einzubeziehen. Die untere Schulaufsicht genehmigt die entsprechenden Planungen auf dieser Grundlage. Ich bitte Sie, Ihr Kollegium bei der Umsetzung dieser Hinweise zu unterstützen und danke Ihnen an dieser Stelle noch einmal für Ihr Engagement. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag gez. Dr. Birgit Mett

Heute stellt das Land eine neue digitale Lernplattform für Schulen sowie ein Leihsystem für digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler vor: "Die vergangenen Wochen haben uns gezeigt, wie notwendig  beides ist", erklären die beiden GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm. "Diese Entwicklung weist in die richtige Richtung. Nun bedarf es dringend auch einer technisch ausreichenden Ausstattung der Schulen, damit die Lehrkräfte nicht mehr darauf angewiesen sind, ihre private Technik zu nutzen", stellt Maik Walm außerdem klar. Dies ist in datentschutzrechtlicher Hinsicht höchst problematisch und sorgt für Verunsicherung. "Bis es soweit ist, fordern wir das Land weiterhin auf, den Lehrkräften eine Haftungsfreistellungserklärung zur Verfügung zu stellen", führt der Gewerkschafter abschließend aus. 

Handreichung für den onlinegestützten Unterricht

Liebe Lehrkräfte,

wir möchten Ihnen mit dieser Handreichung Orientierungshilfen geben, um Sie nicht nur für die Zeit, in der die Schulen geschlossen sind, sondern auch danach bei den alltäglichen Fragen des Online-Lernens zu unterstützen. Viele Schulen sind bereits aktiv geworden und haben eigenständige Lösungen gefunden. Für das engagierte und lösungsorientierte Aufgreifen der Herausforderung und die Suche nach den richtigen und möglichen Wegen zur Aufrechterhaltung des Lehrbetriebes danke ich Ihnen herzlich. Ich freue mich sehr, mit welcher Ernsthaftigkeit sich auch die Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit der gewachsenen Selbstverantwortung bei der Nutzung dieser Möglichkeiten stellen. Die hier vorliegende Handreichung bezieht sich auf das ganz konkrete tägliche Lehren und Lernen in allen Schularten. Dabei integriert sie den Materialpool, den das Medienpädagogische Zentrum auf dem Bildungsserver des Landes veröffentlicht hat. Der pädagogische Teil dieser Broschüre basiert auf der gleichnamigen Broschüre, die das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Resilienzforschung, Mainz, sowie mit dem Amt für gemeindliche Schulen, Direktion für Bildung und Kultur, im Kanton Zug in der Schweiz erstellt hat. Ich danke dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz und dem Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz für die Erlaubnis, die gute Idee der Handreichung übernehmen und für uns in Mecklenburg-Vorpommern anpassen zu dürfen. Darüber hinaus danke ich unserem Medienpädagogischen Zentrum und dem Unterstützungssystem des IQ M-V.

In hervorragender Kooperation haben alle Beteiligte in kurzer Zeit nicht nur die eigene Fachexpertise einfließen lassen, sondern – das ist mir sehr wichtig – auch die mittlerweile aufgelaufenen Erfahrungen und Rückmeldungen aus den Schulen aller Schularten unseres Landes berücksichtigen können. Bei der Zusammenstellung geeigneter Materialien ist allen Beteiligten klargeworden, dass hier in der Kürze der Zeit sogar ein wichtiger Ausgangspunkt für das spätere Lernen und Lehren in der digitalen Welt gelegt werden kann, also für die Zeit, in der wir alle in den normalen Schulalltag zurückkehren können. Selbstverständlich werden wir die Prozesse in der „Coronazeit“ auch für die Zeit „danach“ auswerten und Ihre Erfahrungen in die Konzepte zukünftigen Arbeitens einfließen lassen. Daher ist es geplant, diese Broschüre nach der Evaluationsphase zu aktualisieren. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre positiven Erfahrungen mitteilen und uns von Ihren eigenständigen, praktikablen Lösungen beim Lernen in der Distanz genauso berichten wie über Stolpersteine.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen.
Bettina Martin Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur
 

Die Handreichung findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte/scrollen).

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) begrüßt, dass die neuen Schritte zur Öffnung der Schulen und Horte mit Augenmaß vorgenommen wurden. Dazu äußern sich die GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm: "Der Druck, alles zu öffnen und weiterzumachen wie bisher, ist hoch. Doch wir müssen uns auch vor Augen führen, dass, und das ist durch den Leiter des RKI, Prof. Lothar Wieler, heute noch einmal deutlich gemacht worden, die Pandemie noch nicht vorbei ist. Auch wenn wir in M-V geringe Infektionszahlen haben. Insofern ist es richtig, jetzt die Kontinuität für die Schulen zu wahren. Nur so können die pädagogischen Konzepte angepasst und die Hygieneregeln eingehalten werden. Jetzt braucht es konzentrierten Einsatz, um unter diesen Bedingungen auch gute Bildung zu ermöglichen. Die Abstimmung zwischen Schule und Hort war erneut schwierig. Wir erlauben uns, darauf hinzuweisen, dass es leichter wäre, wenn - wie von der GEW gefordert - der Hort ebenfalls im Bildungsministerium angesiedelt wäre. Hier sollte in naher Zukunft endlich nachgesteuert werden."

Hinweise zur schulinternen Lehrerfortbildung 2020 (SchiLF) 
 
 
Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter, 
 
die Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse der Schulen werden wesentlich durch die Fortbildung der Lehrkräfte gesteuert. Deshalb sind alle Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern sind laut § 4 Absatz 3 der Lehrkräftefortbildungs- und  -qualifizierungsverordnung (LkFbQVO M-V) zur Durchführung von schulinternen Fortbildungen als pädagogische Klausurtagung verpflichtet.  
 
Aus der bisherigen Erfahrung heraus ist bekannt, dass Sie diese SchiLF-Tage mitunter in der ersten oder letzten Ferienwoche der Sommerferien planen. Vor diesem Hintergrund informiere ich Sie, dass ich die Verpflichtung zur Durchführung von SchiLF-Tagen hiermit aussetze. Es ist Ihnen dennoch auf freiwilliger Basis möglich, SchiLF-Tage durchzuführen. Dazu ist sicherzustellen, dass die notwendigen Hygienevorschriften, Abstandsregelungen, Gruppengrößenbegrenzungen und die Regelungen zur Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern eingehalten werden. Auch die Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt ist eine mögliche Option. Die Entscheidung obliegt der Schulleiterin oder dem Schulleiter. 

Zur Unterstützung des Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesses auch an Ihrer Schule bietet Ihnen das IQ M-V digitalisierte Fortbildungsangebote. Bitte wenden Sie sich an die Fortbildungsbeauftragten der Regionalbereiche des IQ M-V. Außerdem stehen Ihnen die Beraterinnen und Berater des Unterstützungssystems zukünftig unter Nutzung technischer Möglichkeiten auch weiterhin als verlässliche Partner in diesen wichtigen Prozessen zur Verfügung. 
 
Diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die derzeit noch Beamte auf Probe sind und für die zeitnah die Lebenszeitverbeamtung ansteht, können die Fortbildungsverpflichtungen aus § 9 Absatz 2 Ziffer 1 der LkFbQVO M-V durch Fortbildungen, wie sie in § 9 Absatz 2 Ziffer 2 genannt sind, erfüllen. Auch hier weise ich ausdrücklich auf die Angebote des IQ M-V hin. 
 
Ich bitte Sie, die Kolleginnen und Kollegen Ihrer Schule entsprechend zu informieren. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag gez. Jens Landt 
 
 Dieses 58. Hinweisschreiben des Bildungsministeriums findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte/scrollen).
 

Rundbrief Nr. 11/2020 – Erste Verordnung zur Änderung der CoronaKindertagesförderungsverordnung (Corona-KiföVO M-V)  

Anlagen (zum Download in unserem Servicebereich; siehe rechte Spalte am Desktop/scrollen bei Nutzung Smartphone)

1. Lesefassung der Corona-KiföVO M-V  
2. GVOBl. Nr. 29 vom 15.05.2020  
2. FAQ-Katalog (Stand 15. Mai 2020) 
 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
 
seit dem 16. März 2020 und der Untersagung des Besuchs der Kindertagesförderung aufgrund der Corona-Pandemie hat sich das Infektionsgeschehen inzwischen im Land auf einem konstant geringen Niveau eingependelt. Dies erlaubt es – auch aus Sicht der Hygienikerinnen und Hygieniker des Landesamtes für Gesundheit und Soziales – unter Beachtung der am 14. Mai 2020 übersandten Hygienehinweise („Hinweise zum Schutz von Beschäftigten und Kindern in der Kindertagesförderung in M-V im Zusammenhang mit dem Corona-Virus“) die Einschränkungen für Kinder, Eltern und pädagogisches Personal in der Kindertagesförderung zu lockern. Dennoch bleibt es erforderlich, Infektionsrisiken in gebotenem Maß zu reduzieren. Denn solange ein Impfstoff nicht verfügbar ist, bleibt eine Gefahrenabwägung notwendig.  
 
Die schrittweise Öffnung der Kindertagesförderung wurde bereits mit der Öffnung der Kindertagespflege zum 11. Mai 2020 erfolgreich eingeleitet. Nunmehr soll dieser Weg zum 18. Mai 2020 mit den Kindern, die voraussichtlich im Sommer in die Schule eintreten, fortgesetzt werden. Mit einer Übergangsfrist von einer Woche folgen ab dem 25. Mai 2020 der eingeschränkte Regelbetrieb für alle Kinder der Krippe und des Kindergartens. Auch den Hortkindern, insbesondere denen der 1. und 2. Klassen, soll wenn auch ggf. zeitlich reduziert der Zugang zu den Horten wieder ermöglicht werden.  
 
Die Notfallbetreuung soll dabei nach den zuletzt gültigen Maßgaben für die Eltern, die auf sie angewiesen sind, fortgesetzt werden können.  
 
Entsprechend den Hygieneempfehlungen kann die bisherige Begrenzung auf (sehr) kleine Betreuungsgruppen aufgegeben werden. Es ist aber im Sinne eines Paradigmenwechsels erforderlich, in den Einrichtungen die Förderung und Betreuung in möglichst kleinen und konstant gleich zusammengesetzten Gruppen mit durchgehend denselben Bezugspersonen sicherzustellen. Dies erfordert viel Aufwand in der Vorbereitung sowie räumliche und personelle Kapazitäten.  
 
Für die Einrichtungsleitungen bedeutet dies konzeptionelles Umdenken, ihre Träger und die Jugendämter werden sie dabei ebenfalls mit großem Engagement weiterhin unterstützen. Eltern werden teilweise aufatmen, aber nicht immer optimal entlastet werden.  
 
Die großen Anstrengungen haben ein gemeinsames Ziel: möglichst alle Kinder in der Kindertagesförderung wieder individuell zu fördern, die Kontakte zu Gleichaltrigen und pädagogisch begleitetes Spiel zu ermöglichen.  
 
 
Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag 
 
gez. Susanne Wollenteit 
 

GEW veröffentlicht Positionspapier:  „Gesundheit schützen, negative Folgen minimieren, Perspektive geben“

Im Zuge der geplanten weiteren Öffnungen der Schulen in der Corona-Pandemie veröffentlicht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) heute ein Positionspapier.

Darin nimmt die Bildungsgewerkschaft zunächst eine Lageeinschätzung vor: "Nach einer unvorbereiteten Phase für die Schulen, die durch durch viel Engagement und Eigeninitiative aller Beteiligten bei zugleich fehlenden Voraussetzungen gemeistert wurde, brauchen wir nun verlässliche Schritte und intensive Beratungen aller Betroffenen, um das Schuljahr gut zu beenden und das kommende mit Vorlauf zu planen", erklärt der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm. Außerdem stellt die GEW Forderungen auf, wie Schule unter den aktuellen Bedingungen für alle Beteiligten gut gestaltet werden kann. Dazu gehört u.a. die Forderung nach Ausbau der Bedingungen digitalen Lernens, flächendeckende Testungen und niedrigschwelligen Fortbildung für erfolgreiches Lehren und Lernen zu Hause und in der Schule.

Hier geht es zur Meldung mit dem Positionspapier zum Download: https://www.gew-mv.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-veroeffentlicht-positionspapier-gesundheit-schuetzen-negative-folgen-minimieren-perspektive-gebe/

Hiermit möchten wir euch über die aktuellen Entwicklungen im Kinder- und Jugendhilfebereich informieren. Seit letzter Woche ist klar, dass die Kitas und Schulen am 18.05.2020 für Vorschulkinder und ab 25.05.2020 für alle Kinder geöffnet werden. In diesem Mitgliederbrief wollen wir euch über die genauen Regelungen und über unsere Positionen informieren. Wir wollen klar sagen, dass wir die Änderungen sehr kritisch sehen und das auch klar gegenüber dem Ministerium und der Öffentlichkeit kommuniziert haben. Weiter unten findet ihr unsere, zusammen mit den Mitgliedern, entwickelten Forderungen:

Hier geht es zu unserem Brief mit den Downloads der Rundschreiben des Ministeriums: https://www.gew-mv.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/mitgliederbrief-fuer-erzieher-innen-zu-der-weiteren-schrittweisen-oeffnung-von-kitas/

Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern vom 15.05.2020

Sozialministerium veröffentlicht umfangreiche Infomaterialien zum Start des eingeschränkten Regelbetriebs in den Kitas

Mit der Aufnahme der Kinder im Vorschuljahr startet am 18. Mai der eingeschränkte Regelbetrieb in den Kitas. Ab dem 25. Mai wird die Kindertagesförderung in einer weiteren Stufe ausgebaut. Dann können alle Kinder im Land im eingeschränkten Umfang ihre Krippe oder ihren Kindergarten wieder besuchen.

Zum Start des eingeschränkten Kita-Regelbetriebs stellt das Sozialministerium umfangreiche Informationsmaterialien für Einrichtungen, Fachkräfte und Eltern zur Verfügung. Sie sind auf der Website des Ministeriums unter www.sozial-mv.de zu finden.

Für die Zeit ab dem 18. Mai hat das Sozialministerium in Zusammenarbeit mit der Expertengruppe „Kindertagesförderung-Corona“ Hygiene-Hinweise zum Schutz von Beschäftigten und Kindern in der Kindertagesförderung im Zusammenhang mit dem Corona-Virus erarbeitet.

Darüber hinaus sind die Eckpunkte zur Kita-Öffnung ab dem 18. Mai auf die sich Landesregierung, kommunale Spitzenverbände, Einrichtungsträger und Gewerkschaften am vergangenen Dienstag verständigt haben, veröffentlicht.  

Ferner finden sich auf der Website „Pädagogische Empfehlungen für die Kindertagesförderung in MV während der Corona-Pandemie“. Diese wurden von der Expertin für frühkindliche Bildung Professorin Marion Musiol erstellt und geben wertvolle Hinweise u.a. zum Ankommen und Abholen der Kinder, zur Eingewöhnung, zum Aufenthalt im Freien sowie zum Thema „Mit Kindern über Corona sprechen“. Die Ausarbeitung enthält zudem Ratschläge für pädagogische Fachkräfte in den Kitas und für Kindertagespflegepersonen.

Direktlink zu den Infomaterialien des Sozialministeriums: Start des eingeschränkten Regelbetriebs in den Kitas


Das Bildungsministerium stellt den 57. Hinweis zur schrittweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs an den Beruflichen Schulen zur Verfügung. Ihr findet diesen Hinweis zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte/scrollen). 


Das Wichtigste im Auszug: 

[... Dazu ist ab dem 18.05.2020 Folgendes vorgesehen: Den beruflichen Schulen ist es gestattet, grundsätzlich selbstständig darüber zu entscheiden, welche Klassen/Bildungsgänge/Jahrgangsstufen sie in Präsenz beschulen. Bei der Entscheidung, in welchen Bereichen der Präsenzunterricht wieder aufgenommen wird, sind jedoch die folgenden Rahmenbedingungen einzuhalten ... ]

Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern vom 13.05.2020

Vereinbarung über die weitere schrittweise Öffnung der Kitas

Die Landesregierung hat in Abstimmung mit den kommunalen Landesverbänden, den Einrichtungsträgern und den Gewerkschaften die Umsetzung des MV-Plans 2.0 im Bereich der Kindertagesförderung konkretisiert.

Am 18. Mai wird die schrittweise Öffnung der Kindertageseinrichtungen im Land mit dem eingeschränkten Regelbetrieb für die Kinder im Vorschuljahr fortgesetzt. Ab dem 25. Mai wird der eingeschränkte Regelbetrieb in den Kitas in einer weiteren Stufe ausgebaut. Die schrittweise Öffnung der Kitas wird durch einen Expertenrat begleitet.

„Wir wollen allen Kindern wieder ermöglichen, ihre Kita zu besuchen und Zugang zu frühkindlicher Bildung zu erhalten“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese mit Blick auf das Infektionsgeschehen in Mecklenburg-Vorpommern. „Das ist mir im Sinne der Chancengerechtigkeit für jedes einzelne Kind in unserem Land ein besonderes Anliegen“, so Drese. Gleichzeitig sei die schrittweise Öffnung der Kindertagesförderung von großer Bedeutung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, so Drese. „Wir wissen, wie groß die Belastung von vielen Eltern ist.“ Die Kinder von voll Berufstätigen sollen deshalb mindestens im Umfang von 6 Stunden die Kitas besuchen können. „Wenn mehr vor Ort möglich ist, begrüße ich das sehr“, so Drese. Ansprüche aus der Notfallbetreuung werden im eingeschränkten Regelbetrieb fortgeführt. Drese: „Der Übergang zum eingeschränkten Regelbetrieb bedeutet für die Jugendämter und die Träger der Kindertageseinrichtungen eine enorme Kraftanstrengung, weil Gruppengrößen, Raumkonzepte und pädagogische Konzepte sowie die Hygienemaßnahmen anzupassen sind. Deshalb ist eine Übergangswoche vom 25.Mai bis zum 2. Juni vorgesehen.“ Vorrang bei allen Regelungen zur Umsetzung des eingeschränkten Regelbetriebes hat die strikte Trennung der Kindergruppen. Die landesweit geltenden Hygienehinweise für Kindertageseinrichtungen werden auf dem Weg zum Regelbetrieb hin fortlaufend angepasst. Dazu gehören insbesondere konkrete Regelungen zur Gestaltung des Übergaberituals in der Kindertageseinrichtung.

Ministerin Drese hob ausdrücklich hervor, dass dem Schutz von Beschäftigten, die einer Risikogruppe angehören, auch weiterhin ein besonderes Augenmerk zukommt. Im Hinblick auf das Risikopersonal (ab Vollendung des 60. Lebensjahres und/oder mit Vorerkrankungen) entscheidet der Einrichtungsträger auf der Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung durch den Betriebsarzt.

Drese: „Mit der Vereinbarung haben wir die nächsten Schritte praktikabel gestaltet. Sie sind für alle Beteiligten auch über einen längeren Zeitraum hinweg umsetzbar. Damit schaffen wir unter den gegebenen Bedingungen ein höchstmögliches Maß an Sicherheit für Kinder, Familien und Personal. Die Umsetzung des Stufenplanes wird zunächst bis zu den Sommerferien wöchentlich in der Expertengruppe beraten.“

Hier geht es zur Pressemitteilung auf der Website des Sozialministeriums : https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Aktuell/?id=160113&processor=processor.sa.pressemitteilung

 

Der 56. Hinweis des Bildungsministeriums steht auch in unserem Servicebereich zum Download bereit.

Information zur Verkürzung der Korrekturzeit
 

Sehr geehrter Schulleiterinnen und Schulleiter,
die ersten Prüfungen zum Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife sind bisher ruhig und geordnet verlaufen. Dafür möchte ich Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen meinen Dank aussprechen. Im Zusammenhang mit der Korrektur der Prüfungsarbeiten wurde die Frage gestellt, ob es zur Verkürzung der Korrekturzeit möglich ist, dass in bestimmten Fällen die Prüfungsarbeiten kopiert werden und Erst- und Zweitkorrektur parallel verlaufen können. Die Korrektur der Prüfungsarbeiten ist für den aktuellen Prüfungsjahrgang durch § 19 der Abiturprüfungsverordnung geregelt. Einer Kopie von Prüfungsarbeiten und einer parallel verlaufenden Erst- und Zweitkorrektur entsprechend § 19 Absatz 3 und 4 steht unter bestimmten Auflagen nichts entgegen. Dazu muss Folgendes abgesichert werden:

 Das Kopieren der Prüfungsarbeit hat in der Schule zu erfolgen.
 Die Kopie muss als solche kenntlich gemacht werden.
 Der oder die Vorsitzende der Prüfungskommission hat abzusichern, dass keine Veränderung der Kopie gegenüber dem Original vorgenommen wird.
 Die Zweitkorrektorin oder der Zweitkorrektor kennzeichnet alle Vorzüge und Mängel am Rand der Kopie der Prüfungsarbeit.
 Die Kopie der Prüfungsarbeit ist Bestandteil der Prüfungsakte.

Für die weitere Durchführung der Abiturprüfungen wünsche ich Ihnen viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag gez. Matthias Zwerschke

Kitagipfel: Harte aber konstruktive Auseinandersetzungen - GEW fordert Nachbesserungen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) nimmt zur heutigen Konkretisierung des MV-Plans Stellung. "Das waren harte aber konstruktive Auseinandersetzungen, die wir zur Wahrung der Interessen der Beschäftigten heute geführt haben", erklärt die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner, die als Gewerkschaftsvertreterin am Kitagipfel teilgenommen hatte. "Wir konnten erreichen, dass die Gewerkschaften in den Expertenrat eingebunden werden und, dass dieser auch weiterhin begleitend tagt. Deutlich ist geworden, dass es noch nicht für alle Fragen eine Lösung gibt. Dies betrifft insbesondere die Umsetzung der Öffnungen für die Horte, weshalb hierzu noch weitere Gespräche stattfinden. Die Einstufung in eine Risikogruppe wird nun von einer allgemeinen in eine individuelle Bewertung umgestellt. Das ist auch aus unserer Sicht grundsätzlich richtig. Aufgrund der Intervention der Gewerkschaften muss bei diesen Entscheidungen nun zwingend eine betriebsärztliche Einschätzung eingeholt werden. Wir fordern an dieser Stelle noch Nachbesserungen, denn die Beschäftigten müssen das Recht haben, sich eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen. Entscheidungen zum Einsatzort und bzw. oder Beschäftigungsumfang aufgrund dieser Einschätzung dürfen nicht zu Nachteilen im Stundenumfang und der Bezahlung führen. Fakt bleibt: Aufgrund der Risikogruppen steht weniger Personal zur Verfügung.  Wir wiederholen an dieser Stelle unsere Forderung nach einem landesweit einheitlichen, auskömmlichen Mindestpersonalschlüssel. Mit einer weiteren Forderung, der nach einer unabhängigen Ombudsstelle für Beschäftigte, die Probleme in der Umsetzung mit ihren Trägern haben, konnten wir uns nicht durchsetzen. Die Einrichtung einer solchen Stelle darf nicht daran scheitern, dass niemand die Verantwortung übernehmen möchte. Wir erneuern außerdem auch unsere Forderung, Erzieher*innen und Kinder sowie gegebenenfalls auch die Eltern systematisch und symptomunabhängig zu testen."

Auf einem Kitagipfel haben sich heute Vertreter*innen der Landesregierung, des Städte- und Gemeindetages, der Liga, der Gewerkschaften und andere zu dem weiteren Vorgehen bei der schrittweisen Öffnung der Kitas verständigt. Der Mindestbetreuungsumfang für Kinder, deren Eltern in Vollzeit tätig sind, wird ab dem 25. Mai auf mindestens sechs Stunden ausgeweitet. Die Betreuung soll in festen Gruppen erfolgen. Ein offenes oder teiloffenes Konzept darf vorerst nicht mehr umgesetzt werden. Eine Beschränkung der Gruppenregeln erfolgt nicht. Die Einschätzung zu den Risikogruppen wird individuell nach betriebsärztlichem Rat erfolgen. Alle Details wird das Sozialministerium morgen vereinbaren. Zu den Regelungen für die Horte werden die Gespräche weiter geführt. 
 

FAQ Leistungsbewertung – Der 55. Hinweis ist sehr umfangreich. Wir veröffentlichen dieses Dokument hier auszugsweise und stellen es zum vollständigen Download in unserem Servicebereich zur Verfügung (rechte Spalte am Desktop/scrollen am Smartphone).
 

Auszug: [Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter, 
 
wie bereits im 52. Hinweisschreiben vom 08.05.2020 angekündigt, erhalten Sie heute weitere Hinweise für die Leistungsbewertung in der Jahrgangsstufe 11 der Gymnasien und Gesamtschulen sowie in der Jahrgangsstufe 12 der Fach- und Abendgymnasien.  
 
Da die Halbjahresnoten der Qualifikationsphase Teil der Abiturgesamtnote sind, muss auf der Grundlage der vorliegenden Regelungen und Hinweise eine Bewertung des Schulhalbjahres gewährleistet werden. Hinsichtlich der Umsetzung der Regelungen zur Leistungsbewertung in der Qualifikationsphase erreichten uns zahlreiche Fragen. Im Folgenden werden die häufigsten Fragen beantwortet: ...]
 

Wir veröffentlichen den 524. Hinweis des Bildungsministeriums und verweisen auf den Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte vom Desktoprechner/scrollen bei Nutzung am Smartphone)

Abschluss der Grundlegenden pädagogischen Qualifizierung unter den aktuellen Bedingungen des Schuljahres 2019/2020

Sehr geehrte Damen und Herren, 
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

dieses Schuljahr ist in jeder Hinsicht ein besonderes mit vielen Herausforderungen, die weder vorhersehbar waren noch mit einfachen Lösungen zu bewältigen sind. Die aktuellen Umstände erfordern an verschiedenen Stellen Regelungen, die uns vor zusätzlichen und kurzfristigen Handlungsbedarf stellen. Dies betrifft auch die Seiteneinsteigerqualifizierung.
Im Ergebnis gründlicher rechtlicher Prüfungen ist folgende Festlegung zum Abschluss der diesjährigen Grundlegenden pädagogischen Qualifizierung für die Lehrkräfte im Seiteneinstieg im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V getroffen worden: 

Der verordnungskonforme Abschluss der GPQ ist mit der Absolvierung eines Kolloquiums für alle Lehrkräfte im Seiteneinstieg möglich. Dieses Kolloquium ist für alle Lehrkräfte im Seiteneinstieg im aktuellen Jahrgang ohne Durchführung eines abschließenden Unterrichtsbesuchs auf der Grundlage eines Entwurfs mit ausgewiesenen Stundenzielen, einer methodisch-didaktischen Analyse und dem geplanten Stundenverlauf einer (bereits) durchgeführten Stunde zu organisieren.

Grundlage für diesen Abschluss sind folgende Passagen in der Grundlegenden Pädagogischen Qualifizierungsverordnung - GrPädQualiVO M-V vom 10. Juli 2017:

- Gemäß § 4 Absatz (2) trifft das Gremium unter Berücksichtigung des Eindrucks vom Kolloquium die Entscheidung über die pädagogische Eignung oder Nichteignung der Lehrkraft.
- In § 4 Absatz (1) wird ausgeführt, dass am Ende der Qualifizierung ein 30-minütiges Kolloquium steht, zu dem die Lehrkraft zugelassen wird, wenn die regelmäßige Teilnahme an den Qualifizierungsveranstaltungen nachgewiesen wurde.

Es ist mir persönlich und allen weiteren Beteiligten bewusst, dass die Organisation und Umsetzung Sie alle sehr fordern wird.

Ich bitte Sie, Ihr großes Engagement, das Sie und Ihre Arbeit auszeichnet, zum Wohl der Lehrkräfte im Seiteneinstieg für die Umsetzung dieses Auftrags zu nutzen und bedanke mich bei Ihnen sehr herzlich für Ihre tatkräftige Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Thomas Jackl

Mit dem 53. Hinweis stellt das Bildungsministerium Hygiene- und Organisationshinweise für schulische Abschlussprüfungen zur Verfügung. Der Erlass sowie die Erläuterungen des LAGUS (Landesamt für Gesundheit und Soziales)  stehen in unserem Servicebereich zum Download zur Verfügung  (rechte Spalte vom Desktoprechner/scrollen bei Nutzung am Smartphone)

Erlass von Hygiene- und Organisationshinweisen für die schulischen Abschlussprüfungen an beruflichen Schulen 2020 in Mecklenburg-Vorpommern
(außer für Prüfungen zur Allgemeinen Hochschulreife und Fachhochschulreife)


Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

in der aktuellen Situation ist die Einhaltung von Hygienevorschriften vor dem Hintergrund der Entwicklung der Infektionsfälle im Rahmen der Corona-Pandemie von besonderer Bedeutung.
Die beigefügten „Hygiene- und Organisationshinweise für die schulischen Abschlussprüfungen an beruflichen Schulen 2020 (außer für Prüfungen zur Allgemeinen Hochschulreife und
Fachhochschulreife)“ ergänzen und spezifizieren die Vorgaben des mit Erlass vom 17.04.2020 in Kraft gesetzten Hygieneplans Corona. Die Ergänzung erkläre ich für alle beruflichen Schulen, an
denen entsprechende Abschlussprüfungen stattfinden, für verbindlich. Sie ist ab dem 11.05.2020 bis auf Widerruf anzuwenden. Nachrichtlich ist ein Informationsschreiben des Landesamtes für
Gesundheit und Soziales beigefügt.

Mit freundlichen Grüßen

Steffen Freiberg
Staatssekretär

Dieses Schreiben ist sehr umfangreich. Wir veröffentlichen den 52. Hinweis des Bildungsministeriums auszugsweise und verweisen auf den Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte vom Desktoprechner/scrollen bei Nutzung am Smartphone)


Hinweise zur Leistungsermittlung und Leistungsbewertung


Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

unser gemeinsames Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern unter den aktuellen Bedingungen auch weiterhin bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen und die Bildungsangebote so gut wie möglich zu organisieren. Dazu haben Sie seit Beginn der Schulschließungen eine Vielzahl an Möglichkeiten zum selbstorganisierten Lernen zur Verfügung gestellt, haben geeignete Formen der Vermittlung von Lerninhalten gefunden und Ihre Schülerinnen und Schüler bei den Prüfungsvorbereitungen unterstützt. Für Ihr Engagement möchte ich mich bei Ihnen noch einmal herzlich bedanken.
Mit der schrittweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebes und den damit einhergehenden organisatorischen Herausforderungen erreichen uns hinsichtlich der Leistungsermittlung und -bewertung zahlreiche Fragen. 
Wir möchten Ihnen daher noch mehr Sicherheit in Fragen der Leistungsbewertungen geben.

Bitte beachten Sie die folgenden Grundsätze:
Auf die aktuelle Situation soll auch in Bezug auf die Leistungsermittlung und -bewertung Rücksicht genommen werden. Es sollen den Schülerinnen und Schülern keine Nachteile in Bezug auf ihre Benotung entstehen. Leistungsbewertungen sollen vorrangig der Leistungsverbesserung dienen. Um dies zu ermöglichen, sind u. a. die Leistungsbewertungsverordnung und die Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung entsprechend angepasst worden. Wir bitten Sie die geänderten Vorschriften so umzusetzen, dass die Schülerinnen und Schüler tatsächlich entlastet werden.

.... [an dieser Stelle folgen die Hinweise aufgelistet nach Schularten] 

Gestaltung der Zweiten Staatsprüfung  
 
 
Sehr geehrte Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter,  sehr geehrte Referendarinnen und Referendare,

Anfang April haben Sie ein Schreiben erhalten vor dem Hintergrund, dass die Schließung des regulären Schulbetriebs zwangsläufig weitreichende Konsequenzen für die Gestaltung und den Ablauf des Vorbereitungsdienstes und der Zweiten Staatsprüfung hat. Da eine Durchführung der eigentlich vorgesehenen unterrichtspraktischen Prüfungen zu den gegenwärtigen und den in naher Zukunft liegenden Konditionen nicht möglich ist, hat die KMK grünes Licht dafür gegeben, andere Prüfungsformate bzw. Prüfungsersatzleistungen zu Grunde zu legen: Einer gegenseitigen Anerkennung der Abschlüsse steht dies, so die Diktion des Beschlusses, nicht entgegen.    In dem genannten Schreiben wurde ausdrücklich hervorgehoben, dass diese Situation, die wir uns nun wahrlich nicht ausgesucht haben, nur gemeinsam gemeistert werden kann. Dies war nicht rein appellativ zu verstehen.   
Um zu verdeutlichen, wie ernst wir dies nehmen, ist dieser Brief sowohl von mir als Ministerin als auch von Ihrer gewählten Interessenvertretung, der JAV, unterzeichnet worden. Dies bedeutet nicht, dass die ministerielle Verantwortung für die eingeleiteten Maßnahmen delegiert, im Klartext abgeschoben werden soll: Vielmehr handelt es sich um den sichtbaren Ausdruck dafür, dass sich Ihre Interessensvertretung mit zahlreichen Ideen und Bedenken für Sie eingesetzt und diese beständig den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses übermittelt hat. In Anbetracht der Gesamtsituation konnten Informationen jedoch zu unserem Bedauern weder Ihrer Vertretung noch Ihnen früher gegeben werden. Wir setzen auch für die Zukunft auf eine noch intensivere Zusammenarbeit mit der Jugend- und Auszubildendenvertretung.

Als Ministerin möchte ich mich ausdrücklich für Ihre Geduld bedanken. Es ist mir vollkommen bewusst, dass die aktuelle Situation an Ihren Nerven zerrt und Sie bisweilen den Eindruck hatten, im Unklaren über die weitere Entwicklung gelassen zu werden. Ich darf Ihnen aber versichern, dass die zwingend einzuleitenden Verfahrensschritte, dort wo es möglich schien, mit der JAV kommuniziert waren, da uns das Ziel verbindet, dass die gegenwärtigen Rahmenbedingungen, die dringenden Handlungsbedarf ausgelöst haben, keine negativen Auswirkungen auf den Abschluss der Zweiten Staatsprüfung haben darf. Dies wird von uns allen mehr als ernst genommen!   
 
Wie ist der Stand?

In den vergangenen Wochen sind erhebliche Anstrengungen unternommen worden, den zu ändernden Prüfungsmodalitäten einen rechtssicheren und KMK-konformen Rahmen zu verleihen. Der damit verbundene Aufwand ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass gemäß den Vorgaben des Lehrerbildungsgesetzes eine Verordnung, die Regelungen zum Vorbereitungsdienst und zur Zweiten Staatsprüfung betrifft, zwingend der Zustimmung des für Bildung zuständigen Landtagsausschusses bedarf. Dieser gesetzlich festgeschriebene Weg nimmt im Vergleich zum Genehmigungsverfahren bei anderen Rechtsvorschriften deutlich mehr Zeit in Anspruch. Ich bin dankbar dafür, dass die Abgeordneten problembewusst und verantwortungsvoll agiert haben und der temporären Änderung der Lehrervorbereitungsdienstverordnung nunmehr zugestimmt haben. Damit ist endlich Klarheit geschaffen worden und der Weg frei für den Erwerb Ihrer Zweiten Staatsprüfung.  
 
 Was erwartet Sie in der Prüfung?

Die entscheidende Änderung besteht darin, dass an die Stelle der unterrichtspraktischen Prüfungen Fachkolloquien treten. Hierbei handelt es sich keineswegs um eine mündliche Prüfung auf theoretischer Metaebene. Grundlage des Kolloquiums sind zum einen der von Ihnen drei Werktage vor dem Prüfungstermin vorzulegende Unterrichtsentwurf einer Stunde, die durchaus bereits geplant und durchgeführt worden sein kann, und zum anderen fachdidaktische und erziehungswissenschaftliche Aspekte aus der Schulpraxis. Hier geht es in erster Linie um die Einbettung der jeweiligen Stunde in die Unterrichtseinheit. Die Inhalte des Kolloquiums bewegen sich also konsequent im Rahmen Ihrer unterrichtspraktischen Tätigkeit.   Die Prüfungskommission besteht aus der Fachleiterin oder dem Fachleiter sowie der Studienleiterin oder dem Studienleiter. Die Mentorin oder der Mentor ist nicht vertreten. Damit wird die Verordnung einem Ihrer vordringlichsten Wünsche nicht gerecht. Es wird ausdrücklich um Verständnis für diese sicherlich unpopuläre Maßnahme gebeten. Im Kontext einer sukzessiven Wiederaufnahme des Schul- und Unterrichtsbetriebs ist es vor dem Hintergrund der schulischen Organisationserfordernisse nicht gewährleistet, dass die Mentorin oder der Mentor für die Teilnahme an Kolloquien zur Verfügung steht. Von daher wäre die Einhaltung des Gleichheitsgrundsatzes höchst gefährdet. Die Mentorin oder der Mentor benotet allerdings Ihren Unterrichtsentwurf sowie Ihre grundsätzliche Bewährung.  

Diese grundsätzliche Bewährung im Vorbereitungsdienst wird stärker gewichtet als gemäß der bisherigen Regelung. Konkret schlägt diese Note im Rahmen des Gesamtergebnisses fünffach (bislang vierfach) zu Buche. Im Gegenzug erfahren die Fachkolloquien lediglich eine dreifache Gewichtung (zuvor vierfach). Dies korrespondiert zum einen mit den von Ihnen geäußerten Wünschen in abgeschwächter Form und zum anderen mit dem KMK-Beschluss, demzufolge Vorleistungen stärker berücksichtigt werden können.

Sie als Referendarinnen und Referendare sind mit Blick auf die vorbereitungsintensiveren Prüfungen nunmehr 5 Schultage vor dem Abgabetermin Ihrer Stundenentwürfe und 2 Schultage vor den Kolloquien von jeglichen schulischen Verpflichtungen freizustellen.

Wie sehen die weiteren Schritte aus?

Mit Inkrafttreten der neuen Verordnung entsteht für alle Seiten Handlungssicherheit. In Folge werden Ihnen zeitnah die Prüfungstermine kommuniziert, die für Ihre Planungen sowie für diejenigen des IQ M-V unerlässlich sind. Für die konkrete Durchführung der Fachkolloquien wird ein Leitfaden maßgeblich sein, der den Studienleiterinnen und Studienleitern sowie den Fachleiterinnen und Fachleitern übermittelt wird.   Sehr geehrte Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter, sehr geehrte Referendarinnen und Referendare,     wir alle betreten mit der Neugestaltung der Zweiten Staatsprüfung Neuland. Den beteiligten Prüferinnen und Prüfern ist bewusst, dass sie ein hohes Maß an Verantwortung tragen, Sie auf diesem Weg zu begleiten und Sie bestmöglich beim erfolgreichen Absolvieren der Zweiten Staatsprüfung, auch und gerade unter diesen Bedingungen, zu unterstützen. Die JAV wird dem IQ M-V dabei konstruktiv zur Seite stehen, konsequent ihre Funktion der Interessenvertretung wahren und mit darauf achten, dass Ihnen keine zusätzlichen Belastungen entstehen.   Wir verfolgen dabei dasselbe Ziel: Wir möchten, dass Sie Ihre Zweite Staatsprüfung erfolgreich absolvieren, Sie im Anschluss daran als Lehrkraft in unserem Land tätig sind und tun deshalb unser Bestes, um Sie hier effizient zu unterstützen.   

Wir wünschen Ihnen einen optimalen Verlauf Ihrer Zweiten Staatsprüfung und viel Erfolg dabei.

Mit freundlichen Grüßen 
 
Bettina Martin  

Jugend- und Auszubildendenvertretung i.V. Miriam Klinge 

Den 51. Hinweis findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte bzw. scrollen).

GEW M-V: Krippen, Kitas und Horte pandemiesicher gestalten - ein Positionspapier

Der Vorstandsbereich Jugendhilfe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) hat sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den schrittweise geplanten Öffnungen der Kitas und Horte befasst. Nach der gestrigen Pressekonferenz mit Sozialministerin Stefanie Drese sind Fragen offen geblieben, von denen sich die GEW M-V in den kommenden Tagen eine Klärung erhofft, u.a. zum Betreuungsumfang und dem künftigen Umgang mit Risikogruppen. Mit Blick auf den weiteren Verlauf der Pandemie und eine mögliche zweite Welle von CoVid-19-Infektionen im Herbst ist die Gewerkschaft bestrebt, den Zugang zur Kindertageseinrichtungen und Horten auch unter strengen Auflagen zur Gruppengrößen und Hygieneregeln zu ermöglichen, um die schweren sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von kompletten Schließungen zu vermeiden: "Wir haben deshalb alle gemeinsam ein Positionspapier erarbeitet, dass den Betrieb von Krippen, Kitas und Horten bestmöglich pandemiesicher machen und damit den Gesundheitsschutz der Kinder und Beschäftigten gewährleisten soll", erklärt die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner stellvertretend für den Vorstandsbereich, dem Praktiker*innen aus allen Bereichen der Jugendhilfe angehören. "Dieses Papier stellen wir dem Sozialministerium heute zur Verfügung und der interessierten Öffentlichkeit vor." Erneut mahnt die GEW in diesem Zusammenhang die bessere Einbindung der Interessenvertretungen der Beschäftigten in den Einrichtungen bei Entscheidungen zum weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie an. 

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Positionspapier der GEW MV zur Ausweitung der Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten

Am Donnerstag, dem 07.05.2020, hat die Landesregierung die weitere Öffnung der Kitas beschlossen. Zu dieser Entscheidung hat der Vorstandsbereich Jugendhilfe und Sozialarbeit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern ein Positionspapier zum Schutz der Beschäftigten erstellt:

1)    Bestandsaufnahme/Ausgangssituation

> Rechtsanspruch
> räumliche und personelle Situation
> Schutzausrüstung
> Berufsausbildung

Zunächst ist hervorzuheben, dass Kinder einen Rechtsanspruch auf die Betreuung und Bildung in einer Kindertagesstätte haben. Es ist unser Anspruch als Bildungsgewerkschaft, dieses Recht mit Leben zu erfüllen.

Die Corona-Pandemie stellt die Kindertageseinrichtungen vor große Herausforderungen. Der Gesundheitsschutz von Kindern und Erzieher*innen ist dabei oberstes Gebot. Nach Angaben der Liga gehören rund 4.900 Beschäftigte allein hinsichtlich ihres Alters (ca. 30 Prozent der Beschäftigten) in diesem Bereich zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf mit Covid-19. Mit der Ausweitung der Notfallbetreuung am 27.04.2020 stoßen die Kindertagesstätten aktuell hinsichtlich der personellen und räumlichen Kapazitäten an ihre Grenzen. Die Auslastung ist in den letzten Wochen von ca. 5% auf 25 % gestiegen. Ein Teil der Kindertagesstätten hat bereits mehr als 50% der normalen Kapazität erreicht. Die in der Allgemeinverfügung vom 17.04.2020 vorgeschriebene Gruppengröße von 5 Kindern ist in mehreren Bereichen kaum noch einzuhalten. Mancherorts erhalten Eltern bereits Betreuungsabsagen. Zunehmend wird auf das Personal, das zu den Risikogruppen gehört, Druck ausgeübt, sich freiwillig zur Betreuung bereit zu erklären. Erzieher*innen, die zur Risikogruppe gehören (und/oder eigene Kinder betreuen) und im Homeoffice tätig sind, erleiden zum Teil durch die Absenkung der Vertragsstunden und die Anrechnung von Minusstunden finanzielle Nachteile. Hier gibt es auf Seiten des Landes oder der Landkreise keinen Ansprechpartner, an denen sich Betroffene wenden können. Es fehlt eine offizielle Beschwerdestelle. Viele Erzieher*innen sind nach wie vor verunsichert, da keine Notfallpläne für den Fall eines Ausbruchs von Covid-19 in ihrer Einrichtung vorliegen. Ein einheitlicher Umgang für den Fall des Bekanntwerdens einer Infektion ist bisher nicht vorgesehen.

Darüber hinaus ist eine ausreichende Ausstattung mit Schutzausrüstung und mit Desinfektionsmitteln (insbesondere im Kleinkindbereich) vielfach nicht gegeben. Hier sind sie aber notwendiger denn je, da in Gruppen mit Kleinst- und Kleinkindern die vorgeschriebenen Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Zudem hat bereits das BMSA Arbeitsschutzstandards am 16.04.2020 veröffentlicht, nach denen, wenn der “...Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, Mund-Nasen-Bedeckungen zur Verfügung gestellt und getragen werden” soll. Durch den hohen bürokratischen Aufwand wächst der Druck auf die Kitaleitungen. Eine adäquate Berufsausbildung, insbesondere der ENZ-Auszubildenden ist unter diesen Bedingungen nicht möglich.

2)    Öffnung in Stufen/Schritten - ein Ausblick

Die max. Gruppengröße darf im Einzelfall 10 Kinder nicht überschreiten. Dabei werden keine Aussagen zur Mindestgröße des Raumes getroffen. Der Mindestabstand in geschlossenen Räumen beträgt 1,5 Meter, ansonsten ist das Tragen einer Alltagsmaske für das Personal (nicht für die Kinder) empfohlen. Der Sinn dieser Empfehlung erschließt sich nicht, da das Tragen von Alltagsmasken nur dann Wirkung entfalten kann, wenn alle diese Maske tragen (“Ich schütze dich. Du schützt mich.” Zitat MPin Manuela Schwesig) Konsequenterweise müsste in besonders nahen Situation (bspw. Körperpflege der Kleinkinder) eine Schutzausrüstung (mindestens Maske FFP2/Visier/ Handschuhe) getragen werden. Die bisherige FKR sieht vor, dass eine Fachkraft durchschnittlich 6/15/22 Kindern betreut (Krippe/Kita/Hort). In der Praxis zeigte sich, dass vor der Corona Krise gelegentlich noch mehr Kinder in einer Gruppe waren als eine Erzieherin durchschnittlich betreuen darf. Eine zeitgleiche Betreuung aller bisherigen Kinder unter den Bedingungen dieser Pandemie ist damit schon rechnerisch nicht möglich. Erst recht nicht unter Berücksichtigung des fehlenden Personals aus Risikogruppen und der mangelnden räumlichen Voraussetzungen.

Ausreichend wissenschaftliche Erkenntnisse für die Infektiosität von Kindern liegen bisher nicht vor. Es ist also davon auszugehen, dass bis zum Vorliegen eines Impfstoffs und/ oder einer wirksamen Therapie von Covid-19 kein Regelbetrieb in den Kitas des Landes möglich sein wird. Die GEW M-V legt Wert auf die Feststellung, dass bei einer besseren personellen Ausstattung, wie von der GEW seit Jahren gefordert (4/8/12) unter den aktuellen Bedingungen nahezu nahtlos in den Regelbetrieb übergehen könnten. Dieses Versäumnis des Landes führt nun zu einer akuten Belastungssituation für Kinder, Eltern und Erzieher*innen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern stellt eine mangelnde Einbeziehung der Beteiligten in die Gespräche zur weiteren Öffnung der Kindertageseinrichtungen/Horte fest. Wo in der ersten Reaktion auf die Krise schnelles und entschlossenes Handeln gefragt war, braucht es nun einen zivilgesellschaftlichen Konsens unter Einbeziehung von Experten für die weitere Entwicklung.

 

3)   Forderungen:

Wir fordern dringend den regelmäßigen Austausch mit Vertreter*innen aus der Praxis/ Interessenvertretungen sowie die Einrichtung einer Task Force „Kita-Öffnung“ auch mit Blick auf das kommende Betreuungsjahr.

Die GEW fordert darüber hinaus:
- die sofortige Einführung eines landesweit einheitlichen, erhöhten Mindestpersonalschlüssels, der es den Trägern ermöglicht zusätzliche pädagogische Fachkräfte einzustellen;
- den Gesundheitsschutz der Kinder und Beschäftigten;
- regelmäßige Tests auf SARS-CoV-2 in Form von symptomunabhängigen Screenings;
- unbedingten Beschäftigungsschutz ohne finanzielle Einbußen für Risikogruppen und/oder Angehörige von Risikogruppen;
- die Einrichtung einer landesweiten unabhängigen Beschwerdestelle beim Sozialministerium für die Meldung von Problemen im Umgang mit dem Arbeitgeber;
- einheitliche, verbindliche Regeln zur Umsetzung der Hygieneregeln, deren Umsetzung und Einhaltung durch das örtliche Gesundheitsamt vor Ausweitung des Betreuungsangebotes begleitet und genehmigt werden müssen;
- Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel über die Landesausstattung;
- einheitliche, verbindliche Maßnahmen für Kitas und Horte sowie Einrichtungen der Jugendhilfe für den Fall eines Corona-Ausbruchs (Pandemieplan);
- die prioritäre Aufnahme der Kinder von Erzieher*innen in die Notfallbetreuung;
- eine Beschränkung auf 10 Kinder pro Gruppe;
- die klare Zuständigkeit des Jugendamtes für die Anträge auf Inanspruchnahme der Notfallbetreuung und Erhöhung der Personalkapazitäten in den Jugendämtern;
- die Kostenübernahme von Mehrkosten durch Einhaltung aller Hygieneregeln, Anmietung von Räumlichkeiten, Einstellung von zusätzlichem Personal (siehe Mindestpersonal-schlüssel)
- die sofortige Ausweitung der Ausbildungskapazitäten aller Ausbildungsgänge - keine Anrechnung der geleisteten Stunden der ENZ-Auszubildenden auf den Personalschlüssel;
- Investitionen in die räumliche Ausstattung der Kindertagesstätten um verfügbare Flächen zu erhöhen, Neubauten schnell ermöglichen.

 

Schwerin, 08.05.2020

Zu den Veröffentlichungen des neuen MV-Plans am heutigen Abend äußern sich die Landesvorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern, Annett Lindner und Maik Walm "Die Planungen zur Öffnung der Kindertagesstätten und der Schulen sind sehr umfang- und detailreich. Wir freuen uns, dass das Land nach einer geänderten Gefahreneinschätzung jetzt den Schritt geht, allen Kindern den Zugang zu ihren Einrichtungen schon in der kommenden Zeit zu ermöglichen. Wir werden den Plan nun prüfen und uns in den kommenden Tagen detailliert dazu äußern. Klar ist für die GEW, dass der Gesundheitsschutz aller Beteiligten im Vordergrund stehen muss. Vor allem die Risikogruppen und Beschäftigte mit Angehörigen aus Risikogruppen dürfen dabei nicht aus dem Blick geraten. Aus unserer Sicht muss diese Öffnung nun mit systematischen Testungen, unabhängig von Symptomen, zumindest der Beschäftigten, besser noch auch der Kinder und Jugendlichen einhergehen. Alle Bildungseinrichtungen sollten auf Anfrage sowohl einfache MNS-Masken als auch ein Kontingent FFP2-Masken (insbesondere für freiwillige Tätige aus den Risikogruppen) über die zentrale Steuerung aus dem Land erhalten. Das Tragen dieser Masken soll den Beschäftigten freigestellt sein, die zwischen Eigenschutz und pädagogischem Umgang darüber abwägen dürfen. Vor allem Einrichtungen wie Kitas und Einrichtungen der Jugendhilfe sollten nach einheitlichen, landesweit gleich geltenden Pandemieplänen im Infektionsfall handeln. Kommt es zu festgestellten Infektionen sind alle Kontakte großzügig zu testen und nicht auf das Auftreten von Symptomen zu warten. Dies gebietet die Verantwortung gegenüber den Beschäftigten aber auch ihren Familien. Für alle weiteren Schritte, auch mit Blick auf den angestrebten Regelbetrieb in den Kitas und Horten und den Schuljahresbeginn an den Schulen fordern wir das Land auf, die Interessenvertretungen besser mit einzubinden, für den Schulbereich mindestens den Landesschulbeirat. 

https://www.gew-mv.de/presse/detailseite/neuigkeiten/oeffnungen-systematische-testungen-erhoehen-sicherheit-der-beschaeftigten/

Für die Kindertagespflege und die Kitas ist bisher folgendes bekannt geworden:

Landesregierung beschließt Kita-Plan

Nr.088  | 07.05.2020  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Das Kabinett hat heute weitere Schritte zur Öffnung der Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern beschlossen. „Die sehr gute Umsetzung der Notfallbetreuung durch die Jugendämter und Kitas vor Ort und der verantwortungsbewusste Umgang der Eltern in den letzten Wochen, die zu den niedrigen Infektionszahlen beigetragen haben, geben uns die Möglichkeit dazu“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese im Anschluss an die telefonische Klausurtagung der Landesregierung.  

Auf folgende konkreten Schritte und Einzelmaßnahmen für deren Öffnung hat das Kabinett sich verständigt:

  • Beibehaltung der bisherigen erweiterten Kindernotfallbetreuung

  • Ab dem 11. Mai - Öffnung der Kindertagespflege unter Einhaltung der Hygieneempfehlungen

  • Ab dem 18. Mai - Kindertagesförderung für Kinder, die im Sommer in die Schule eintreten werden mit einer Mindestbetreuungszeit von 3,5 Stunden werktäglich (für Kinder von berufstätigen Eltern bei freien Kapazitäten mehr - Entscheidung durch Jugendämter in Zusammenarbeit mit dem Träger der Kindertageseinrichtung).

  • Ab dem 25. Mai - Einstieg in den eingeschränkten Regelbetrieb mit Zugang für alle Kinder zu den Kindergärten und Krippen mit einer Mindestbetreuungszeit von 3,5 Stunden werktäglich (für Kinder von berufstätigen Eltern bei freien Kapazitäten mehr - Entscheidung durch Jugendämter in Zusammenarbeit mit dem Träger der Kindertageseinrichtung).

„Die Kindertagesförderung ist sowohl für die Chancengerechtigkeit für alle Kinder im Rahmen der frühkindlichen Bildung, wie auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von überragender Bedeutung“, sagte Drese. „Unser Plan berücksichtigt beide elementaren Ziele.“

Die Ministerin machte deutlich, dass der Infektionsschutz der Kinder und aller Beschäftigten in der Kindertagesförderung weiterhin oberste Priorität hat. „Jeder weitere Schritt zur Öffnung der Kitas muss sich deshalb konkret an der Entwicklung der Infektionszahlen in den einzelnen Regionen ausrichten. Je besser die Hygieneregeln umgesetzt werden, desto umfänglicher können Schritte zur weiteren Öffnung der Einrichtungen erfolgen“, so Drese.

Die Regelungen zu den Vorschulkindern rückte Drese besonders in den Fokus. Alle Kinder, die im Sommer in die Schule eintreten werden, sollen ab dem 18. Mai Zugang zu frühkindlicher Bildung haben. Dies betrifft fast 14.000 Kinder in MV. „Ihnen soll nicht nur ein Abschluss ihrer Kindergartenzeit in ihren Gruppen ermöglicht werden. Wichtig ist auch, sie in den nächsten Wochen noch auf den Übergang in die Schule vorzubereiten“, verdeutlichte die Ministerin.

In Anlehnung an die Hygieneregelungen in der Schule sind bei den Vorschulkindern Gruppengrößen von bis zu 15 Kindern akzeptabel. Die Gruppen sollen konstant zusammengestellt sein und vom gleichen Personal betreut werden. Drese: „Die Hygieneregeln einschließlich der Gruppengrößen werden fortlaufend an das Infektionsgeschehen, insbesondere für den Zeitraum ab dem 25. Mai 2020 angepasst.“

https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Service/Presse?id=159962&processor=processor.sa.pressemitteilung&sa.pressemitteilung.sperrfrist=alle

Soeben ist der neue MV-Plan erschienen. In den Hinweisen 49. und 50. werden die weiteren Öffnungsschritte für die Allgemeinbildenden und die Beruflichen Schulen veröffentlicht. 
Diese Hinweise findet Ihr in unserem Servicebereich zum Download (rechte Spalte/scrollen).
 

MV-Plan: Alle Schülerinnen und Schüler erhalten bis Sommerferien Angebot in der Schule

PM 074-20

In Mecklenburg-Vorpommern werden am Donnerstag, dem 14. Mai, die Schulen schrittweise für weitere Jahrgangsstufen geöffnet. Auch in Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendkunstschulen wird in der kommenden Woche der Unterricht wieder schrittweise beginnen.

„Mir ist es wichtig, dass in diesem Schuljahr jeder Schüler und jede Schülerin noch ein verlässliches schulisches Angebot erhält. Alle sollen an mindestens einem Tag pro Woche noch Unterricht mit ihren Lehrerinnen und Lehrern machen können“, erklärte Bildungsministerin Bettina Martin. „Ergänzend wird auch das Fernlernen zuhause fortgesetzt. Gut ist, dass dann aber die Schülerinnen und Schüler ihre Aufgaben und Ergebnisse im Präsenzunterricht besprechen können. Auch die Notbetreuung für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 und für die Schülerinnen und Schüler mit komplexen Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen werden fortgeführt“, so Martin.

Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen werde allerdings auch bis zu den Sommerferien ein regulärer Schulablauf nicht möglich sein: Vor dem Hintergrund der strengen Hygienevorschriften werden die Lerngruppen getrennt, so dass die Raumkapazitäten in allen Schulen äußerst begrenzt sind. Außerdem gehören ein Drittel der Lehrkräfte in MV zu den Risikogruppen und können größtenteils nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden. Für den Präsenzunterricht seien in den Schulen selbstverständlich weiterhin die gegebenen Hygienevorschriften einzuhalten, so Martin.

Grundschulbereich:

Bis einschließlich Mittwoch, 13. Mai, wird weiterhin die 4. Jahrgangsstufe beschult. Ab Donnerstag beginnen die Neuerungen: Für die Grundschülerinnen und Grundschüler aller Jahrgangsstufen bedeutet das, dass sie ab 14. Mai abwechselnd für mindestens je einen Tag in der Woche in die Schule gehen können. Der Präsenzunterricht soll also im Rotationsverfahren stattfinden. Das bedeutet, dass an jedem Wochentag eine andere Jahrgangsstufe die Schule besuchen kann. Dabei erhalten sie mindestens vier Unterrichtsstunden vorwiegend in den Kernfächern wie Deutsch, Mathematik und Sachunterricht. Zusätzlich soll ein Tag in der Woche angeboten werden, um Schülerinnen und Schülern gezielte pädagogische Förderangebote zu machen und Eltern-Kind-Lehrer-Sprechstunden anzubieten. Die Schulen setzen die oben genannten Grundsätze entsprechend ihren räumlichen und personellen Kapazitäten selbstständig um und informieren die Eltern in der kommenden Woche über die konkrete Umsetzung vor Ort. Angebote der außerschulischen Bildung sollen ergänzend erfolgen.

Regionalschulbereich:

In den Regionalen Schulen, dem entsprechenden Zweig der Kooperativen Gesamtschulen und auch in den Integrativen Gesamtschulen werden die Schülerinnen und Schüler an mindestens einem Tag in der Woche Präsenzunterricht erhalten. Dabei sollen mindestens sechs Unterrichtsstunden angeboten werden. Auch hier wird das Lernen zuhause weitergeführt und die Schülerinnen und Schüler werden während des Präsenzunterrichts entsprechend vorbereitet. Das Rotationsverfahren nach Jahrgangsstufen findet auch hier Anwendung. Ebenso wird ein Wochentag für Konsultationen und gezielte pädagogische Unterstützung angeboten. Das beinhaltet, dass die Schülerinnen und Schüler in der Orientierungsstufe (Jahrgangsstufe 5 und 6) ebenfalls mindestens einen Tag pro Woche beschult werden.

Förderschulbereich:

Für die sechs Förderschularten Sprache, Lernen, Hören, Sehen, körperliche und motorische Entwicklung oder emotionale und soziale Entwicklung gelten für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 die Regelungen für den Grundschulbereich und für die Jahrgangsstufen 5 bis 9 die Regelungen für den Regionalschulbereich analog. Auch das freiwillige 10. Schuljahr an der Förderschule Lernen nimmt an der tageweisen Beschulung ab 14. Mai teil. Der Abschluss wird grundsätzlich auf Basis der bisherigen Leistungen ermittelt und sichergestellt. Sollte der Wunsch bestehen, die bisherigen Noten zu verbessern oder das Schuljahr zu wiederholen, ist dies möglich. Für die Förderschularten geistige Entwicklung oder Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler findet eine individuelle Förderung statt, die in enger Abstimmung mit den Eltern unter Berücksichtigung der schulischen Gegebenheiten und unter Einhaltung der Regelungen des Hygieneplans erfolgt.

Gymnasialbereich:

 Die weitere Öffnung der Gymnasien bzw. gymnasialen Bildungsgänge an den Gesamtschulen wird auch schrittweise erfolgen. Hier ist die Wiederaufnahme des Schulbetriebs zunächst jedoch stark von den stattfindenden Abiturprüfungen abhängig. Der geordnete Ablauf der Abiturprüfungen muss sichergestellt werden. Die Jahrgangsstufe 11 (an den Abendgymnasien die Jahrgangsstufe 12) wird Fernunterricht und Präsenzunterricht im Wechsel erhalten. Dies ist wichtig, um die inhaltlichen Anforderungen für das Abitur im Jahr 2021 zu erfüllen. Ab dem 18. Mai werden an den Gymnasien bzw. in gymnasialen Bildungsgängen auch die 10. Jahrgangsstufe wieder am Präsenzunterricht teilhaben können, der sich mit digitalem Unterricht abwechselt. Nach dem Ende der schriftlichen Abiturprüfungen (3. Juni) werden dann auch die Jahrgangsstufen 7 bis 9 tageweise wieder die Schule besuchen können.

Berufliche Schulen:

 An den beruflichen Schulen wird ab dem 14. Mai der Präsenzunterricht für die erste Jahrgangsstufe in der neuen generalistischen Pflegeausbildung möglich sein. Bei Bildungsgängen, die eineinhalb, zweieinhalb oder dreieinhalb Jahre dauern, wird der Unterricht in den Vorabschlussklassen ermöglicht werden Weiterhin wird die Beschulung der Jahrgangsstufe 12 an Fachgymnasien im Präsenzunterricht wiederaufgenommen. Vor dem Hintergrund der begrenzten räumlichen und personellen Kapazitäten in den Schulen muss auch hier eine Teilung der Klassen erfolgen und eine abwechselnde Beschulung in Präsenzunterricht und digitaler Form erfolgen. Im Weiteren wird die Öffnung der beruflichen Schulen für weitere Vorabschlussklassen und Klassen mit Zwischenprüfungen geprüft.

Überall gilt: Wenn in einer Schule vor Ort aufgrund vorhandener Kapazitäten weitere Möglichkeiten für den Präsenzunterricht bestehen, so wird das Angebot ausgeweitet.

Volkshochschulen:

Auch außerschulische Bildungseinrichtungen werden schrittweise wieder den Betrieb aufnehmen können. In einem ersten Schritt sollen Prüfungen der höherqualifizierenden Berufsbildung (Aufstiegsfortbildungen) gemäß Berufsbildungsgesetz und Handwerksordnung zugelassen werden. Beim nächsten Schritt sollte die Möglichkeit eröffnet werden die Angebote des 2. Bildungsweges in Anspruch zu nehmen. Zusätzlich sind die Kurse der Weiterbildung für Alphabetisierung, Anpassungsqualifizierung für Erzieher, die BAMF-Integrationskurse sowie die Schulungen für pädagogische Fachkräfte wieder zu öffnen.

Danach sollte eine schrittweise Öffnung unter Auflagen für die einzelnen Weiterbildungsbereiche geprüft werden. Dies betrifft die Träger der politischen Bildung, die Volkshochschulen und alle anderen Anbieter von Bildungsmaßnahmen (Berufliche Bildung). Für alle Schritte gilt, dass bezüglich der Schutzmaßnahmen eine Anlehnung an die Maßgaben für Schulen erfolgen soll.

An den Universitäten, der HMT und den Fachhochschulen wird der Lehr- und Forschungsbetrieb in digitaler Form stattfinden. Neben der Abnahme von Prüfungen können auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume erfordern, unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wiederaufgenommen werden.

Die Studierendenwerke nehmen den Speisenservice auf Liefer- und Mitnahmebasis wieder auf, allerdings unter strengsten hygienischen Regeln. Dabei gelten die Regelungen und Auflagen wie auch für Restaurants.

Musik- und Jugendkunstschulen werden Unterricht für Schülerinnen und Schüler geben können, die sich auf entsprechende Abiturprüfung oder auf eine Aufnahmeprüfung im musisch-künstlerischen Bereich vorbereiten. Dabei sind die Auflagen zur Hygiene zu beachten und für Sprech-, Gesangsunterricht und Unterricht an Blasinstrumenten besondere Vorkehrungen zu treffen. Einzelunterricht für andere Schülerinnen und Schüler kann unter den genannten Voraussetzungen ebenso gegeben werden. Weitere Schritte werden geprüft.

>>> Schuldatenschutzverordnung

Am 30. April hat das Bildungsministerium gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz Informationen zum Inkrafttreten der Schuldatenschutzverordnung herausgegeben. Darin heißt es, dass diese aktuellen Hinweise vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie für die Rechtssicherheit der Lehrkräfte sorgen sollen.... Die GEW M-V empfiehlt ihren Mitgliedern, den Schulen die Nutzung privater Endgeräte sowie die damit verbundenen Probleme bei der Einhaltung der Schuldatenschutzverordnung schriftlich anzuzeigen und stellt dafür ein Musterschreiben zur Verfügung. Dies findet sich ebenfalls unter diesem genannten Link:

https://www.gew-mv.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-m-v-wir-benoetigen-verantwortungsvolle-entscheidungen-fuer-technisch-und-rechtlich-sichere-gute/

>>> Prüfungsbeginn für Abiturient*innen und Schüler*innen in der mittleren Reife

Morgen beginnen die Abiturprüfungen im Land. Etwas später folgen die auch die Prüfungen zur Mittleren Reife. Seit einigen Tagen können sich die Abiturient*innen wieder in den Schulen auf den Abschluss vorbereiten. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) hatte gemeinsam mit dem Landesschülerrat die Durchführung der diesjährigen Prüfungen kritisiert: "Wir haben großen Respekt vor der Leistung, die die Abiturientinnen und Abiturienten und die Schülerinnen und Schüler für die Mittlere Reife in dieser Zeit erbringen. Sie müssen ihren Abschluss, die zentrale Grundlage für ihren weiteren Lebensweg, in einer besonders belasteten Situation erwerben. Unser Respekt gilt auch den Lehrkräften, die unter schwierigen Bedingungen die Prüfungen vorbereitet haben und sie nun durchführen...

https://www.gew-mv.de/presse/detailseite/neuigkeiten/pruefungsbeginn-schuelerinnen-und-schueler-duerfen-nicht-den-preis-zahlen/

>>> Zweites Staatsexamen – Referendar*innen sind verunsichert 

GEW fordert: Abschlussprüfungen für Referendar*innen zeitnah, individuell flexibel und situationsangemessen ermöglichen
In Mecklenburg-Vorpommern stehen aktuell viele Referendar*innen vor ihrem Abschluss mit dem Zweite Staatsexamen. Die Prüfung besteht normalerweise aus zwei Lehrproben, die theoretisch vorbereitet und praktisch durchgeführt werden müssen.
Unter den jetzigen Bedingungen ist diese Prüfungsform nicht möglich, informierte das Bildungsministerium zuletzt am 14. April und machte darauf aufmerksam, dass die Prüfungsordnung zeitnah angepasst würde und Prüfungstermine zeitnah kommuniziert würden, um eine hinreichende Vorbereitung zu ermöglichen. Seither jedoch warten die künftigen Lehrkräfte darauf, dass sie erfahren, wie und unter welchen konkreten Bedingungen sie nun ihren Abschluss machen können. "Wir nehmen nachvollziehbar großen Unmut und Sorge unter den jungen Kolleginnen und Kollegen wahr. Sie kommen ihrer Unterrichtsverpflichtung nach, haben oft selbst Kinder zu betreuen und wollen sich nun auf eine Prüfung vorbereiten, von der sie seit längerem nicht wissen, wann und wie diese abläuft und welche Inhalte benötigt werden", erklärt der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm. ...

https://www.gew-mv.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-fordert-abschlusspruefungen-fuer-referendar-innen-zeitnah-individuell-flexibel-und-situationsang/
 

>>> Gedenktag 8. Mai 

GEW M-V zum 8. Mai: Tag der Befreiung  - Demokratie und Freiheit sind Lehren aus der Vergangenheit
Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Seither wachsen in Deutschland zum Glück Generationen heran, die nie einen Krieg erlebt haben. "Der 8. Mai, und da halten wir es ganz mit Bundespräsident Richard von Weizsäcker, ist ein Tag der Befreiung", erklären die beiden GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm.
"Gleichzeitig ist dieser Tag uns Mahnung daran, wozu Menschen fähig sind. Als Gesellschaft tragen wir die Verantwortung, dass dieser Krieg, seine Ursachen und seine Auswirkungen, darunter das wohl schlimmste systematische Verbrechen, das in der Geschichte der Menschheit je verübt wurde - der Holocaust, nicht vergessen werden und sich auch nicht wiederholen. Dieser Tag in dieser Zeit stimmt uns nachdenklich.  Erneut werden in unserem Land Menschen aus rechtsextremen Motiven ermordet.  Rechtsextremist*innen schreiben Todeslisten, auf denen auch Namen von Gewerkschaftsvertreter*innen stehen. ...

​​​​​​​https://www.gew-mv.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-m-v-zum-8-mai-tag-der-befreiung-demokratie-und-freiheit-sind-lehren-aus-der-vergangenheit/

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach wie vor stellt die Corona-Pandemie das System Schule vor große Herausforderungen. Letzte Woche haben wir deshalb das erste von insgesamt drei Gutachten zum Themenkomplex „Besonders dringliche Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Prozess der Öffnung der Schulen“ veröffentlicht.

Ich freue mich sehr, Euch heute das zweite Gutachten mit dem Schwerpunkt auf Risikogruppen zukommen zu lassen. In diesem fasst der Arbeitsrechtler Prof. Dr. Wolfhard Kohte die rechtlichen Grundlagen zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen zusammen. Denn auch bei Risikogruppen gilt: Obwohl die Gesetzeslage eindeutig ist, steht die Umsetzung vor Ort auf einem anderen Blatt.

Ich hoffe, die Expertise unterstützt euch in Eurem Engagement. Gerne könnt ihr sie an weitere interessierte Kolleginnen und Kollegen weiterleiten. Ihr findet die Broschüre auch zum Download auf unserer Homepage https://www.gew.de/corona/ oder könnt sie hier direkt herunterladen. 

Solidarische Grüße

Marlis Tepe
Vorsitzende Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

GEW M-V: Unterstützung für Erzieherinnen und Erzieher

Mit Beginn der Woche wurde die Notfallbetreuung an den Kindertagesstätten ausgeweitet. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) stellt Erzieherinnen und Erziehern in diesem Zusammenhang Material zur Verfügung, um ihnen Rechtssicherheit im Umgang mit dem freiwilligen Dienst zu ermöglichen. "Erzieherinnen und Erzieher, die sich trotz der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe freiwillig zum Dienst melden wollen, aber auch solche, die dies aus gesundheitlichen Gründen nicht tun wollen, sollten sich ihrem Träger gegenüber schriftlich erklären. Vor allem die letztere Gruppe steht aktuell unter Druck, sei es durch den Arbeitgeber, aber auch unter selbst gemachten Druck, sich zur Präsenzarbeit zu melden. Wir hoffen, dass ihnen die schriftliche Erklärung hilft diese Situation zu lindern", erklärt die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner. Das Land selbst hat bisher für Kitas keine Musterschreiben zur Verfügung gestellt. 
 

Zu den Dokumenten gelangt ihr über diesen Link: https://www.gew-mv.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/mitgliederbrief-fuer-unsere-erzieherinnen-und-erzieher-mit-download/

SCHULPROJEKTE POLITISCHE BILDUNG

Sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer,

die nachfolgenden Projektangebote können von den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern kostenfrei und freiwillig genutzt werden. Sie stellen eine inhaltliche Ergänzung des Unterrichtsangebotes und können Ihnen als Lehrkräfte auch zur Entlastung dienen. Kontaktieren Sie einfach die jeweils angegebenen Ansprechpartner.

Die Projekte wurden von Bildungsträgern, Gedenkstätten, Museen und den Mitgliedern im Landesweiten Beratungsnetzwerk Demokratie und Toleranz, die seit langem in unserem Land politische Bildung praktizieren, konzipiert und werden von diesen mit hoher fachlicher Kompetenz durchgeführt oder begleitet. Wir würden uns sehr freuen, wenn das Angebot Ihr Interesse finden könnte.

Laden Sie sich bitte die folgende Pdf-Datei  herunter, dort finden Sie alle inhaltlichen Angaben zu den Projekten sowie die Kontaktdaten der Projektträger.

Darüber hinaus können zu einigen Angeboten auch detailliertere Projektbeschreibungen abgerufen werden, diese finden Sie als Links in der unten stehenden Auflistung.

Für Rückfragen, Anmerkungen und Kritik stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Alle Informationen, inklusive einer Liste mit Online- und Analogangeboten findet ihr unter diesem Link auf der Website der Landeszentrale für Politische Bildung: https://www.lpb-mv.de/projekte/schulprojekte/

Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern vom 05.05.2020

Sozialministerin Stefanie Drese informierte heute im Rahmen einer Pressekonferenz über Pläne der Landesregierung, die Kindertagespflege zum 11. Mai wieder zu öffnen.

„Ich weiß, welch große Belastungen Eltern gerade mit kleineren Kindern seit Wochen haben. Die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung ist angesichts der Corona-Krise ein schwieriger Spagat“, sagte Drese. Gleichzeitig sei für Kinder das Spielen und Lernen mit Gleichaltrigen von enormer Wichtigkeit. Drese: „Vor diesem Hintergrund haben wir einen Plan zur schrittweisen Öffnung der Kindertagesförderung erarbeitet. Als ersten wichtigen Schritt wurde ab dem 27. April die Notfallbetreuung erweitert.“ Damit habe sich die Zahl der Kinder in Krippen, Kindergärten, Horten und Kindertagespflege deutlich erhöht. Die Quote der Kinder in der Notbetreuung beträgt mittlerweile gut 20 Prozent der vor der Corona-Pandemie zur Verfügung stehenden Plätze. Der nächste Schritt soll nun nach Angaben von Drese Anfang der kommenden Woche erfolgen: „Zum 11. Mai wollen wir die Kindertagespflege wieder öffnen und vollständig vom Besuchsverbot ausnehmen“, so die Ministerin. Darüber werde das Kabinett am Donnerstag beraten und beschließen.

In der Kindertagespflege gibt es bereits eine konstante Gruppengröße von maximal fünf Kindern, sodass die Hygienegrundsätze in der Regel umgesetzt und eingehalten werden können, verdeutlichte Drese. „Die Öffnung der Kindertagespflege führt zu einer Entlastung vieler Familien, die Familie und Beruf wieder besser vereinbaren können. Kinder in der Kindertagespflege erhalten gleichzeitig die Möglichkeit im Sinne der Chancengerechtigkeit wieder an der frühkindlichen Bildung teilzunehmen“, so die Ministerin. Ausdrücklich hob Drese hervor, dass jeder weitere Schritt zur Öffnung der Kindertageseinrichtungen sich konkret an der Entwicklung der Infektionszahlen ausrichten müsse: „Je besser die Hygieneregeln und Kontakteinschränkungen umgesetzt werden, desto umfänglicher können Maßnahmen zur vorsichtigen weiteren Öffnung der Einrichtungen erfolgen.“

Hier entlang geht es zur Pressemeldung auf der Seite des Sozialministeriums: https://www.regierung-mv.de/Aktuell/?id=159903&processor=processor.sa.pressemitteilung

Mit dem 48. Hinweis stellt das Bildungsministerium „Hinweise zur Durchführung praktischer Prüfungen aufgrund der Verordnung zur Änderung von Regelungen zur Leistungsbewertung und anderer, insbesondere prüfungsrechtlicher Regelungen aus Anlass der SARS-CoV-2-Pandemie im Bereich der beruflichen Bildung“ zur Verfügung. 

[Auszug:

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

am 23. April 2020 ist die in der als Anlage beigefügte Verordnung zur Änderung von Regelungen zur Leistungsbewertung und anderer, insbesondere prüfungsrechtlicher Regelungen aus Anlass der SARS-CoV-2-Pandemie im Bereich der beruflichen Bildung im Gesetzes- und Verordnungsblatt des Landes Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht worden. Die Verordnung ist damit am 24. April 2020 in Kraft getreten.

Mit diesem Schreiben möchte ich Sie über die maßgeblichen Änderungen zur Durchführung von praktischen Prüfungen und den Umgang mit diesen informieren.
Die Verordnung ändert die für die praktischen Prüfungen nach der Fachschulverordnung Sozialwesen vom 11. Dezember 2012, zuletzt geändert durch die Verordnung vom 31. August 2016, nach der Erzieherinnen und Erzieher für 0- bis 10-Jährige – Höhere Berufsfachschulverordnung vom 27. Juni 2017, die durch die Verordnung vom 24. April 2018 geändert worden ist, maßgeblichen Regelungen für den befristeten Zeitraum der Corona-Pandemie.

Durch die o. g. Verordnung vom 23.04.2020 werden die für die jeweiligen Bildungsgänge maßgeblichen Regelungen zur Durchführung der praktischen Prüfungen insoweit geändert, dass anstatt der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Tätigkeiten eine schriftliche Hausarbeit erstellt sowie ein einstündiges Kolloquium absolviert werden muss.

Für die Durchführung der Prüfung gilt Folgendes:
...]

Den 48. Hinweis findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte/scrollen).

Information zum Inkrafttreten der Schuldatenschutzverordnung

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie bereits erfahren haben, ist der Novellierungsprozess der Schuldatenschutzverordnung Ende der vergangenen Woche erfolgreich abgeschlossen worden und eine neue Schuldatenschutzverordnung ist in Kraft getreten. Dies betrachten wir als großen sachlichen Erfolg, da es bei der Verordnung nicht zuletzt auch um den Schutz der personenbezogenen Daten unserer Schülerinnen und Schüler geht. Weiterhin gibt es den Lehrkräften die notwendige Rechtssicherheit. Mit der Schuldatenschutzverordnung wird die EU Datenschutzgrundverordnung für die Schule in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt. Zudem ist es gelungen, diese Regelungen eng zwischen dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und der Behörde des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit abzustimmen.

Bereits mit Schreiben vom 12. Februar 2019 sind Ihnen ausführliche Hinweise zur Verwendung von privaten Datenverarbeitungsanlagen übersandt worden. Diese Hinweise galten vorläufig für den Zeitraum bis zum Abschluss der Novellierung der Schuldatenschutzverordnung. Dieses Schreiben und die nochmalige Übermittlung der Verordnung soll offene Fragen für Sie beantworten.

Mit diesem Schreiben möchte ich Ihnen, gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, ergänzende Informationen, insbesondere im Hinblick auf die Regelung in § 7 der Schuldatenschutzverordnung, vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise und zu Ihrer Rechtssicherheit geben. Angesichts der aktuellen Krisensituation ist es erforderlich, dass Lehrkräfte und sonstiges Schulpersonal für die Aufgabenbewältigung der Schulen, insbesondere im Hinblick auf das digitale häusliche Lernen ohne größere Schwierigkeiten auf private Geräte zurückgreifen können.

1. Steht Ihnen als Lehrkraft keine durch den Schulträger zur Verfügung gestellte mobile Datenverarbeitungsanlage (beispielsweise Laptop oder andere Endgerät) zur Verfügung, dann dürfen Sie nach Genehmigung durch die Schulleitung eine private Datenverarbeitungsanlage nutzen, um personenbezogene Daten von Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten, Lehrkräften und sonstigem Schulpersonal zu verarbeiten. Soweit keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden, beispielsweise bei der Unterrichtsvorbereitung oder dem Erstellen von Prüfungsarbeiten, steht Ihnen die Verwendung von privaten Datenverarbeitungsanlagen, auch weiterhin ohne Genehmigung frei.

2. Als Grund für die Erlaubniserteilung wird vorliegende Ausnahmesituation infolge der Corona-Krise herangezogen. Die in diesen Fällen erteilten Erlaubnisse gelten befristet bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020. Sollte darüber hinaus keine Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht möglich sein, so ist die Befristung entsprechend zu verlängern.

3. Die Schule hat, soweit wie möglich, in einem Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten festzulegen, wie die Nutzung privater Datenverarbeitungsanlagen zu dienstlichen Zwecken ausgestaltet ist.

4. Die Schule zeigt die Verwendung von privaten Datenverarbeitungsanlagen durch die Lehrkräfte oder sonstigen Schulpersonal gegenüber der unteren Schulbehörde beziehungsweise der zuständigen Schulaufsicht über die beruflichen Schulen im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur an. Die Schulen melden dabei nur die Anzahl der Lehrkräfte, welche private Datenverarbeitungsanlagen nutzen dürfen. Eine Meldung erfolgt monatlich, sie hat zu unterbleiben, wenn sich keine Veränderungen hinsichtlich der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer ergeben hat.

5. Die Vorgaben aus § 7 Absatz 4 der Schuldatenschutzverordnung werden dergestalt für Fälle nach Nummer 2 konkretisiert, dass für die Verwendung von privaten Datenverarbeitungsanlagen folgende Punkte umzusetzen sind:

a) Die Datenverarbeitungsanlage ist gegen unbefugten Zugriff durch Dritte mittels Kennwort oder biometrischen Erkennungsverfahren zu sichern (zum Beispiel Bildschirmschoner mit Passwort, Anmeldung mit Passwort)

b) Das verwendete Betriebssystem aktualisiert sich automatisch.

c) Es wird eine sich automatisch aktualisierende Firewall/Antivirensoftware genutzt.

d) Datenbestände auf dem privaten Endgerät als auch auf mobilen Datenträgern sind zu verschlüsseln.

e) Beim Versand ist, wenn möglich, eine Transportverschlüsselung zu nutzen und gegebenenfalls eine Dateiverschlüsselung.
f) Das private WLAN ist zu verschlüsseln.

g) Es dürfen keine privaten Cloudspeicher von Dritten (z. B. Dropbox etc.) für die Speicherung von personenbezogenen Daten verwendet werden.

6. Die Schulleitung ist verpflichtet, die zulässige Nutzung (wie in Ziffer 1. - 5. beschrieben) von privaten Datenverarbeitungsanlagen durch Lehrkräfte und sonstiges Schulpersonal zu überwachen. Eine solche Kontrolle im Sinne von § 7 Absatz 5 der Schuldatenschutzverordnung soll jährlich in den Räumlichkeiten der Schule erfolgen.

Des Weiteren sind Informationsmaterialien und weitere Muster als Arbeitshilfe für Ihre Schulen in Vorbereitung und werden nach Fertigstellung auf dem Bildungsserver bereitgestellt.

Bettina Martin                        Heinz Müller
(Bildungsministerin)              (Landesbeauftragter für Datenschutz)

 

Diesen 47. Hinweis findet ihr in unserem Servicebereich zum Download (rechte Spalte/scrollen).

Die GEW hat heute ein Gutachten zu dringenden Maßnahmen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Rahmen der Schulöffnungen vorgelegt. Die Gewerkschaft will damit den Schutz der Schutz der Beschäftigten, der Kinder und Jugendlichen, in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen zu stellen. Hier findet ihr die Erläuterung und das Dokument dazu.

Vorwort
Die Corona-Krise stellt uns alle vor ungeahnte Herausforderungen. Doch die rechtlichen Grundlagen sind klar, sie müssen allerdings jetzt in die Tat umgesetzt werden. Wie schwer das ist, weiß ich. Das vorliegende Gutachten gibt den Handelnden vor Ort mehr Rechtssicherheit und viele nützliche Hinweise. Ich freue mich sehr, dass Prof. Dr. Wolfhard Kohte so kurzfristig bereit war, für die GEW die rechtlichen Grundlagen für die schrittweise Öffnung der Schulen zusammenzustellen. 

Drei Botschaften gibt uns Prof. Kohte mit auf den Weg:

Es gibt kein „one fits for all“ – Rezept!
Über die Möglichkeiten für eine schrittweise Schulöffnung kann immer nur auf Grundlage der Hygienepläne vor Ort entschieden werden.

Nicht ohne die Personalräte!
Arbeits- und Gesundheitsschutz ist eine Frage der zwingenden Mitbestimmung. Wo es vor Ort keine Arbeitssicherheitsausschüsse gibt, sollten Krisenstäbe o.ä. eingesetzt werden. 

Lasst die Schulen nicht allein!

Es muss Schluss sein mit dem Schwarze-Peter-Spiel zwischen kommunalen Schulträgern und Arbeitgeber/Dienstherr Land. Alle Akteure sind gesetzlich verpflichtet, beim Infektionsschutz konstruktiv zusammenzuarbeiten.

Ich danke Prof. Dr. Wolfhard Kohte für seine schnelle Unterstützung – und ich danke allen Lehrern und Lehrerinnen, Schulleitungen, dem gesamten schulischem Personal, Schulamtsmitarbeitern und Ministerien für das Engagement in dem Kraftakt, den wir alle gemeinsam bewältigen!

GEW-Vorsitzende Marlis Tepe

Am 8. Mai beginnen die Abschlussprüfungen in Mecklenburg-Vorpommern. Das Bildungsministerium hat die bisherigen Hygieneregeln um weitere verbindliche Hinweise ergänzt. Darin werden u.a. Hygieneregeln erklärt, die Umsetzung der geltenden Verordnungen zu Raum- und Gruppengrößen sowie der Umgang mit Krankschreibung, Quarantäne und möglichen Verstößen gegen die angeordneten Maßnahmen.

Das 46. Hinweisschreiben und seine Anhänge findet ihr in unserem Downloadbereich (rechte Spalte vom Desktop/scrollen am Smartphone)!

die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) nimmt zu den bekannt gewordenen Plänen der Kultusministerkonferenz (KMK) Stellung, Schülerinnen und Schüler tageweise zu beschulen:

"Der Gesundheits- und Infektionsschutz muss auch weiterhin oberste Priorität haben, wenn es um die Frage der Wiederaufnahme des Schulbetriebs geht", erklärt der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm und hält fest:"Grundsätzlich ist es richtig, zu überlegen, wie Schulen auch in Zeiten der Pandemie Präsenzunterricht anbieten können. Unter den gegebenen Umständen hält die GEW M-V das Ziel der KMK, alle Schülerinnen und Schüler noch vor Beginn der Sommerferien zumindest tageweise zu unterrichten, jedoch für unrealistisch. Die kleineren Klassen und Aufsichtspflichten erhöhen den Personal- und Raumbedarf deutlich. Nach Angaben des Landes gehören 34 Prozent der Lehrkräfte außerdem zu den Risikogruppen und können für den Präsenzunterricht nicht eingesetzt werden. Die Lehrkräfte, die im Präsenzunterricht tätig sind, müssen aber zur gleichen Zeit auch Schüler*innen im digitalen Unterricht betreuen. Eine Überlastung der Kolleginnen und Kollegen wäre unvermeidlich. Schon heute ist davon auszugehen, dass insbesondere jene Lehrkräfte, die in Teilzeit beschäftigt sind, häufig oberhalb ihres Vertragsstundenmaßes tätig sind." Im Rahmen der selbständigen Schule sollte man den Schulen aus Sicht der GEW ermöglichen, selbst zu entscheiden, welche Angebote sie unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln ihren Schülerinnen und Schülern noch bis zum Schuljahresende machen können. Darauf weist die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner hin und ergänzt: "Die dafür notwendigen Hygienepläne sollten in Beratung mit den Gesundheitsbehörden entstehen und durch diese abgenommen werden. Damit dürfen die Schulleitungen nicht allein gelassen werden". Da frühestens vom 11. Mai an eine weitere Öffnung möglich sei, verbleiben bis zum Ferienstart in Mecklenburg-Vorpommern nur noch knapp sechs Wochen.  

Erfassung Unterrichtsausfall in den Klassenbüchern

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Dokumentation der im Zeitraum der Schulschließungen, aufgrund der Corona-Krise, „ausgefallenen Unterrichtsstunden“ in den Klassenbüchern in Verbindung mit der Verwaltungsvorschrift „Umgang mit Klassenbüchern, Kurs- und Nachweisheften sowie Notenbüchern/-listen an öffentlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen“ ist wie folgt zu verfahren: 

In den Klassenbüchern/ Kurs- und Nachweisheften sowie Notenbüchern/-listen der Klassen und Lerngruppen ist unter dem letzten Eintrag zum Unterricht am 13.03.2020 der nachfolgende Vermerk anzubringen:

„Schulschließung aufgrund Corona-Krise ab dem 16.03.2020 bis zum _______.“

Bis zur Wiederaufnahme des Schulbetriebes sind keine weiteren Eintragungen erforderlich. Erst nach der Wiederaufnahme des Schulbetriebes ist das entsprechende Datum zu vermerken. Sollte ein Klassenbuch/Kurs- und Nachweisheft sowie Notenbücher/-listen bereits vortragen sein, so ist der vorgetragene Zeitraum bis zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs zu streichen und je Seite mit einem roten „A“ und dem Namenszeichen zu versehen. 

Sollten weitere organisatorische Hinweise erforderlich sein, werden Sie diese zu gegebener Zeit erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Volker Schlünz

Diesen 45. Hinweis findet ihr in unserem Downloadbereich (rechte Spalte bzw. scrollen).

  1. Hinweis: Das Bildungsministerium stellt für die Schulen Zeichnungen zum richtigen Verhalten mit den Hygieneregeln in der Schule zur Verfügung. Ihr findet diese Bilder zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte bzw. scrollen).

GEW M-V rät: Umgehend Nutzung privater Technik einstellen

Der Schulstart nach dem Lockdown beginnt für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) mit einem Paukenschlag. Mit Datum vom 23. April ist eine neue Schuldatenschutzverordnung in Kraft getreten. Diese wurde den Allgemeinbildenden Schulen am vergangenen Freitag abends zur Kenntnis gegeben. Darin ist unter anderem geregelt, wann und in welchem Umfang auch private Technik in der digitalen Bildung zum Einsatz kommen kann, nämlich im "Ausnahmefall" und nicht dann, wenn "die Verarbeitung personenbezogener Daten mit vom Schulträger zur Verfügung gestellten Datenverarbeitungsanlagen in der Schule möglich ist" (§7 Absatz 1 u. 2). Mit dem Lockdown ist für viele Lehrkräfte diese Ausnahme zur Normalität geworden. Aus verschiedenen Gründen können schulische Datenverarbeitungsgeräte nicht genutzt werden. Zum einen, weil sie nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind. Zum anderen, weil Risikogruppen nach Möglichkeit ihren Dienst aus der Häuslichkeit versehen sollen. Seit Freitag sieht die Schuldatenschutzverordnung nun ein umfangreiches Prozedere zur Dokumentation und Genehmigung der Nutzung privater Technik noch vor ihrer Inanspruchnahme vor. Die GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm sind in größter Sorge: "Mit diesen, am Freitag in Kraft getretenen, Regelungen wird der digitale Unterricht im Land ab heute unmöglich gemacht. Lehrkräfte können nur noch zwischen durch Privatmittel finanzierten digitalen Unterricht von zu Hause, mit drohenden Strafanzeigen und selbst finanzierter Briefpost mit Telefonbegleitung wählen!" Drastische Worte für ein drängendes Problem: "Dabei hätte es ohne den engagierten Einsatz der Lehrkräfte, auch mit persönlichen Mitteln, vielerorts keinerlei Bildungsangebote für die Schülerinnen und Schüler gegeben". Doch nicht allein, dass nun die Ausnahmen zunächst beantragt, begründet und dokumentiert werden müssen: Die Schulleitung hat jetzt auch das Recht die privaten Geräte, mit denen gearbeitet wird, zu kontrollieren. " Aus heutiger Sicht raten wir allen Lehrkräften, umgehend die Nutzung sämtlicher privater Technik einzustellen und mit den Schulleitungen zu besprechen, wie weiter zu verfahren ist, um rechtssicher handeln zu können. Das betrifft Computer, Tablets und auch Smartphones gleichermaßen. Wir fordern das Land und die Schulträger auf, unverzüglich für die entsprechende technische und datenschutzrechtliche Ausstattung an allen Schulen des Landes zu sorgen, um den Unterricht weiterhin abzusichern und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Kolleginnen datenschutz- und rechtskonform arbeiten können. Die Kontrolle privater Geräte durch die Schulleitung muss umgehend aus der Schuldatenschutzverordnung gestrichen werden." Nach Einschätzung der GEW verstößt dieser Passus gegen die Persönlichkeitsrechte der Lehrkräfte. 

Zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs am Montag, den 27.4. 2020 stellt das Bildungsministerium zahlreiche Unterlagen zur Verfügung.

43. Hinweis: Wiederaufnahme des Schulbetriebs (PDF)
Anlage 1: Planungshilfe (DOC)
Anlage 2: Möglichkeiten Gruppen- und Partnerarbeit (PDF)
Anlage 3: Mantelverordnung allgemeinbildende Schulen (PDF)
Anlage 4: Schuldatenschutzverordnung (PDF)
Anlage 5: Rahmenempfehlung Mittlere Reife (XLS)
Anlage 6: Rahmenempfehlung Abitur (XLS)

Diese Unterlagen findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte/scrollen)!

Eltern, die für ihre Kinder eine Notfallbetreuung in Anspruch nehmen müssen, weil sie in systemkritischen Berufen tätig sind und ansonsten keine Betreuung absichern können, müssen dies per Selbsterklärung der Schule mitteilen. Der entsprechende Vordruck (42. Hinweis) steht ab jetzt in unserem Servicebereich für euch zum Download bereit!

Mit der schrittweisen Öffnung der Schulen ab kommenden Montag gibt es eine große Verunsicherung der Kolleginnen und Kollegen hinsichtlich des freiwilligen Einsatzes von Risikogruppen. Das Bildungsministerium hat heute einen dazu eigens vorbereiteten Vordruck wieder zurückgezogen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) reagiert auf die zahlreichen Anfragen hierzu: „Als Gewerkschaft sehen wir den freiwilligen Einsatz von Kolleginnen und Kollegen aus Risikogruppen kritisch. Wir befürchten, dass es hier zu einem hohen Druck bei den Betroffenen kommt und diese sich, trotz berechtigter Sorge um ihre Gesundheit, zum Präsenzdienst melden. Gleichwohl wissen wir auch, dass sich viele Kolleginnen und Kollegen, aus den verschiedensten Gründen dennoch freiwillig zum Dienst in den Schulen melden wollen. Für beide Gruppen muss das Land  besonders sorgen“, erklären die beiden GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm. Die freiwillige Meldung des Landes, die heute zurückgezogen wurde, sah keine Einschränkungen von Tätigkeiten und auch keine Widerrufsmöglichkeit zur Freiwilligkeit vor: „Beides muss aus unserer Sicht jedoch möglich sein, wenn sich jemand freiwillig zum Präsenzdienst meldet“, sagt Maik Walm. „Wir haben deshalb als Gewerkschaft entsprechende Formulare entwickelt, die Lehrkräfte aus Risikogruppen nutzen können und werden sie noch heute über unsere Verteiler an unsere Mitglieder und die Schulen schicken sowie sie auf unserer Website gew-mv.de/corona zur Verfügung stellen“, ergänzt Annett Lindner. Die GEW M-V empfiehlt Angehörigen von Risikogruppen außerdem ausdrücklich, sich zuvor mit dem behandelnden Hausarzt oder Facharzt über einen freiwilligen Einsatz in der Schule zu beraten. Darüber hinaus muss auch gewährleistet sein, dass bei gleichzeitiger Verpflichtung zum Präsenzdienst und zum Distance Learning die vertraglichen Gesamtstunden nicht überschritten werden. Auch hierauf weist der Vordruck der GEW M-V hin. Weiterhin ungeklärt bleibt, welche Folgen beispielsweise eine Langzeiterkrankung oder Berufsunfähigkeit resultierend aus einer im Dienst erworbenen Ansteckung mit SARS-CoV-2 für angestellte Beschäftigte hat. „Dies ist sicherlich für alle Beschäftigten eine wichtige Frage, in besonderem Maße jedoch für Risikogruppen. Mit Anfragen dieser Art sind wir aktuell konfrontiert“, erklärt Maik Walm und äußert ausdrücklich Verständnis für die Sorgen der Lehrkräfte.  Abschließend verweisen Annett Lindner und Maik Walm auf den Grundsatz, dass nach wie vor die Sicherung der Gesundheit von Schüler*innen und Lehrer*innen oberste Priorität haben muss.

Zu unseren Dokumenten zum Download geht es hier entlang! Bitte ladet euch diese Dokumente hier herunter und folgt unseren Hinweisen:

https://www.gew-mv.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wichtig-erklaerung-zur-freiwilligkeit-fuer-lehrkraefte-mit-downloads/

Wiederaufnahme des Schulbetriebs an den beruflichen Schulen

Sehr geehrte Damen und Herren,

die zurückliegenden Wochen der Schulschließung haben von Ihnen viel Engagement und Flexibilität erfordert. Für Ihre besonnene Arbeit und Unterstützung in dieser schwierigen Zeit möchte ich Ihnen sehr herzlich danken. Ich habe sehr viel positives Feedback über den Einsatz des digitalen Lernens im Bereich der beruflichen Schulen erhalten. Dieses Lob möchte ich Ihnen, die dies umgesetzt haben, hiermit gerne weitergeben.

Die konsequente Umsetzung der Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat spürbare Wirkung gezeigt. Die aktuellen Rahmenbedingungen ermöglichen nun eine schrittweise Öffnung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in unserem Land. Dazu zählt auch eine behutsame, schrittweise Wiederaufnahme des Schulbetriebs in einer Präsenzbeschulung.
Bei allem, was wir nun für die schrittweise Öffnung vorbereiten, hat der Infektionsschutz oberste Priorität. Dabei ist es das Ziel, für die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen den Erwerb der schulischen und beruflichen Abschlüsse an den beruflichen Schulen in diesem Schuljahr sicherzustellen. Vorrang vor allen anderen Maßnahmen hat ab der kommenden Woche die bestmögliche Unterstützung der Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen zur Vorbereitung ihrer Prüfungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt dann natürlich auf der Durchführung der Prüfungen bzw. in Bildungsgängen ohne Prüfung auf den Leistungsfeststellungen zum Erwerb des jeweiligen Abschlusses. Alle weiteren Betreuungs- und Unterrichtsentscheidungen sind dann von der Anzahl der tatsächlich zur Verfügung stehenden Lehrkräfte und vorhandener Räumlichkeiten sowie der Vorgaben zum Infektionsschutz abhängig.
Die kommenden Wochen und wohl auch Monate werden weiterhin herausfordernd für den Schulbetrieb sein. Ich möchte Ihnen versichern, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles dafür tun werden, um Sie in dieser Zeit bestmöglich zu unterstützen. Im anliegenden Schreiben übersenden wir Ihnen umfangreiche Hinweise für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs an Ihren Schulen.

Bitte bleiben Sie gesund.
Mit den besten Grüßen
Bettina Martin

Das komplette 41. Hinweisschreiben findet ihr in unserem Servicebereich zum Download (rechte Spalte/scrollen)!

Das Bildungsministerium hat mit Datum von heute das 40. Hinweisschreiben (plus Anhänge) an alle öffentlichen und beruflichen Schulen des Landes geschickt. 
Inhalt dieses Schreibens ist der Umgang mit den Abschlussprüfungen für Gesundheitsfachberufe. Diese Schreiben sind sehr umfangreich. Deshalb verzichten wir an dieser Stelle auf eine auszugsweise Veröffentlichung und bitten euch, diese Schreiben aus unserem Servicebereich herunterzuladen und sorgfältig zu lesen! Zu unserem Servicebereich gelangt ihr am Desktop in der rechten Spalte und auf dem Smartphone, indem ihr weiter nach unten scrollt!

Liebe Schülerinnen und Schüler,
nachdem die Schultüren nun für einige Wochen für Sie geschlossen waren, öffnen sie sich nun wieder, jedoch zunächst nur für die Schülerinnen und Schüler, die noch in diesem Jahr ihren Schulabschluss machen.

Das sind ab dem 27.04.2020 Schülerinnen und Schüler:
 der Jahrgangsstufe 10 an Regionalen Schulen und Gesamtschulen, für den prüfungsvorbereitenden Unterricht und die Prüfungen,
 der Jahrgangsstufe 10 am Gymnasium und im gymnasialen Bildungsgang der Gesamtschulen, die die Mittlere Reife anstreben, für den prüfungsvorbereitenden Unterricht und die Prüfungen,
 der Jahrgangsstufe 10 an den überregionalen Förderzentren (ÜFZ), die die Mittlere Reife anstreben, für den prüfungsvorbereitenden Unterricht und die Prüfungen,
 der Jahrgangsstufe 11 an den regulären Gymnasien und den Gesamtschulen, für Konsultationen,
 der Jahrgangsstufe 12 an Abendgymnasien, für Konsultationen,
 der Jahrgangsstufe 12 an den regulären Gymnasien und den Gesamtschulen, für den prüfungsvorbereitenden Unterricht und die Prüfungen,
 der Jahrgangsstufe 13 an Abendgymnasien, für den prüfungsvorbereitenden Unterricht und die Prüfungen, in Abschlussklassen der beruflichen Schulen (höchste Jahrgangsstufe; eine vorherige Jahrgangsstufe, wenn in dieser eine Abschlussprüfung vorgesehen ist; einjährige Bildungsgänge).

Sicherlich haben einige von Ihnen noch Fragen zum Start am kommenden Montag. Mit diesem Schreiben möchte ich Ihnen einige wichtige Hinweise geben.
Auf Grundlage der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hat das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Regeln aufgestellt, die eine behutsame Öffnung der Schule ermöglichen und gleichzeitig den Infektionsschutz für Sie sicherstellen. Ich bin sicher, dass die Lehrkräfte Sie alle ausführlich über diese Regeln informieren werden.


Trotzdem möchte ich Ihnen einige sehr wichtige Regeln nennen und bitte ganz dringend um deren Einhaltung.


1. Bei Atemwegserkrankungen und Fieber bleiben Sie bitte zu Hause und konsultieren möglichst einen Arzt.
2. Waschen Sie sich regelmäßig und sorgfältig mindestens 20 Sekunden lang die Hände mit Seife, besonders vor dem Essen.
3. Halten Sie einen Abstand zu einer anderen Person von möglichst 1,5 Metern ein.
4. Verzichten Sie bitte auf Berührungen, Umarmungen und Händeschütteln.
5. Fassen Sie sich nicht mit den Händen ins Gesicht, berühren Sie insbesondere nicht die Schleimhäute (Mund, Augen, Nase) mit den Händen.
6. Fassen Sie zugängliche Gegenstände wie Türklinken oder Fahrstuhlknöpfe möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern an.
7. Halten Sie die Husten-Niesetikette ein, d. h. husten und niesen Sie in die Armbeuge und drehen sich dabei weg.
8. Führen Sie keine Gespräche, bei denen sich die Köpfe in unmittelbarer Nähe befinden.

Und noch ein wichtiger Hinweis:
Bei der Schülerbeförderung ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend. Dies können Tücher, Schals oder auch selbst erstellte sowie erworbene Masken sein. Fassen Sie bitte nicht in die Innenseite der Mund-Nasen-Bedeckung. Auf verschiedenen Plattformen sind diese Regeln für Sie verständlich und anschaulich nachzulesen, z. B. www.infektionsschutz.de/haendewaschen.html.
Weitere Hinweise und Antworten auf Fragen finden Sie auf der Homepage Ihrer Schule. Alle Schulen wurden aufgefordert, organisatorische Hinweise für den anstehenden Schulbesuch zu veröffentlichen und Sie regelmäßig über die Planungen zu informieren.

Mir ist sehr wichtig, Ihnen, liebe Schülerinnen und Schüler, die sich auf Prüfungen vorbereiten, zu sagen, dass die Schulen hierfür prüfungsvorbereitenden Unterricht und Konsultationen anbieten.
Die Teilnahme daran ist freiwillig. Sollte das Angebot Ihrer Schule von Ihnen nicht wahrgenommen werden, teilen Sie dies Ihrer Schule bitte mit, damit der Unterricht oder die Konsultationen entsprechend geplant werden können.


Liebe Schülerinnen und Schüler, ich wünsche Ihnen einen guten Abschluss des Schuljahres in diesem Jahr bzw. allen Schülerinnen und Schülern in Abschlussklassen ein erfolgreiches Beenden der Schulzeit trotz der herausfordernden Situation, in der wir uns alle befinden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Dr. Birgit Mett
Landesschulrätin

Das komplette 39. Hinweisschreiben findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte/scrollen)!

Konsultations- und Unterstützungsangebote für die zentralen Prüfungen 2020

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

aufgrund der aktuellen Situation werden die Konsultations- und Auswertungsveranstaltungen zu den zentralen Prüfungen des IQ M-V, wie sie für viele Fächer seit langem mit großem Zuspruch durchgeführt werden, in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden können. Üblicherweise wurden in ihnen durch Mitglieder der Aufgabenkommissionen bzw. Fachberater oder Fachberaterinnen vordringlich die Aufgaben und Erwartungshorizonte anhand vorhandener Musterlösungen erläutert; zudem bestand die Möglichkeit, auf kurzem Wege Nachfragen zum Umgang mit auftretenden Zweifelsfällen bei der Korrektur und Bewertung zu stellen.
Natürlich geht es trotz der weiter bestehenden Einschränkungen für unsere Arbeit darum, die Prüfungen so gut wie möglich zu begleiten und Sie bei dieser Arbeit zu unterstützen. Als Ersatz für diese bewährten Konsultations- und Auswertungsformate möchten wir deshalb in diesem Jahr zwei neue Wege für die bisherige Unterstützung wählen.

1) Musterlösungen, Bewertungsbögen
Insbesondere die Musterlösungen haben sich in der Vergangenheit als begehrtes Hilfsmittel zur Korrektur erwiesen, deren Bedeutung in diesem Jahr wegen der Verkürzung des Korrekturzeitraumes noch höher einzuschätzen ist. Wie in den vergangenen Jahren auch werden daher auch in diesem Jahr für die Abiturprüfungen in den Fächern Biologie, Chemie, Englisch, Mathematik (WTR bzw. CAS) und Physik sowie für die Mittlere-Reife-Prüfungen Englisch und Mathematik Musterlösungen entwickelt. Im Fach Deutsch werden für das Abitur Vorlagen für Bewertungsbögen zur Verfügung gestellt, die auf die einzelnen Aufgaben zugeschnitten und als Angebot für die Erleichterung der Korrektur und Bewertung zu verstehen sind. Hinzu kommen Formulierungshilfen für die Notengebung, um die Schülerleistung im jeweiligen Bewertungsbogen konkret abbilden zu können. Für die Mittlere Reife sind die entsprechenden Hilfsmittel bereits Teil der Korrekturhinweise.
Die Musterlösungen sowie Vorlagen für die Bewertungsbögen werden wir am Nachmittag des jeweiligen Prüfungstages im Schulportal unter „Datentausch → MV → Musterloesungen_2020_IQMV“ allen Schulen des Landes zur Verfügung stellen. Beachten Sie bitte, dass es sich hierbei lediglich um ein unverbindliches Ergänzungsangebot ohne Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit handelt. Allein maßgebend für die Korrektur der Arbeiten sind die mit den Prüfungsdokumenten gelieferten Hinweise für die Lehrkraft zur Durchführung, Korrektur und Bewertung.
Ich bitte Sie, diese Materialien den Fachlehrkräften Ihrer Schule in geeigneter Weise unmittelbar und unkompliziert zur Verfügung zu stellen. Eine freie Veröffentlichung – beispielsweise in einem offen zugänglichen Bereich Ihrer Schulhomepage – ist allerdings nicht gestattet.

2) Konsultationsangebote
In den Fächern Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Mathematik und Physik stehen Ihren Lehrkräften die Fachberaterinnen und Fachberater für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik sowie die Fachreferentinnen und Fachreferenten für die Fächer Biologie, Chemie und Physik telefonisch zur Verfügung. Sollten diese aufgrund einer starken Nachfrage nicht erreichbar sein, können Ihre Lehrkräfte die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner gern per E-Mail um einen Rückruf bitten. Die Kontaktdaten und Zuordnungen zu den einzelnen Schulamtsbereichen entnehmen Sie bitte den entsprechenden Anlagen.
Ich hoffe, Ihnen sowie Ihren Kolleginnen und Kollegen mit dieser Lösung die Korrektur der Prüfungen auch in diesem Jahr erleichtern zu können und verbleibe mit freundlichen Grüßen sowie besten Wünschen für Ihre Gesundheit,

Dr. Uwe Dietsche
Anlagen
Unterstützungsangebote für die Abiturprüfungen
Unterstützungsangebote für die Mittlere-Reife-Prüfungen

Dieses 38. Hinweisschreiben sowie die genannten Anlagen stellen wir euch in unserem Servicebereich zum Download zur Verfügung (rechte Spalte/scrollen)!

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) ist froh über die Ankündigung des Landes, Schülerinnen und Schülern, die aus sozio-ökonomisch benachteiligten Haushalten kommen, bei der Ausstattung mit Technik für das digitale Lernen zu unterstützen: "An dieser kurzfristigen Hilfsmaßnahme führt kein Weg vorbei. Langfristig müssen wir dahin kommen, dass sowohl Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte mit den gleichen Voraussetzungen ausgestattet sind", erklären die beiden GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm.

Land sorgt für zusätzliche Finanzierung digitaler Leihgeräte

PM 066-20

Mecklenburg-Vorpommern wird zusätzliche digitale Leihgeräte für benachteiligte Schülerinnen und Schüler anschaffen. Bildungsministerin Bettina Martin sieht darin einen wichtigen Schritt für die Chancengleichheit beim digitalen Lernen. „Wenn wir ab kommendem Montag beginnen, die Schulen behutsam zu öffnen, wird dabei trotzdem das digitale Lernen eine große Rolle spielen. Deshalb ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler – unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern – Zugang zu digitalen Endgeräten und damit zu dieser Form des Lernens haben“, so Martin.

Das Bildungsministerium bringt deshalb gemeinsam mit dem Sozialministerium des Landes ein Sofortprogramm auf den Weg, um auch beim digitalen Lernen für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Das Land stellt für Leihgeräte der Schulen eine Mio. Euro aus dem diese Woche aufgelegten Sozialfonds, der ein Gesamtvolumen von 20. Mio. Euro hat.

Hierzu betont Sozialministerin Stefanie Drese: „Kinder und Jugendliche, deren Eltern nicht die finanziellen Mittel haben, geeignete Laptops oder Tablets anzuschaffen, sind beim Fernunterricht benachteiligt. Genau hier setzen wir an und sorgen mit der Bereitstellung von Mitteln aus dem Sozialfonds für mehr Chancengerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler.“

Gute Nachrichten kommen außerdem von der Bundesregierung. Der Koalitionsausschuss hat in der vergangenen Nacht 500 Mio. Euro für den Unterricht am heimischen Computer zugesichert. „Diese Bundesmittel werden wir ergänzend zu unserem Landesprogramm einsetzen können“, sagte Martin. „Bundessozialminister Hubertus Heil und Finanzminister Olaf Scholz haben damit die richtigen Weichen gestellt. Die Gespräche mit dem Bund werden noch heute durch mein Haus aufgenommen.“

„Wir freuen uns, dass wir damit weitgehende Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern auf den Weg bringen konnten, um Schülerinnen und Schülern aus sozial schwachen Familien einen leichteren Zugang zu digitalen Lernangeboten zu ermöglichen“, sagte Martin. „Nur so werden möglichst viele Kinder für die Zukunft fit gemacht. Es ist ein sozialer Ausgleich für die Familien, die bislang keinen Computer oder ein vergleichbares Endgerät besitzen.“

Die veranschlagten Kosten beinhalten sowohl die Beschaffung der Geräte als auch die Integration in bestehende Architekturen. Durch zentrale Beschaffung können erhebliche Kosten gespart werden, so dass mehr Schülerinnen und Schüler in den Genuss eines Endgerätes kommen können.

Hier geht es zur Pressemeldung des Bildungsministeriums: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/Aktuell/?id=159597&processor=processor.sa.pressemitteilung

Sozialministerium gibt Hygieneempfehlungen zum Start der erweiterten Kita-Notfallbetreuung

Nr.078  | 23.04.2020  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Am Montag startet die erweiterte Notfallbetreuung in den Kitas und Kindertagespflegestellen im Land. Das Sozialministerium hat dazu einen Hygieneleitfaden zum Schutz von Beschäftigten und Kindern im Zusammenhang mit dem Corona-Virus veröffentlicht.

„Wir wollen mit unseren Hygienehinweisen den jeweiligen Hygieneplan der Einrichtungen ergänzen“, betont Sozialministerin Stefanie Drese. Die Erarbeitung der Empfehlungen erfolgte in Absprache mit Expertinnen und Experten für Gesundheitsschutz und Infektionskrankheiten des Landes.

Abhängig von der Größe der Räume sollten idealerweise nicht mehr als fünf Kinder pro Gruppe und Raum betreut werden. Eine Gruppengröße von 10 Kindern darf nicht überschritten werden. Diese Gruppen sollten sich während der Betreuungszeit nicht durchmischen und von möglichst immer denselben pädagogischen Beschäftigten betreut werden.

Neben den Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen sollten auch die Eltern und Kinder nach Betreten der Kindertageseinrichtung sich gründlich die Hände waschen. Eltern (außer Risikopersonen) können bei der Übergabe bzw. beim Abholen ihrer Kinder die Einrichtungen betreten. Allerdings wird empfohlen, die Hol- und Bringesituation möglichst zu entzerren und kurz zu halten. Es soll ein räumlicher Abstand von 1,5 zwischen den Eltern und den Mitarbeitenden der Einrichtungen bzw. zur Tagespflegeperson durch Maßnahmen wie z. B. Markierungen oder Absperrungen in Fluren und Garderoben ermöglicht und sichergestellt werden.

Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften, da dadurch die Innenraumluft ausgetauscht wird. In Schlafräumen sollten die Abstände zwischen den Betten vergrößert werden und auf eine ausreichende Belüftung vor und nach der Nutzung geachtet werden. Mindestabstand der Schlafplätze 1,5 m.

„Wir empfehlen zudem, die Kinder möglichst häufig und lange im Außenbereich der Kindertageseinrichtung zu betreuen“, so Drese. Versetzte Spielzeiten könnten vermeiden, dass zu viele Kinder zeitgleich das Außengelände nutzen. Aufsichtspflichten müssten im Hinblick auf die veränderte Situation angepasst werden.

Für den Fall, dass ein Infektionsfall bekannt oder anzunehmen ist, ist unverzüglich das örtlich zuständige Gesundheitsamt oder außerhalb der Dienstzeiten die entsprechende Leitstelle zu benachrichtigen. Die Leitstellen sind rund um die Uhr erreichbar und leiten die Meldungen an das zuständige Gesundheitsamt weiter.

Die Pressemitteilung des Sozialministeriums findet ihr hier: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Service/Presse?id=159591&processor=processor.sa.pressemitteilung&sa.pressemitteilung.sperrfrist=alle

Der Hygieneplan für Kitas befindet sich in unserem Servicebereich zum Download (rechte Spalte/scrollen)!

GEW M-V zur Versetzung: Wir brauchen einen gesellschaftlichen Dialog 

Die Entscheidung des Bildungsministeriums, Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr grundsätzlich zu versetzen und dabei Ausnahmen in enger Absprache zwischen Eltern und Lehrkräften zuzulassen, ist richtig.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) stellt sich damit hinter das Vorgehen von Bildungsministerin Bettina Martin in dieser Situation. „Zur Ehrlichkeit gehört dazu: Viele der Entscheidungen, die heute ad hoc getroffen werden müssen, bräuchten wir nicht, wenn das Land bei der Einführung der Inklusion den Empfehlungen zahlreicher Bildungsforscher - und auch der GEW M-V - gefolgt wäre. Individuelle Lernpläne, strukturiertes Lernen statt Bulimie-Pauken, differenzierte Leistungsbewertung und gemeinsames Lernen ohne Versetzungsangst, das alles sind Bestandteile einer gut umgesetzten Inklusion oder kurz: einer guten demokratischen Schule! “, erklären die GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm. Und sie ergänzen: „Wir brauchen einen gesellschaftlichen Dialog, der uns alle einbindet, darüber wie Bildung unter den geänderten Bedingungen – auch nach den Ferien - funktionieren kann.“

Beide sind nicht nur als Gewerkschaftsvorsitzende mit der Thematik vertraut. Annett Lindner kommt als Lehrerin aus dem Bereich der Sonderpädagogik. Maik Walm ist Erziehungswissenschaftler und kann auf verschiedene Veröffentlichungen zur inklusiven Bildung verweisen. Über diese weiteren Inhalte, wie etwa die Umsetzung der digitalen Bildung, muss nun zeitnah gesprochen werden, finden die beiden Bildungsexperten.
 „Aus heutiger Sicht wissen wir nicht, wie lange wir die Schülerinnen und Schüler noch in diesen Krisenmodus unterrichten müssen. Deshalb ist es jetzt unerlässlich, dass wir uns neben der reinen Krisenbewältigung auch mit der Frage, wie unser Schulsystem zukünftig eine gute Schule für alle Kinder auf der Höhe der Zeit bereitstellen kann, auseinandersetzen“, sagt Maik Walm. So schlägt die GEW vor, die jährliche Sommerakademie des Bildungsministeriums auf Fragen der individuellen und digitalen Lernbegleitung auszurichten.

Studierende in Notlage: Bund ist gefordert, Land gewährt kurzfristig Notfallunterstützung

PM 065-20

Wissenschaftsministerin Bettina Martin fordert von der Bundesregierung eine schnelle und unbürokratische Hilfe für in Notlage geratene Studierende. „Ich erwarte von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, dass sie sich im heutigen Koalitionsausschuss für die Studierenden einsetzt und den Weg frei macht für eine schnelle und unbürokratische Lösung im Rahmen des BAföG. Wir wissen aus den Hochschulen, dass es Studierende gibt, die sich wegen der Corona-Krise teilweise in einer gravierenden finanziellen Notlage befinden. An den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern sind Studierende inzwischen teilweise auf private Lebensmittelspenden angewiesen. Das ist nicht hinnehmbar, hier kann nicht weiter tatenlos zugesehen werden. Wir haben deshalb in Absprache mit den Rektorinnen und Rektoren entschieden, dass wir für diese krassen Notfälle in MV eine schnelle erste Notunterstützung auf den Weg bringen“, sagte Martin. Diese Notfallunterstützung des Landes könne jedoch nur eine kurzfristige Überbrückung sein, so lange, bis der Bund endlich seine Zuständigkeit wahrnimmt und den Studierenden im Rahmen des BAföG aus ihrer Notlage hilft.

Unter den Wissenschaftsministerinnen und -ministern der Länder besteht Einigkeit über die Forderung nach einer Lösung im Rahmen des BAföG. Sie haben sich dazu im Rahmen der KMK an die Bundesforschungsministerin gewandt und gemeinsam eine kurzfristige finanzielle Unterstützung im Rahmen des BAföG – zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als Darlehen – gefordert. Eine reine Darlehenslösung über dritte Anbieter, wie von Frau Karliczek gewollt, sei für die betroffenen Studierenden keine adäquate Lösung, hieß es in dem Schreiben.

„Viele Studierende bekommen während ihres Studiums kein BAföG. Sie sind in den meisten Fällen darauf angewiesen, neben dem Studium zu jobben“, sagte Martin. „Da diese Jobs in den jetzigen Krisenzeiten weggebrochen sind, stehen viele vor dem finanziellen Nichts. Hier geht es auch um den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Deutschland. Deshalb ist die Blockadehaltung der Bundesministerin nicht nachzuvollziehen und gefährdet den Standort.“

Mecklenburg-Vorpommern hilft Studierenden kurzfristig, die in finanzielle Not geraten sind, mit einer ersten Überbrückung. Eine durch die Corona-Krise in vielfältiger Weise betroffene Gruppe sind beispielsweise die internationalen Studierenden, die keinerlei Anspruch auf andere Hilfe haben und von denen ein hoher Anteil das Studium über Nebenjobs finanziert, die derzeit weggebrochen sind. 175.000 Euro werden deshalb in einem ersten Schritt aus der so genannten Wohnsitzprämie für die Hochschulen zur direkten Abfederung finanzieller Härtefälle unter den internationalen Studierenden verwendet. Weitere 125.000 Euro sind in Aussicht.

„300.000 Euro können eine erste Überbrückung der dringendsten Not sein“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin am Mittwoch. „Für eine ausreichende Hilfe ist aber dringend die Hilfe des Bundes notwendig, der über das BAföG für die finanzielle Situation Studierender zuständig ist. Die Mittel dafür stehen zur Verfügung, denn die BAföG-Mittel sind im vergangenen Jahr nicht vollständig abgeflossen“, so Martin.

Zur Pressemeldung des Bildungsministeriums geht es hier entlang: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/Presse/Aktuelle-Pressemitteilungen?id=159554&processor=processor.sa.pressemitteilung&sa.pressemitteilung.sperrfrist=alle

Bund ändert BuT-Vorschriften bei Mittagsverpflegung für bedürftige Kinder

Nr.077  | 21.04.2020  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

„Das ist eine gute Nachricht für viele Familien mit geringem Einkommen, die durch die Corona-Krise vor besondere finanzielle Herausforderungen gestellt sind.“ Mit diesen Worten kommentiert Sozialministerin Stefanie Drese die Ankündigung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) die Regelungen für die Mittagsversorgung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) des Bundes zeitlich befristet zu ändern.

Drese hatte sich vor einigen Tagen an Bundessozialminister Hubertus Heil mit dem Anliegen gewandt, die starren Regelungen des BuT zum Angebot des Mittagessens in Kitas und Schulen infolge der Corona-Pandemie zeitlich befristet anzupassen.

„Mein Ansinnen ist es, dass die Aufwendungen von bedürftigen Kindern und Jugendlichen, die bis zur Schließung ihrer Kindertagesstätte, Kindertagespflege oder Schule Mittagessen erhalten haben weiter übernommen werden können, auch wenn die Mittagsverpflegung nicht im Sinne der gesetzlichen Vorschriften gemeinschaftlich erfolgt“, verdeutlichte Drese. „Ich freue mich nun über die familienfreundliche Entscheidung des Bundessozialministers, die Fördervoraussetzungen weit auszulegen und das Schulmittagessen vorübergehend dezentral anbieten zu können.“

Das Sozialministerium hat umgehend die Landkreise und kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern als BuT-Leistungserbringer über diese veränderten Regelungen informiert. Drese: „Wenn beispielsweise das Schulmittagessen aufgrund von Schließungen nicht in der Schulmensa abgegeben werden kann, ist zunächst befristet bis zum 30. Juni 2020 eine Anlieferung zu den betroffenen Familien möglich. Ich empfehle, dabei die bestehenden Anbieterstrukturen und Lieferverträge zu nutzen, um den Umstellungsaufwand gering zu halten.“

Zu den Pressemeldungen des Sozialministeriums geht es hier entlang: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Aktuell/?id=159525&processor=processor.sa.pressemitteilung

GEW M-V fordert: Schutzschirm für Studierende!

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) bekräftigt ihre Unterstützung für die Forderungen der Studierendenvertretungen des Landes nach Soforthilfen für Studierende.

"Studierende gehören, ebenso wie andere wirtschaftlich Notleidende, unter den Schutzschirm der Bundesregierung", sagt der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm.  Laut einer Erhebung der Allgemeinen Studierendenausschüsse des Landes sind über 57 Prozent der Studierenden von Nebenjobs abhängig, die zurzeit wegbrechen. Die von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek vorgeschlagene Unterstützung durch Darlehen würde ihnen keine wirksame Hilfe bedeuten. Im Gegenteil würde sie die Studierenden zusätzlich belasten, denn Darlehen müssen zurückgezahlt werden. Allein aus diesem Grund müssten Studierende aus weniger begüterten Elternhäusern vermutlich auf Darlehen verzichten. Das vermindert ihre Studierchancen noch weiter. Die noch stärker betroffenen internationalen Studierenden müssten unsere Hochschulen womöglich verlassen. Ein privater Unterstützungsfonds, wie er an der Hochschule für Musik und Theater Rostock geschaffen worden ist, oder die Initiative im Studierendenwerkes in Rostock mit einem Soforthilfefonds können nur eine behelfsmäßige Lösung sein.  Die Bildungsgewerkschaft ersucht daher die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes, Bettina Martin, sich im Bund für Zuschüsse statt Darlehen einzusetzen. 

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Corona-Pandemie stellt Sie, die Lehrkräfte und auch die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern vor besondere Herausforderungen. Unser gemeinsames Anliegen ist es, die Schülerinnen und Schüler auch unter den gegebenen Bedingungen intensiv zu fördern. Im Unterschied zum Lernen in der Schule bestehen beim häuslichen Lernen für die Schülerinnen und Schüler jedoch keine vergleichbaren räumlichen, materiellen und zeitlichen Bedingungen. Daher werden im Sinne der Chancengleichheit diese so von den Schülerinnen und Schülern erbrachten Leistungen in der Regel nicht bewertet.
Auch wenn Sie in den kommenden Wochen des Schuljahres allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit einräumen, ihre Noten zu verbessern, wird die Leistungsbewertung für dieses Schuljahr nur eingeschränkt möglich sein. Vor diesem Hintergrund ist es uns wichtig, dass Schülerinnen und Schüler angesichts dieser besonderen Gesamtsituation in diesem Schuljahr grundsätzlich versetzt werden.
Besonders für die Schülerinnen und Schüler, denen gemäß § 64 Absatz 1 Ziffer 1 Schulgesetz M-V auf Grundlage ihrer bisherigen Noten in diesem Schuljahr keine Versetzung ausgesprochen werden könnte, eröffnen die gegebenen Bedingungen nicht in vollem Umfang die Möglichkeit, ihre Leistungen in diesem Schuljahr noch ausgleichen zu können.

Schülerinnen und Schüler, deren Versetzung schon vor der Corona-Krise gefährdet war und deren Leistungsstand eine erfolgreiche Mitarbeit in der nächsthöheren Jahrgangsstufe in Frage stellt, können das Schuljahr freiwillig wiederholen. Wir bitten Sie, in diesen Fällen verbindliche Beratungsgespräche mit den Erziehungsberechtigten durchzuführen. In diesen Gesprächen soll gemeinsam erörtert werden, was der beste Weg für die Schülerin oder den Schüler ist, und auf die Möglichkeit des freiwilligen Wiederholens hingewiesen werden.
Wir danken Ihnen, dass Sie dieses Vorgehen im Sinne der Fairness gegenüber unseren Schülerinnen und Schülern mittragen.

Mit freundlichen Grüßen

Das 37. Hinweisschreiben und den dazugehörigen Elternbrief findet ihr in unserem Servicebereich zum Download (rechte Spalte/scrollen).

Das Land hat heute den "Hygieneplan Corona für Schulen" veröffentlicht. Aus Sicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) bleiben einige Fragen offen, bewerten die beiden GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm die Vorlage:

"Unklar bleibt, wie in Schulen, die bauliche Mängel im sanitären Bereich haben, schnell für Abhilfe gesorgt werden soll. Auch reicht es nicht aus, den Hygieneplan dem Gesundheitsamt vorzulegen. Es braucht aus unserer Sicht eine Unterstützung, Kontrolle und Freigabe durch das zuständige Gesundheitsamt" sagt Annett Lindner. Hier räche sich aus Sicht der Gewerkschaft auch, dass sich das Land und die Schulträger bisher nicht zu denen, im Rahmen der Inklusion, schon längst geforderten einheitlichen baulichen Standards durchringen konnte. Außerdem fehlen Angaben dazu, wie mit Verunreinigungen bspw. der Toiletten im Tagesverlauf umzugehen ist. 

Maik Walm sieht Probleme in der Freiwilligkeit bei der Beschäftigung für Lehrkräfte, die über 60 Jahre alt oder schwanger sind: "Der Druck auf die Kolleginnen und Kollegen ist hoch. Wir wollen nicht, dass sich Lehrkräfte trotz des Ansteckungsrisikos genötigt fühlen, in die Schulen zu gehen." Auch fehlen Regelungen zur gemeinsamen Einnahme des Essens. „Wir gehen davon aus, dass das Bildungsministerium noch Aussagen zur Mittagsversorgung trifft und die Absicherung aller Schülerinnen und Schüler mit den erwähnten Masken während der Pausen im Innenbereich sicher stellt.“ Mit Blick auf den Personalbedarf ist abschließend problematisch, dass die Schule die Einhaltung der Abstandsregelungen auch an den Bushaltestellen für den Schülerverkehr und öffentlichen Haltestellen kontrollieren solle. 
 

  • 35. Hinweis – Die Allgemeinverfügung regelt den Besuch von Einrichtungen der Kindertagespflege, Kindertagesstätten und Schulen zur Eindämmung der Atemwegserkrankung Covid-19/Übertragung von SARS-CoV-2. Es geht um das Besuchsverbot, um die Notfallbetreuung, die Definition der systemkritischen Gruppen und weitere Aussagen.

    Die Allgemeinverfügung ist sehr umfangreich. Wir verzichten deshalb an dieser Stelle auf eine Textübernahme und stellen euch das Dokument zur Verfügung.

  • 36. Hinweis – Der Hygieneplan für die Schulen (plus Anlagen) regelt die Umstände, unter denen in den kommenden Wochen Unterricht an den Schulen umgesetzt werden muss. Es geht um Gruppengrößen, Abstandsregeln, Einrichtung der sanitären Anlage etc. 

    Erlass eines Hygieneplans Corona für die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

    Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

    in der aktuellen Situation ist die Einhaltung von Hygienevorschriften vor dem Hintergrund der Entwicklung der Infektionsfälle im Rahmen der Corona-Pandemie von besonderer Bedeutung. Alle Schulen verfügen nach § 36 i. V. m. § 33 Infektionsschutzgesetz über einen eigenen, auf die speziellen Gegebenheiten angepassten schulischen Hygieneplan, in dem die wichtigsten Eckpunkte nach dem Infektionsschutzgesetz geregelt sind. Der beigefügte „Hygieneplan Corona“ dient als Ergänzung der einzelnen schulischen Hygienepläne. Die Ergänzung erkläre ich für alle Schulen für verbindlich und ist ab dem 20.04.2020 bis auf Widerruf anzuwenden.

    Der Hygieneplan ist sehr umfangreich. Wir verzichten deshalb an dieser Stelle auf eine Textübernahme und stellen euch dieses Dokument ebenfalls als PDF zur Verfügung!


Die drei Dokumente findet ihr in unserem Servicebereich (rechte Spalte bzw scrollen)!

Stornierung von Schulfahrten an öffentlichen Schulen

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

bezugnehmend auf das 18. Hinweisschreiben vom 24.03.2020 zur Stornierung von Schulfahrten lege ich fest, dass alle Schulfahrten, die bis einschließlich zum 31.07.2020 anzutreten gewesen wären, abzusagen sind. Die übrigen Regelungen bleiben unberührt.

Mit freundlichen Grüßen

Steffen Freiberg

Das 34. Hinweisschreiben findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte bzw. scrollen). 

Kita-Notfallbetreuung wird ab 27. April erweitert

Nr.073  | 17.04.2020  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Die Landesregierung hat sich mit den Landkreisen und kreisfreien Städten auf die Fortsetzung und schrittweise Ausdehnung der Notfallbetreuung in Einrichtungen der Kindertagesförderung und der Kindertagespflege verständigt. Dies erfolgt unter Einhaltung von Hygieneerfordernissen und durch die Aufrechterhaltung von kleinen Gruppengrößen.

„Die bisherige Kindernotbetreuung wird bis zum 26. April fortgesetzt. Ab dem 27. April wird die Notbetreuung auf weitere systemrelevante Berufs- und Bedarfsgruppen erweitert“, verdeutlichte Sozialministerin Stefanie Drese heute in Schwerin. „Wir öffnen die Kitas gezielt und mit Augenmaß. Der Infektionsschutz aller Beschäftigten in der Kindertagesförderung hat weiterhin oberste Priorität“, so Drese.

Über die bereits in der Praxis akzeptierten systemrelevanten Berufsgruppen hinaus gilt die Möglichkeit der Notfallbetreuung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • der ambulanten Pflegedienste
  • der veterinärmedizinischen Notfallversorgung,
  • der Krankenkassen,
  • notwendige Hilfe- und Schutzangebote der Kinder- und Jugendhilfe
  • Schwangerschaftskonfliktberatung
  • Beratungsstellen Frauen- und Kinderschutz
  • der sozialen Kriseninterventionseinrichtungen
  • des Finanz- und Versicherungswesens
  • des Flug- und Schiffsverkehrs
  • der Kindertageseinrichtungen
  • Post- und Paketzustelldienste
  • Regierungen und Parlamente
  • Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen
  • im Bereich der Informationstechnik und Telekommunikation (Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze und der Kommunikationsinfrastruktur)
  • der Straßenmeistereien und Straßenbetriebe
  • der Reinigungsdienste für die kritische Infrastruktur

sowie für Lehrkräfte an Schulen, Hebammen, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte und Kindertagespflegepersonen, soweit sie für das Funktionieren der kritischen Infrastruktur zwingend notwendig sind (Unabkömmlichkeit).

„Wir haben uns bei der Erweiterung der systemrelevanten Berufsgruppen an das Gesetz des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen gehalten“, verdeutlichte Drese.

Darüber hinaus können Kinder die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege besuchen, bei denen mindestens ein Elternteil in einer systemrelevanten Berufsgruppe tätig ist und eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann. „Wir wenden damit die Ein-Elternteil-Regelung an. Voraussetzung dafür ist die Erklärung des jeweiligen Arbeitgebers, dass der Elternteil in einer kritischen Infrastruktur tätig ist und die Präsenz des Elternteils am Arbeitsplatz zwingend notwendig ist“, so Drese.

Verstärkt werden auch Kinder aus Gründen des Kinderschutzes sowie aus stationären und teilstationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aufgenommen.

Drese: „Es bleibt zudem dabei, dass in besonderen Härtefällen die Jugendämter Ausnahmen etwa bei berufstätigen Alleinerziehenden zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bewilligen können.“

zur kompletten Meldung geht es hier entlang: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Service/Presse?id=159394&processor=processor.sa.pressemitteilung&sa.pressemitteilung.sperrfrist=alle

Prüfungsvorbereitung für die Mittlere Reife und das Abitur

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist der erklärte Wille der Landesregierung, dass die gegenwärtige durch die Pandemie erzwungene Ausnahmesituation den von der Schließung des Schulbetriebs betroffenen Schülerinnen und Schülern nicht zum Nachteil gereichen darf. In Konsequenz müssen Maßnahmen ergriffen bzw. Regelungen gefunden werden, die das Lernen auch unter diesen besonderen Umständen ermöglichen. In besonderem Maße wichtig ist dies für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die sich in den kommenden Wochen ihren Abschlussprüfungen unterziehen werden. Die von den Fachreferentinnen und -referenten des IQ M-V im Auftrag der Hausleitung entwickelten zentralen Hinweise für die Prüfungsvorbereitung sollen Sie, sehr geehrte Lehrkräfte, dabei unterstützen, Ihre Prüflinge bestmöglich und punktgenau vorzubereiten.

Im Interesse einer optimalen Vorbereitung auf die schriftlichen Abschlussprüfungen sind den Schulen darüber hinaus die Altprüfungsaufgaben der Jahrgänge 2018 und 2019 in elektronischer Form zur Verfügung gestellt worden. Diese sollen den Schülerinnen und Schülern zu Übungszwecken ausgehändigt werden mit dem Ziel, die individuell sehr verschiedenen Leistungsstände zu analysieren und gemeinsam Wiederholungsschwerpunkte festzulegen. Die konkret gewählte Form des Unterrichts richtet sich dabei selbstverständlich nach Ihrem eigenen pädagogischen Ermessen. In der beruflichen Bildung wurden die drei Wochen der Schulschließung bereits intensiv zur Prüfungsvorbereitung in Anlehnung an die Vorabhinweise sowie im Zusammenhang mit den zur Verfügung gestellten Prüfungsaufgaben genutzt. Daher wird von darüber hinausgehenden verbindlichen Hinweisen abgesehen.

Ich bedanke mich bei Ihnen ausdrücklich für Ihr Engagement und wünsche Ihnen und vor allem Ihren Schülerinnen und Schülern maximalen Erfolg bei den anstehenden Herausforderungen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag gez. Dr. Uwe Viole

Diesen 33. Hinweis sowie den Anhang (Anlage Prüfungsvorbereitung) findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte bzw. scrollen).

Kabinettsbeschluss zur Schulöffnung vom 16.04.2020

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,
sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer,
sehr geehrte an Schule tätige Kolleginnen und Kollegen,

lassen Sie mich heute beginnen, womit sonst oft das Ende gefunden wird: mit meinem Dank an jede und jeden Einzelnen von Ihnen. Die hinter uns liegenden genau fünf Wochen waren für uns alle: undenkbar, unplanbar, unfassbar. Anstrengend, herausfordernd, neuartig. Sie haben es geschafft, dass wir gemeinsam diese fünf Wochen gut gemeistert haben und klargeworden ist, wie wichtig die gesellschaftliche Funktion von Schule ist, wie fordernd und komplex Ihr Beruf.

Gestern am späten Nachmittag hat das Landeskabinett die ersten Schritte beschlossen, um aus der wirtschaftlichen, kulturellen und persönlichen Isolation Schritt für Schritt den Weg in einen neuen Alltag zu finden. Dieser Weg wird, abhängig von der zukünftigen Entwicklung des Infektionsgeschehens in unserem Bundesland, schneller oder langsamer beschritten werden können. In jedem Fall aber haben wir noch unausweichlich eine lange Strecke vor uns bis entsprechende Medikamente und/oder Impfungen vorliegen werden.

Für die Öffnung der Schulen sind folgende erste Schritt vorgesehen:

1. Der schulische Betrieb erfolgt unter Einhaltung der Abstandsregeln, der Hygienevorschriften. Für Risikogruppen unter Lehrkräften und dem weiteren pädagogischen Personal sowie den Schülerinnen und Schülern, die selbst Teil der Risikogruppe sind bzw. in einem Haushalt mit zur Risikogruppe gehörenden Personen leben, werden Erleichterungen bis hin zu Befreiungen im „Hygienerahmenplan Corona für Schulen“ vorgesehen.

2. Die Notbetreuung an den Schulen bleibt in der kommenden Woche (17. Kalenderwoche) unverändert. Ab dem 27. April wird die Notbetreuung in Schulen, Einrichtungen der Kindertagesförderung und der Kindertagespflege auf weitere systemrelevante Berufs- und Bedarfsgruppen erweitert. Weitere Informationen hierzu gehen Ihnen als gesondertes Hinweisschreiben in der kommenden Woche zu.

3. Klassen und Lerngruppen werden geteilt, die Stundentafel wird reduziert. Weitere Informationen hierzu gehen Ihnen als gesondertes Hinweisschreiben in der kommenden Woche zu.

4. Die allgemein bildenden Schulen werden zunächst für die Prüfungsvorbereitung und die Durchführung der Prüfungen für die Abschlussklassen mit zentralen Prüfungen, also Mittlere Reife und Abitur, geöffnet. Dafür wird ab der kommenden Woche ermöglicht, dass alle an Schule beschäftigten Personen in Absprache mit oder nach Anordnung durch die Schulleitung die Schulgebäude und schulischen Anlagen wieder betreten können. Ab dem 27. April werden für folgende Jahrgangsstufen prüfungsvorbereitender Unterricht bzw. Konsultationen angeboten:

• Klasse 10 an Regionalen Schulen und Gesamtschulen,
• Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 am Gymnasium, die die Mittlere Reife anstreben,
• Klasse 12 an den regulären Gymnasien und den Gesamtschulen,
• Klasse 13 an Abendgymnasien.

Gleiches gilt für die beruflichen Schulen für Prüfungen und den Unterricht für Abschlussklassen und für alle 10. Jahrgangsstufen der Mittleren Reife an den überregionalen Förderzentren (ÜFZ). Für die Jahrgangsstufe 11 an regulären Gymnasien und Gesamtschulen sowie Klasse 12 an Abendgymnasien werden Konsultationen ermöglicht.

5. Ab dem 4. Mai sollen Klassen und qualifikationsrelevante Jahrgänge der allgemein bildenden Schulen, die im nächsten Schuljahr ihre Prüfungen ablegen, ebenfalls Unterricht in der Schule erhalten:

Klasse 9 Regionale Schulen, Gesamtschulen, Förderschule Lernen und ÜFZ;
Klasse 11 reguläres Gymnasium und Gesamtschule;
Klasse 12 Abendgymnasium.

In der Jahrgangsstufe 11 (12 an Abendgymnasien), deren Noten Teil der Abiturgesamtnote sind, wechseln sich Präsenz- und digitaler Unterricht ab.

6. Die 4. Jahrgangsstufe der Grundschule soll wieder ein Angebot in der Schule erhalten. Dabei werden die Gruppen geteilt, die Stundentafel reduziert und gegebenenfalls an einigen Wochentagen flexible Lernangebote oder auch Konsultationen ermöglicht. Gleiches gilt für alle 4. Jahrgangsstufen an Förderschulen, die nach dem Grundschulrahmenplan unterrichtet werden.

7. Die Kanzlerin und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten haben der Kultusministerkonferenz den Auftrag erteilt, für die weiteren Schritte der Öffnung bis Ende April einen Rahmen zu erarbeiten. Darüber berät dann die Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder vor dem Hintergrund der Entwicklung der Infektionszahlen.

Bei all dem hat der Infektions- und Gesundheitsschutz oberste Priorität. Ich habe mit den führenden Expertinnen und Experten für Gesundheitsschutz und Infektionskrankheiten in Mecklenburg-Vorpommern beraten, welche Bedingungen notwendig sind, um die Schulen schrittweise wieder zu öffnen. Und das heißt: soweit es Gesundheits- und Infektionsschutz eben nach Einschätzung aller Informationen und Abschätzung aller Optionen zulassen. Dabei sind zum Teil auch für mich überraschende, aber überaus deutliche und unmissverständliche Erklärungen abgegeben worden: Händedesinfektion ist in Schulen nicht geboten, auch nicht in der aktuellen Situation. Die Gefahren würden den Nutzen bei weitem überwiegen. Welche Maßnahmen tatsächlich zu ergreifen sind und was wirksam schützt, haben wir in einem „Hygieneplan Corona für die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern“ niedergelegt. Wir stimmen diesen Plan schnellstmöglich mit den Schulträgern ab und werden ihn als Ergänzung zu den Ihnen ohnehin bekannten Plänen gemäß § 36 des Infektionsschutzgesetzes veröffentlichen. Er ist so gefasst, dass er für alle Schulen unmittelbar wirksam werden kann.

Meine Damen und Herren, Schule wird in den kommenden Wochen und Monaten nicht so sein und auch nicht so sein können, wie Sie und ich Schule bisher kannten. Und trotzdem ist die schrittweise Öffnung der Schulen gut und notwendig, um die Gesellschaft als Ganzes wieder ein Stück mehr zu öffnen. Ohne Schule, ohne Sie als Lehrkräfte, geht es eben nun einmal nicht.

Ich bin mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ministerium und den Schulämtern mit Blick auf die Leistungen der vergangenen Wochen zuversichtlich, dass wir gemeinsam auch die nächste Etappe bis zum Sommer bestehen. Ich danke Ihnen für Ihr Engagement, für Ihr Wirken insgesamt und wünsche Ihnen für die kommenden Wochen alles Gute, vor allem natürlich gute Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen Ihre
Bettina Martin

Das komplette Hinweisschreiben findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte bzw. Scrollen).

MV-Plan für Bildung: Beteiligte in Entscheidungsprozesse einbinden

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) nimmt zu den Entscheidungen der Landesregierung in der Corona-Krise Stellung. Dazu erklären die GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm: „Wir begrüßen die schrittweise und bedachte Öffnung der Bildungseinrichtungen und die dafür geplante Vorbereitungszeit. Der bisherige Umgang mit der Corona-Pandemie war geprägt von Entscheidungen, die schnell getroffen werden mussten - auch auf die Gefahr, dass sie im Anschluss zu korrigieren sind. Oft war zu wenig Zeit, um schon im Vorfeld alle Beteiligten einbeziehen zu können. Dafür wurde auf Hinweise und Vorschläge meist zeitnah reagiert und eine gute Kommunikation aufgebaut. Diese gilt es nun für die nächste Phase zu nutzen. Alle Beteiligten müssen in die kommenden Entscheidungsprozesse eingebunden werden.“ Für die verschiedenen Bildungsbereiche sieht die GEW M-V aktuell folgende Schwerpunkte: 

Für die Kitas:


„Die GEW M-V begrüßt ausdrücklich die Ausweitung der Notfallbetreuung. Gleichzeitig wissen wir um die berechtigten Sorgen unserer Kolleginnen und Kollegen. Schnellstmöglich brauchen wir für den Kitabereich einheitliche Vorgaben zu Gruppen- und Raumgrößen. Der Umgang mit Risikogruppen im Personal muss eindeutig geklärt werden. Bei der Ausstattung mit Schutzausrüstung gehören Kindertagesstätten zu den systemkritischen Bereichen. Sie müssen bei der zentralen Verteilung berücksichtigt werden. Auch hier sind Übergänge wertvoll. Für Kinder aus den Vorschulbereichen müssen Möglichkeiten des Abschieds aus ihrer Einrichtung geschaffen werden“, erklären die GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm.

 

Für die Schulen: 

„Wenn am 27. April die Schulen für die Abschlussjahrgänge zur Mittleren Reife, dem Abitur und der Beruflichen Schule öffnen, muss klar sein, wie die Schülerinnen und Schüler aber auch die Lehrkräfte wirksam vor einer Infektion mit SARS-Cov-2 geschützt werden können“, machen die GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm deutlich. „Wir erwarten hierzu eindeutige und landesweit einheitliche Vorgaben der Gesundheitsbehörden und des Bildungsministeriums zu Raum- und Kurs- bzw. Klassengrößen sowie zur Hygiene. Die Schulträger müssen sicherstellen, dass diese Vorgaben eingehalten werden können. Dafür notwendige Mittel oder Ersatzräumlichkeiten sind bereit zu stellen. Für die stufenweise Öffnung nach dem 3. Mai brauchen wir einen klaren und verlässlichen Kurs für die verbleibenden sechs Schulwochen. Das gilt zunächst vor allem aus pädagogischer Sicht. Es muss sichergestellt sein, dass alle Schülerinnen und Schüler an allen Schulen des Landes sowohl in der Präsenz als auch beim Distance Learning die gleichen Lernmöglichkeiten erhalten und kein Flickenteppich in der Umsetzung entsteht. Die kommenden Wochen bis Anfang Mai müssen dafür genutzt werden, diesen Kurs gemeinsam miteinander abzustimmen. Alle Beteiligten, die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und die Lehrkräfte sollen sich auf den weiteren Verlauf bis zu den Sommerferien einstellen können. Von zentraler und noch zu klärender Bedeutung ist die Frage, wer von den Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern zur Risikogruppe in Bezug auf Covid-19 gehört und wie lernen und arbeiten dann bis zum Ende des Schuljahres möglich wird. Dafür sind verbindliche und rechtssichere Richtlinien notwendig.“

Für die Hochschulen:

„Am 20. April startet das Hochschulsemester. Nach wie vor brauchen wir eine rechtssichere Regelung für alle Hochschulen im Land, die mögliche Nachteile für Studierende beim BaföG und bei nicht abgelegten Prüfungen bzw. besuchten Lehrveranstaltungen im Studienverlauf  verhindert. Auch die existenzielle finanzielle Unterstützung von Studierenden muss zeitnah sichergestellt werden. Den Plan der Bundesbildungsministerin, zurückzuzahlende Darlehen auszureichen, ist der falsche Weg“, erklären die beiden GEW-Landesvorsitzenden zur Situation der Studierenden. Die GEW M-V stützt damit erneut die bisherigen Forderungen der Studierendenvertretungen.

Die Landesregierung hat den MV-Plan soeben veröffentlicht. Den kompletten Plan und seine Anlagen findet ihr hier: https://www.regierung-mv.de/Aktuell/?id=159374&processor=processor.sa.pressemitteilung und in unserem Servicebereich (rechte Spalte bzw. scrollen)

Außerdem stellen wir euch hier Auszüge zur Verfügung:

Phase 1.1.: Öffnung ab 20.04.2020

2. Der Lehr- und Forschungsbetrieb wird in digitaler Form an den Fachhochschulen fortgesetzt bzw. beginnt an den Universitäten und der Hochschule für Musik und Theater. Neben der Abnahme von Prüfungen können auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume erfordern, unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, wiederaufgenommen werden.

 

Phase 1.2. Öffnung ab 27.04.2020

1. Schulen

Geöffnet werden die allgemein bildenden Schulen für die Prüfungsvorbereitung und die Durchführung der Prüfungen für die Abschlussklassen mit zentralen Prüfungen (Mittlere Reife und Abitur): 

  • Klasse 10 an Regionalen Schulen und Gesamtschulen,
  • Schüler der Klasse 10 am Gymnasium, die die Mittlere Reife anstreben,
  • Klasse 12 an den regulären Gymnasien und den Gesamtschulen,
  • Klasse 13 an Abendgymnasien,      
  • sowie die beruflichen Schulen für Prüfungen und den Unterricht für Abschlussklassen. Für die Klassenstufe 11 an regulären Gymnasien und Gesamtschulen sowie Klasse 12 an Abendgymnasien werden Konsultationen ermöglicht. Der schulische Betrieb erfolgt unter Einhaltung der Abstandsregeln, der Hygienevorschriften. Für Risikogruppen unter Lehrkräften und dem weiteren pädagogischen Personal sowie den Schülerinnen und Schülern, die selbst Teil der Risikogruppe sind bzw. in einem Haushalt mit zur Risikogruppe gehörenden Personen leben, werden Erleichterungen bis hin zu Befreiungen im „Hygienerahmenplan Corona für Schulen“ vorgesehen. 

2. Kindernotbetreuung

Infektionsschutz für Kinder und Beschäftigte in der Kindertagesförderung: Keine vollständige Öffnung der Kitas und der Kindertagespflege, sondern Fortsetzung und schrittweise Ausdehnung der Notbetreuung unter Einhaltung von Hygieneerfordernissen und insbesondere durch kleine Gruppengrößen. Der Infektionsschutz aller Beschäftigten in der Kindertagesförderung hat weiterhin oberste Priorität.     

Vorbereitungszeit und Ergänzung Kinderschutz:

Um den Jugendämtern und Einrichtungen eine Vorlaufzeit einzuräumen, wird die bisherige Kindernotbetreuung bis zum 26. April fortgesetzt. Verstärkt werden auch Kinder aus Gründen des Kinderschutzes sowie aus stationären und teilstationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aufgenommen.

 

Regelungen ab 27. April:

 

Ab dem 27. April wird die Notbetreuung in Schulen, Einrichtungen der Kindertagesförderung und der Kindertagespflege auf weitere systemrelevante Berufs- und Bedarfsgruppen erweitert (ergänzte BSI-Kritis-Liste, Anlage). über die bereits in der Praxis akzeptierten systemrelevanten Berufsgruppen hinaus auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • der ambulanten Pflegedienste
  • der veterinärmedizinischen Notfallversorgung,
  • der Krankenkassen,
  • notwendige Hilfe- und Schutzangebote der Kinder- und Jugendhilfe
  • Schwangerschaftskonfliktberatung
  • Beratungsstellen Frauen- und Kinderschutz
  • der sozialen Kriseninterventionseinrichtungen
  • des Finanz- und Versicherungswesens
  • des Flug- und Schiffsverkehrs
  • der Kindertageseinrichtungen
  • Post- und Paketzustelldienste
  • Regierungen und Parlamente
  • Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen
  • im Bereich der Informationstechnik und Telekommunikation

sowie um die Lehrkräfte an Schulen, Hebammen, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte und Kindertagespflegepersonen erweitert, soweit sie für das Funktionieren der kritischen Infrastruktur zwingend notwendig sind (Unabkömmlichkeit).

Gleichzeitig wird für die systemrelevanten Berufsgruppen zur Erleichterung für die Eltern auf die 1-Elternteil-Regelung ausgedehnt.

 

Vereinbarkeit von Beruf und Familie (in Zeiten von Infektionsschutz):

Es bleibt dabei, dass in besonderen Härtefällen die Jugendämter (in engem Rahmen) Ausnahmen bewilligen können (Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei hochrangigem Infektionsschutz der Bevölkerung). 

3. In Bussen und Bahnen soll spätestens ab 27.04.2020 Mund-Nasen-Schutz getragen werden. 

4. Schrittweise Öffnung der öffentlichen Behörden mit Publikumsverkehr unter Einhaltung von Auflagen: Abstandspflicht und der dringenden Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, Kundenbegrenzung.

 

Phase 1.3 Öffnung ab 04.05.2020 

1. Geöffnet werden Klassen und qualifikationsrelevante Jahrgänge der allgemein bildenden Schulen, die im nächsten Schuljahr ihre Prüfungen ablegen:

  • Klasse 9 Regionale Schulen, Gesamtschulen, Förderschule Lernen;
  • Klasse 11 reguläres Gymnasium und Gesamtschule;
  • Klasse 12 Abendgymnasium. 

In der Jahrgangsstufe 11 (12 an Abendgymnasien), deren Noten Teil der Abiturgesamtnote sind, wechseln sich Präsenz- und digitaler Unterricht ab.

2. Die 4. Jahrgangsstufe der Grundschule soll wieder ein Angebot in der Schule erhalten. Dabei werden die Gruppen geteilt, die Stundentafel reduziert und gegebenenfalls an einigen Wochentagen flexible Lernangebote oder auch Konsultationen ermöglicht. Gleiches gilt für alle 4. Jahrgangsstufen an Förderschulen, die nach dem Grundschulrahmenplan unterrichtet werden.

Wir brauchen einen klaren Kurs!
Zeit bis zum 3. Mai für konkrete Planungen nutzen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) begrüßt die heutige Entscheidung, Kindergärten, Schulen und Hochschulen grundsätzlich noch bis zum 3. Mai geschlossen zu halten. Diese Zeit muss nun für eine konkrete Planung einer schrittweisen Wiedereröffnung der Einrichtungen genutzt werden.

„In Mecklenburg-Vorpommern endet das Schuljahr am 19. Juni. Wir sprechen also vom 3. Mai an über einen Zeitraum von knapp sechs Wochen. Nach heutigem Stand gehen wir nicht davon aus, dass in diesem Schuljahr noch einmal der reguläre Schulbetrieb für alle aufgenommen werden kann und wünschen uns vom Bildungsministerium einen klaren Kurs für diese Zeit bis zum Beginn der Sommerferien. Wir fordern das Land auf, jetzt unter aktiver Einbindung aller Interessengruppen, diesen Kurs für die Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen zu entwickeln, der den Gesundheits- und Infektionsschutz an erste Stelle setzt und gleichzeitig unter diesen Bedingungen eine möglichst gute Bildung in Aussicht stellt. Wir erneuern unsere Kritik, unter diesen Umständen an den Abschlussprüfungen festzuhalten und fordern die Landesregierung außerdem auf, für das Sommersemester an den Hochschulen eine Regelung zu treffen, die der Situation für Beschäftigte und Studierende angemessen Rechnung trägt“, erklären die beiden GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm am Mittwochabend. 

Kinder, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Auszubildende und Studierende sollten spätestens Anfang Mai genau erfahren, wie der Weg zurück in die Normalität aussehen wird und welche Maßnahmen auch künftig notwendig sein werden, um ohne zusätzliches gesundheitliches Risiko Bildungseinrichtungen besuchen zu können. 

„Für die GEW M-V steht der Gesundheits- und Infektionsschutz aller Beteiligten im Vordergrund – insbesondere der für die Risikogruppen. Aus unserer Sicht muss insbesondere geklärt werden, wie mit Angehörigen der Risikogruppe umgegangen werden kann. Dazu gehört neben den Fragen einer Beschäftigung im Homeoffice oder eines zeitweisen, vergüteten Beschäftigungsverbots auch die Frage der Schulpflicht für Schüler*innen, die einer Risikogruppe angehören und wie zu verfahren ist, wenn Ehegatten, Lebenspartner*innen, Eltern oder andere enge Angehörige zur Risikogruppe gehören“, sorgt sich Maik Walm. Die Pläne, die Lerngruppen zu reduzieren, in Schichten zu unterrichten und das Pausengeschehen entsprechend aufeinander abzustimmen, bewertet die Gewerkschaft vorsichtig: „Nicht alle Schulen im Land haben die notwendigen baulichen Voraussetzungen, um genügend Abstand wahren zu können. Noch schwieriger wird es mit Blick auf die jeweilige Lehrkräfteausstattung. Wo es räumlich oder personell nicht möglich ist, den Anforderungen des Infektionsschutzes zu entsprechen muss das Land unter Umständen Ersatzpersonal und Räumlichkeiten zur Verfügung stellen“, erklärt Annett Lindner. Die Ausweitung der relevanten Personengruppen für die Notfallbetreuung hält die GEW M-V in diesem Zusammenhang für richtig und zielführend, wenn der Infektionsschutz beachtet wird und Kitas dafür Unterstützung bekommen . Zur Erstellung von Hygieneplänen für Kitas und Schulen bedarf es aus Sicht der Gewerkschaften einer Unterstützung durch die zuständigen Gesundheitsämter. Außerdem sind die Schulträger bei der Finanzierung von unabdingbaren Maßnahmen gefragt. „Unsere Kolleginnen und Kollegen sind pädagogische Fachkräfte und keine Hygieneexperten. Ob die Ausstattung einer Schule oder Kita den Anforderungen genügt, muss fachlich geprüft werden“, machen die Vorsitzenden deutlich. Zusätzliche Kosten, die durch Reinigungsmittel, Seifen, Einmalhandtücher, häufigere Putzintervalle entstehen müssten durch die Träger übernommen werden.

AStA der Universität Rostock fordert konsequentere Maßnahmen zur finanziellen Absicherung Studierender

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat am vergangenen Wochenende zinslose Darlehen für Studierende angekündigt, die ihre Jobs wegen der Corona-Krise verloren haben.
„Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Rostock begrüßt Maßnahmen zur finanziellen Absicherung von Studierenden. Allerdings sind zinslose Darlehen kein weitsichtiges Instrument. Studierenden, die jetzt ihre Jobs verlieren, fehlt es an tatsächlichen Einnahmen. Darlehen verschieben das Problem lediglich nach hinten. Die finanziellen Soforthilfen, die wir für Studierende fordern, müssen nicht rückzahlbar sein“ erklärt AStA-Vorsitzende Sara Klamann. Bereits Anfang April hatte der AStA in einer Pressemitteilung finanzielle Soforthilfen für Studierende gefordert. In einem offenen Brief aller Studierendenschaften aus Mecklenburg-Vorpommern wurde diese Forderung anschließend noch einmal bekräftigt.

Studierende werden momentan in dieser Krise durch alle sozialen Sicherungssysteme fallen gelassen. Darlehen sind nicht dazu in der Lage, dieses Problem abzufedern. Wir haben uns daher schon Anfang des Monats dem Bündnis „Soforthilfe für Studierende“ angeschlossen, das bundesweit sofortige Hilfen für alle in Not geratenen Studierenden fordert“ ergänzt der stellvertretende AStA-Vorsitzende Philipp Leist.
Für die Durchsetzung der Forderungen baut der AStA auch auf die Unterstützung durch Landesbildungsministerin Bettina Martin in der Telefonkonferenz, die Bund und Länder am 17. April dazu abhalten wollen.

Der AStA im Netz:
Web: http://www.asta-rostock.de Instagram: https://www.instagram.com/asta_unirostock/ Facebook: https://www.facebook.com/astaunirostock/ Twitter: https://twitter.com/asta_rostock

 



Integrationshelfer*innen in Not: 
Landkreis Vorpommern-Greifswald muss Finanzierung wieder aufnehmen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) ist in Sorge um die Integrationshelfer*innen im Land. Diese persönlichen Assistent*innen helfen Kindern, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Einschränkung Hilfe bei der Alltagsbewältigung in der Kita oder Schule Unterstützung benötigen. Sie geben damit auch den Familien insgesamt einen dringend notwendigen Halt. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind diese Integrationshelfer*innen jetzt selbst in Not. Sie sollen in Kurzarbeit gehen, denn der Landkreis hat die Finanzierung von Hilfen zur Integration für Schulen und Kindertagesstätten vorläufig eingestellt. "Nicht nur für die I-Helfer*innen ist das bei den ohnehin knapp bemessenen Gehältern eine Katastrophe, die sie unter Umständen in die Grundsicherung treibt. Auch für die Freien Träger, die die vereinbarten Leistungen im Rahmen der tatsächlichen Möglichkeiten erbringen und damit dem eindringlichen Appell der Landesregierung folgen wollen. Und nicht zuletzt auch für die Familien, die auf diese Hilfe dringend angewiesen sind. Es scheint, als wolle der Landkreis in der Krise hier seinen Haushalt sanieren“, erklärt die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner. „Das wäre ein Skandal! Gerade den Familien mit besonderen Hilfebedarfen sollte in dieser Zeit Verlässlichkeit signalisiert werden. Alle Landkreise und kreisfreien Städte sollten in dieser Zeit dem Aufruf der Landesregierung folgen und niemanden zurück lassen.“ Die GEW M-V fordert den Landkreis auf, diese Praxis sofort zu beenden und damit die wichtige Arbeit der Integrationshelfer*innen für die Familien wieder zu ermöglichen. 
 

Ergänzender Hinweis zur Zweiten Staatsprüfung

Sehr geehrte Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter,
sehr geehrte Referendarinnen und Referendare,

Frau Ministerin Martin hat in dem an Sie adressierten Schreiben vom 07.04.2020 bereits darauf hingewiesen, dass die gegenwärtige Schließung des allgemeinen Schulbetriebs erhebliche Konsequenzen für die Gestaltung der Zweiten Staatsprüfungen hat. Sie hat in diesem Zusammenhang unmissverständlich als obersten Grundsatz hervorgehoben, dass sich diese besondere Situation nicht nachteilig für Sie auswirken darf. Ein aktueller KMK-Beschluss ermöglicht es den Ländern, andere Prüfungsformate anstelle der unterrichtspraktischen Prüfungen zu wählen und durchzuführen. Eine in Betracht kommende Option sind hier Kolloquien. Um die Zweiten Staatsprüfungen im laufenden Schuljahr unter den geänderten Vorzeichen rechtssicher gestalten und auch vorab mit Ihnen abstimmen zu können, benötigen wir einen zeitlichen Vorlauf. Um dem Rechnung zu tragen, werden in Absprache mit der JAV alle Zweiten Staatsprüfungen sowie Lehrproben im Rahmen der Doppelqualifikation, die bis zum
30. April 2020 vorgesehen waren, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die bisher erbrachten Leistungen werden dabei berücksichtigt. Eine Bekanntgabe der neuen Prüfungstermine wird Ihnen zügig kommuniziert, damit eine hinreichende Prüfungsvorbereitung sichergestellt ist.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag gez. Dr. Uwe Viole

 

Das Schreiben findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte bzw. Scrollen).

Gemeinsame Pressemitteilung des Landesschülerrates, Landeselternrates und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern

„In der Krise geben alle ihr Bestes!“

Der Landesschülerrat (LSR) und Landeselternrat (LER) sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) haben in Onlineumfragen rund 19000 Meinungen von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften zu ihrer Situation in der Corona-Krise erfragt.

Herausgekommen ist ein Bild, das zeigt, wie groß und auch vielfältig die Herausforderungen in aktuellen Situation für alle Beteiligten sind: „Ohne jegliche Vorbereitung und zum großen Teil ohne die Möglichkeit, sich voneinander zu verabschieden, standen die Kinder und Jugendlichen, deren Eltern und die Lehrkräfte, die oftmals selbst auch als Eltern gefordert waren und sind, von einem Tag zum anderen vor der Aufgabe ein selbst organisiertes Lernsystem aufzubauen. Der gemeinsame Eindruck aus unseren Befragungen ist, dass hier alle ihr Bestes geben“, erklären die Interessenvertreter, Theresia Crone für den LSR, Kay Czerwinski für den LER sowie Maik Walm für die GEW M-V.

Etwa 151.000 Schülerinnen und Schüler lernen an rund 560 allgemeinbildenden Schulen im Land, ungefähr 34.000 Jugendliche und junge Erwachsene besuchen eine Berufsschule (Quelle: Statistik M-V Prognose 2020). Sie alle leben im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern mit sehr unterschiedlichen Lernbedingungen, was etwa den Zugang zum Internet angeht. Sie leben aber auch unter ganz verschiedenen familiären Voraussetzungen. Rund 27 Prozent aller Kinder im Land gelten nach Angaben des Deutschen Kinderhilfswerks (Zahlen 2019) als arm. Damit leben über 30.000 Kinder im Land in prekären Verhältnissen. Schülerinnen und Schüler leiden vor allem in der jetzigen Situation mehr als sonst darunter. Viele Eltern können die notwendige Infrastruktur für digitales Lernen allein schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht zur Verfügung stellen.

Die Situation der Schülerinnen und Schüler erweist sich als sehr unterschiedlich und hängt stark von den individuellen, äußeren Umständen ab. Dem Landesschülerrat sind als Interessenvertretung der Schülerinnen und Schüler die psychische Belastung und die Lernsituation besonders wichtig. “Wenn Schulen und Bibliotheken geschlossen haben, dann entscheidet die soziale Herkunft über die Lernbedingungen. Schüler*innen müssen Geschwister betreuen, den Eltern helfen oder in Einraumwohnungen lernen. Die Vergleichbarkeit der Bildung ist in dem Moment verloren gegangen, als die digitale Infrastruktur Voraussetzung zum Lernen wurde. Deshalb sollte über eine Alternative zu Prüfungen nachgedacht werden”, so Theresia Crone vom Landesschülerrat. Unsere Umfrage mit über 7.000 Schülerinnen und Schülern zeigt, dass sich die äußeren Umstände stark auf das Lernen auswirken. Weiter konnte festgestellt werden, dass manchen Schülerinnen und Schülern die technischen Voraussetzungen für den digitalen Unterricht fehlen. Auch die Kompetenz, das eigenständige Lernen zu organisieren, fehlt vielen Schülerinnen und Schülern. Besonders die angehenden Prüflinge geben an, unter einer großen psychischen Belastung zu stehen. Zusätzlich fühlen sich diese Schülerinnen und Schüler nicht gut auf die Prüfungen vorbereitet, was auf fehlende Vorgespräche und prüfungsvorbereitenden Unterricht zurückzuführen ist.


Die vom LSR und LER initiierte Umfrage zur Situation von Schülern, Lehrkräften und Eltern ist ein voller Erfolg. Die insgesamt mehr als 18.000 Teilnehmer*innen innerhalb einer Woche zeigen, welche große Resonanz dieses Thema in der gegenwärtigen Situation innerhalb unserer Gesellschaft hat. „Ich möchte mich vor allem beim Landesschülerrat für die super Umsetzung der Umfrage bedanken, im Besonderen, weil die Schülerinnen und Schüler das alles ehrenamtlich neben ihrem Stress in der jetzigen Situation gemeistert haben!“ sagt Kay Czerwinski, Vorsitzender des LER.
 

„Gleichzeitig möchte ich im Namen aller Eltern meinen großen Respekt, Anerkennung und Dank allen Lehrerinnen und Lehrern im Land aussprechen, da sie in dieser so ungewöhnlichen Situation, weit über das normale Maß hinaus, teils mit unglaublichem persönlichen Einsatz versucht haben, unsere Kinder bestmöglich zu begleiten.“ „Trotz unterschiedlichster Voraussetzungen im Land haben die meisten Schulen in kürzester Zeit eine funktionierende Aufgabenverteilung, ob digital oder analog, auch mit Hilfe vieler engagierter Eltern, eingerichtet“, konkretisiert Kay Czerwinski.

An der gemeinsamen Umfrage haben sich 9.500 Eltern aus allen Schulstufen und Kreisen des Landes beteiligt. Besonders positiv wurden mit großer Mehrheit die Kommunikation und Erreichbarkeit der Lehrer eingeschätzt. „Das unterstreicht ganz klar meinen ausgesprochenen Dank!“ bekräftig Kay Czerwinski.

Die Belastung mit Lehrstoff, die Kontrolle der Aufgaben und die außergewöhnliche Situation, die Kinder zu Hause zu unterrichten, wurde von vielen Eltern in unterschiedlichem Maße kritisch eingeschätzt. Mehr als die Hälfte aller Teilnehmenden waren mit dem Niveau der gestellten Aufgaben zufrieden bis sehr zufrieden, aber gleichzeitig erklärte eine große Mehrheit, dass sie Angst haben, dass die Bildung unter dieser Lehrsituation leidet und sie persönlich nicht mit den Schulschließungen klar kommen. Die Mehrheit der Rückmeldungen macht auch deutlich, dass sich Eltern in dieser aktuellen Situation überfordert fühlen.
 

Das Vorgehen der Politik in der aktuellen Situation, in Bezug auf Schule, wurde mehrheitlich positiv von den Eltern bewertet. „Diese Pandemie stellt alle an Schule Beteiligten vor ungeahnte Herausforderungen. Keiner von uns, ob Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler oder Verantwortliche in der Politik haben dafür eine Blaupause in der Schublade liegen. Viele Entscheidungen müssen auf Sicht getroffen werden“, sagt Elternvertreter Kay Czerwinski, „Unsere Bildungsministerin Bettina Martin und ihre Team haben für mich einen super Job gemacht. Insbesondere die klaren Vorgaben der Bildungsministerin und deren Einhaltung, waren für uns alle sehr wichtig. Dafür vielen Dank!“

Die Erkenntnisse aus der Befragung der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern werden auch durch die Ergebnisse aus der Onlineumfrage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) gestützt. „Rund 1000 Rückmeldungen haben wir auf unsere Umfrage erhalten. Die gute Nachricht ist, dass wir von den Lehrkräften überwiegend den Eindruck erhalten haben: Wir sind uns bewusst, dass bereits bestehende Ungleichheiten in den Familien sich jetzt besonders stark auswirken und wir kümmern uns darum, dass niemand verloren geht. Auch wenn das deutlich mehr Arbeit bedeutet als unter schulischen Bedingungen“, freut sich der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm und kommt damit gleich auf das nächste Thema zu sprechen: „Gerade zu Beginn haben wir oft gehört, dass Lehrkräfte jetzt ja bezahlt zusätzliche Ferien genießen würden. Das ist mitnichten der Fall.

Unsere Befragung macht deutlich, dass der Aufwand eine Klasse digital zu beschulen unter den gegebenen Umständen dem des sonst üblichen Arbeitsalltags in nichts nachsteht, oft sogar deutlich größer ist“, erklärt der Gewerkschafter. So sei es eben ein Unterschied, wenn man Aufgaben, die sonst einer ganzen Klasse gleichzeitig erklärt werden, nun einzeln kommuniziert. Der Austausch erfolgt am häufigsten per Mail, Telefon oder über Messengerdienste: „Hier muss man klar sagen, dass die Schulen und Lehrkräfte in der Mehrheit bisher technisch, datenschutzrechtlich und inhaltlich nicht angemessen darauf vorbereitet sind, in dieser Art und Weise zu arbeiten und zu kommunizieren. Gleichwohl nehmen wir das Engagement des Bildungsministeriums wahr, hier zeitnah funktionierende Lösungen bereit zu stellen. Dafür vielen Dank.“ Im Konkreten hat sich gezeigt: „Ein Teil der Lehrkräfte verfügt z.B. über keine dienstliche E-Mail-Adresse. Schnell eingerichtete Adressen haben oft zu wenig Speicherkapazität, sodass viele Lehrkräfte darauf zurückgreifen, ihre privaten Kontaktdaten weiterzugeben. Das spricht aus unserer Sicht für das große Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, zeigt aber auch, dass sie sich selbst kaum mehr abgrenzen können. Viele berichten davon, dass sie nun ständig verfügbar sind – und auch sein müssen – da auch die unterstützenden Eltern oft zu anderen als zu den üblichen Arbeitszeiten erreichbar sind. Die Gefahr einer Überlastung der Lehrkräfte ist groß!“, sagt Maik Walm. Und obwohl sich ein Bild von einem überwiegend positiven Umgang mit den Gegebenheiten zeichnet, gab es auch andere Stimmen, die von unkoordiniertem Einzelkämpfertum und fehlenden Absprachen untereinander berichteten, die sich mehr Führung, mehr Verständnis von der Schulleitung und füreinander sowie mehr Mitsprachemöglichkeiten gewünscht hätten.
 

Viele Lehrkräfte gehören aufgrund ihres Alters (Rund 15 Prozent der Lehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen, an den beruflichen Schulen etwas mehr, sind über 60 Jahre alt. Quelle: Stat. Landesamt) und von Grunderkrankungen zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf von Covid-19. Auch ihr familiäres Umfeld ist vor Umbrüchen deshalb nicht sicher. Und natürlich sind auch viele Lehrkräfte selbst Eltern und hatten dadurch eine enorme Doppelbelastung zu meistern. „Wir machen uns Sorgen, was das mit unseren Kolleginnen und Kollegen macht“, führt Maik Walm aus. Noch ist unklar wie sich die Situation weiter entwickeln wird und über welchen Zeitraum hinweg Schule nicht in der üblichen Weise funktioniert. „Der Gesundheitsschutz aller an Schule Beteiligten hat Vorrang. Wir sollten aber auch dringend die Zeit danach in den Blick nehmen. Wir sind sicher, dass wir aus dieser Krise für die Frage, wie Schule in unserem Land funktioniert – oder auch nicht - viel lernen können. Diese Chance müssen wir gemeinsam nutzen!“

 

 

Schulische Abschlussprüfungen beruflicher Schulen bei Schulschließungen

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

für Ihren umsichtigen Umgang mit der gegenwärtigen Situation und Ihren Einsatz dafür, die Schülerinnen und Schüler bei anstehenden Prüfungsvorbereitungen so gut wie möglich zu unterstützen, möchte ich mich zunächst bedanken. Mit Hinweisschreiben Nr. 20 wurden die beruflichen Schulen über die Durchführung von Abschlussprüfungen bei Schulschließungen informiert.

Unter Ziffer 5 dieses Schreibens wird ausgeführt, dass die Prüfungstermine der sozialpädagogischen Bildungsgänge zu gegebener Zeit bekannt gegeben werden. Unter Ziffer 6 Buchstabe b) wird für die Abschlussprüfungen, die nicht zentral durchgeführt werden, geregelt, dass der frühestmögliche Termin für den Beginn dieser Prüfungen vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur bekannt gegeben wird.

Aus Anlass mehrerer Nachfragen zu Prüfungen, u.a. zu den zentralen Prüfungen am 22. und 24. April 2020 im Bildungsgang Staatlich anerkannte Erzieherin für 0- bis 10-Jährige / Staatlich anerkannter Erzieher für 0- bis 10-Jährige teile ich Ihnen mit, dass in den beruflichen Bildungsgängen, die im Verantwortungsbereich des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur liegen, wie bereits bekannt, im April keine Prüfungen stattfinden.

Ich möchte weiter darauf hinweisen, dass die vorbeschriebene Entscheidung auch die dezentralen schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungen, deren Termine Sie in Ihren Schulen
selbst festlegen, betrifft. Auch hier sollen im April keine Prüfungen stattfinden. Als frühestmöglicher Termin für die Durchführung der dezentralen Prüfungen ist der 02.05.2020 vorgesehen.
Bei allen Entscheidungen zu den abzuhaltenden Prüfungen hat der Infektionsschutz oberste Priorität. Die zentralen Abschlussprüfungen in den sozialpädagogischen Bildungsgängen der Höheren
Berufsfachschule und der Fachschule lege ich wie folgt fest:

a) Abschlussprüfungen im Bildungsgang Staatlich anerkannte/r Erzieher/in

Nachprüfung
Montag, den 18.05.2020 8.00 Uhr Deutsch
Dienstag, den 19.05.2020 8.00 Uhr Modul 1 (Entwicklung beruflicher Identität und professioneller
Perspektiven) in Verbindung mit ausgewählten Schwerpunkten des Moduls 3

b) Abschlussprüfungen im Bildungsgang Heilerziehungspflege

Nachprüfung
Montag, den 18.05.2020 8.00 Uhr Deutsch
Dienstag, den 19.05.2020 8.00 Uhr Modul 2 (Entwicklung, Bildung, Erziehung, Förderung und Begleitung von Menschen mit Gruppenprozessen)

c) Abschlussprüfungen im Bildungsgang Staatlich anerkannte Erzieherin/ Staatlich anerkannter Erzieher für 0 bis 10-Jährige

Prüfung
Montag, den 18.05.2020 8.00 Uhr Deutsch
Dienstag, den 19.05.2020 8.00 Uhr Modul 2 (Grundlagen von Erziehungs-, Entwicklungs- und Bildungsprozessen)

Nachprüfung
Montag, den 15.06.2020 8.00 Uhr Deutsch
Mittwoch, den 17.06.2020 8.00 Uhr Modul 2 (Grundlagen von Erziehungs-, Entwicklungs- und Bildungsprozessen)

d) Abschlussprüfungen im Bildungsgang Sozialassistenz

Prüfung
Dienstag, den 26.05.2020 8.00 Uhr Deutsch
Mittwoch, den 27.05.2020 8.00 Uhr Modul 2 (Entwicklung, Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen)

Nachprüfung
Montag, den 15.06.2020 8.00 Uhr Deutsch
Mittwoch, den 17.06.2020 8.00 Uhr Modul 2 (Entwicklung, Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen)

Ich bitte Sie, die betroffenen Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler darüber zu informieren. Zu den Prüfungen im Bereich der Gesundheitsfachberufe wird es Informationen vom hierfür
fachlich zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit geben. Eine Anpassung der Festlegungen zu den Abschlussprüfungen an den beruflichen Schulen
erfolgt fortlaufend unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung. Ich bedanke mich für Ihren engagierten Einsatz und möchte mich an dieser Stelle nochmals
bedanken.

Mit freundlichen Grüßen
Bettina Martin

Das komplette 29.Hinweisschreiben des Bildungsministeriums findet ihr im Downloadbereich (rechte Spalte bzw. scrollen).

Das Bildungsministerium hat heute Nachmittag einen neuen Zeitplan für das Abitur veröffentlicht. Das Bildungsministerium hat den Prüfungsablauf damit leicht entzerrt und für ein wenig Entlastung gesorgt.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) begrüßt, dass das Bildungsministerium Anpassungen im Prüfungszeitraum der Abiturprüfungen vorgenommen hat: "Das ist eine gute Botschaft", freut sich der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm. Die Sorge, dass durch die verschiedenen Lernvoraussetzungen zu Hause ohnehin bestehende Unterschiede noch weiter verschärft werden, bliebe jedoch bestehen. "Dennoch ist dies ein gutes Zeichen, dass das Bildungsministerium nach den Hinweisen, u.a. des Landesschülerrates und der GEW, eine Möglichkeit zu reagieren gefunden hat."
 

Ergänzter Zeitplan für Abiturprüfungen

PM 059-20

Das Bildungsministerium hat den Zeitplan für die diesjährigen Abiturprüfungen ergänzt. Die Abiturprüfungen starten demnach am Freitag, 8. Mai 2020, mit dem Fach Deutsch. Außerdem wurde die Prüfung für Biologie von Freitag, 15. Mai 2020, auf Mittwoch, 20. Mai 2020, verschoben. Damit werden die Prüfungstermine insgesamt entzerrt. Letzter Prüfungstermin bleibt weiterhin Samstag, 30 Mai 2020. An den Prüfungen zur Mittleren Reife ändert sich nichts.

„Ich habe von Anfang an gesagt, dass es im März und April keine Prüfungen geben wird und wir im Mai beginnen. Wir haben damit Planungssicherheit gegeben“, betonte Bildungsministerin Bettina Martin. „Mir ist wichtig, dass wir den Schülerinnen und Schülern nach dem 19. April genügend Zeit geben, damit sie von ihren Lehrerinnen und Lehrern gezielt auf ihre Prüfungen vorbereitet werden können. Wichtig ist mir auch, dass sich die Prüfungen nicht in die Sommerferien hineinziehen. Dabei bleibt es auch. Vor diesem Hintergrund habe ich die Hinweise von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften sorgsam abgewogen und den Zeitplan entzerrt. Damit entlasten wir Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte“, sagte die Ministerin.

Henning Lipski, Pressesprecher

Zur Pressemeldung geht es hier: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/Aktuell/?id=159249&processor=processor.sa.pressemitteilung

Das 28. Hinweisschreiben sowie den neuen Zeitplan findet ihr in unserem Downloadbereich (rechte Spalte bzw. scrollen)!

Hinweise zur Zweiten Staatsprüfung

Sehr geehrte Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter,
sehr geehrte Referendarinnen und Referendare,

die durch das Coronavirus ausgelöste Pandemie hat in weiten Teilen zum Stillstand des öffentlichen Lebens geführt. Dies erfordert von uns allen individuelle Anstrengungen, sich mit einer von außen auferlegten Entschleunigung auch im privaten Umfeld zu arrangieren. Eine Herausforderung in dieser außergewöhnlichen Zeit ist, dass bei einer kaum zu beziffernden Zahl von normierten Regelungen die jeweils festgelegte Zeitschiene nicht mehr einzuhalten ist. In Konsequenz müssen pragmatische Lösungen in Gestalt einer Anpassung von Rechtsetzungen erfolgen. Dies betrifft auch den konkreten Bildungsbereich, in dem Sie tätig sind. Sie absolvieren den Vorbereitungsdienst für ein Lehramt, der mit der Zweiten Staatsprüfung abschließt und zum Erwerb einer Lehrbefähigung führt. Die Komplexität und das zusammenhängende Gefüge unserer Arbeitswelt haben zur Folge, dass sich die flächendeckende Schließung des regulären Schulbetriebs massiv auf den Verlauf des Vorbereitungsdienstes auswirkt. So können Hospitationen, Lehrproben und eigenverantwortlicher Unterricht derzeit nicht stattfinden. Besonders betroffen sind diejenigen unter Ihnen, deren Vorbereitungsdienst am 31.07.2020 endet und die damit unmittelbar vor ihrer Zweiten Staatsprüfung stehen

 Maßgeblich für deren Gestaltung ist ein Beschluss der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2012, in dem als Grundsatz für die Staatsprüfung u. a. festgelegt wird: „In das Ergebnis der Staatsprüfung fließen ausbildungsbegleitende Bewertungen … sowie die Noten mindestens zweier unterrichtspraktischer Prüfungen ein.“ Dieser Grundsatz hat seine uneingeschränkte Berechtigung, da in der Zweiten Staatsprüfung das didaktisch-methodische Vermögen im Kontext einer unterrichts- praktischen Situation bewertet wird.

In Zeiten wie den gegenwärtigen ist eine uneingeschränkte Umsetzung des Beschlusses nicht gewährleistet. Da alle Länder vor diesem Problem stehen, wurde die Kommission Lehrerbildung (ein auf Arbeitsebene der Länder eingesetztes Gremium von Fachreferentinnen und Fachreferenten) gebeten, einen Beschluss der Amtschefs- und Kultusministerkonferenz vorzubereiten, wie bundeseinheitlich mit der Gestaltung der Zweiten Staatsprüfungen im Hinblick auf die Corona-Situation umzugehen sei.

Auf Staatssekretärsebene wurde auf der Grundlage dieser Vorbereitung entschieden, dass diejenigen, die im Jahr 2020 ihre Zweite Staatsprüfung ablegen wollen, „keine Nachteile aufgrund von Maßnahmen des Infektionsschutzes im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus haben … sollen“. Sofern, so der weitere Beschluss, im Verlauf des Schuljahres 2019/20 die geforderten unterrichtspraktischen Prüfungen nicht zu realisieren sind, „stehen andere Prüfungsformate bzw. Prüfungsersatzleistungen der gegenseitigen Anerkennung der Abschlüsse unter den Ländern … nicht entgegen.“ Des Weiteren können bei der Berechnung des Endergebnisses der Zweiten Staatsprüfung Vorleistungen aus dem bisherigen Verlauf des Vorbereitungsdienstes stärker berücksichtigt werden.

Was bedeutet dieser Beschluss für Sie?

Die damit in allen Ländern erreichte Festlegung, dass Ihnen aus der aktuellen Situation, deren weitere Entwicklung nicht realistisch prognostiziert werden kann, kein Nachteil erwachsen darf und wird, ist oberste Richtschnur unseres Handelns. Eine Verlängerung Ihres Vorbereitungsdienstes kommt für uns nicht in Frage. Dies ist für Sie nicht interessant und würde angesichts von vier Einstellungsterminen im Jahr darüber hinaus unweigerlich zu Betreuungsengpässen und -staus führen. Es bleibt die Option alternativer Prüfungsformate bzw. von Prüfungsersatzleistungen.

Das Lehrerprüfungsamt als Teil des IQ M-V sowie weitere Fachbereiche des Instituts arbeiten momentan daran, die Lehrervorbereitungsdienstverordnung den Gegebenheiten anzupassen und befristet in der Pandemie anwendbare Vorschriften zu formulieren, die der Einbringung von Kompensationsleistungen den erforderlichen rechtlichen Rahmen verleihen. Hier kommen verschiedene Möglichkeiten in Betracht. Denkbar ist als Prüfungsform zum Beispiel ein Kolloquium, deren Grundlage ein eingereichter Stundenentwurf ist, der vorab benotet wurde.

Unsere Überlegungen zu den Inhalten eines solchen Kolloquiums, zu deren Organisation, zur Zusammensetzung der Prüfungskommission und auch zur Arithmetik der erbrachten Prüfungsleistungen wird sobald wie möglich mit Ihnen bzw. der JAV als Ihrer gewählten Interessenvertretung eng abgestimmt werden. Dies ist unserer unbedingten Fürsorgepflicht Ihnen gegenüber geschuldet sowie unserer Überzeugung, dass wir diese Situation nur gemeinsam meistern können.

Denn klar ist: Wir freuen uns, dass Sie in Mecklenburg-Vorpommern den Vorbereitungsdienst absolvieren und brauchen Sie als Lehrkraft in unserem Land.
Bettina Martin
Bildungsministerin

Das komplette Schreiben findet ihr in unserem Downloadbereich (rechte Spalte bzw. scrollen)

Studierende und Auszubildende brauchen unkomplizierte Hilfen

PM 058-20

Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat am Mittwoch die Pläne von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zur Unterstützung von Auszubildenden und Studierenden begrüßt, aber gleichzeitig weitere Verbesserungen gefordert. „Es ist gut, dass Bundesministerin Karliczek meine Forderung aufgegriffen und jetzt in Aussicht gestellt hat, dass der Verdienst von Studierenden, die jetzt in so genannten systemrelevanten Bereichen arbeiten, nicht auf ihr BAföG angerechnet wird“, sagte Martin.

Nachdem Wissenschaftsministerin Martin sich bereits im März in einem Schreiben mit dieser Forderung an die Bundesministerin gewandt hatte, hat Mecklenburg-Vorpommern das auch in der März-Sitzung des Bundesrates als Protokollnotiz eingebracht.

Dies sei ein erster guter Schritt. Auch die Ankündigung, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz anzupassen, begrüßte Martin ausdrücklich. Allerdings darf sich das Engagement der Bundesbildungsministerin für die Unterstützung der in Not geratenen Studierenden keinesfalls damit erschöpfen. „Viele Studierende geraten durch die Corona-Krise in existenzielle Finanznöte. Jetzt geht es darum, den Zugang zum BAföG zu erleichtern. Gerade die Studierenden, die bislang kein BAföG bekommen haben und denen wegen der Corona-Krise der dringend benötigte Nebenjob weggebrochen ist, brauchen unkomplizierte Unterstützung“, so Martin. „Dazu ist auch ein Härtefallfonds notwendig, der die größten sozialen Härten abfedert.“

Das gelte im Übrigen auch für Studierende, die akut in Not gerieten, weil ihre Eltern von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen seien. Dazu gehöre ebenso, dass Nebenverdienste aus den genannten Bereichen nicht auf die studentische Krankenversicherung angerechnet werden dürften.

Der vereinfachte Zugang zum BAföG müsse nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin schnell kommen, da viele Auszubildende und Studierende sonst ernsthaft in ihrer Existenz gefährdet seien. „Diejenigen, die jetzt akut in eine Notlage geraten sind, dürfen nicht auf ein langes Antragsverfahren verwiesen werden“, sagte Martin.

Sie forderte außerdem einen vereinfachten Zugang von Auszubildenden und Studierenden zum Wohngeld, wenn sie kein BAföG bekommen. „Die Fachkräfte von morgen müssen sich auf ihre Ausbildung oder ihr Studium konzentrieren. Da darf niemand die Angst haben, das Dach über dem Kopf zu verlieren“, so Martin.

Die ganze Meldung findet ihr auf der Website Bildungsministeriums: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/Presse/Aktuelle-Pressemitteilungen?id=159195&processor=processor.sa.pressemitteilung&sa.pressemitteilung.sperrfrist=alle

Das Bundeskabinett hat heute ein weiteres Gesetzespaket beschlossen, mit dem die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wissenschaft abgemildert und Anreize für BAföG-Geförderte geschaffen werden sollen, sich während der COVID-19-Pandemie in systemrelevanten Bereichen zu engagieren. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:

„Die Corona-Pandemie beeinträchtigt den Wissenschafts- und Hochschulbetrieb in Deutschland erheblich. Die Bundesregierung will die pandemiebedingten Beeinträchtigungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Hochschulen und Forschungseinrichtungen schnell und unbürokratisch abmildern und zusätzliche Anreize für BAföG-Geförderte schaffen, sich während der COVID-19-Krise in systemrelevanten Bereichen zu engagieren. Dafür haben wir heute ein Gesetzespaket beschlossen.

Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Qualifizierungsphase schaffen wir Flexibilität und mehr Planungssicherheit, damit die individuellen Folgen der Corona-Pandemie abgefedert werden können. Ihre wissenschaftliche Qualifizierung, zum Beispiel eine Promotion oder Habilitation, und berufliche Weiterentwicklung sollen sie trotz der pandemiebedingten Beeinträchtigung des Wissenschaftsbetriebs weiterverfolgen können. Dafür ändern wir das Wissenschaftszeitvertragsgesetz und ergänzen eine zeitlich befristete Übergangsregelung. Die Höchstbefristungsdauer für Qualifizierungen wird demnach pandemiebedingt um sechs Monate verlängert. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen als Arbeitgeber von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in ihrer Qualifizierungsphase haben damit die Möglichkeit, Beschäftigungsverhältnisse über die bisherigen Höchstbefristungsgrenzen hinaus um sechs Monate zu verlängern, zum Beispiel, wenn sich Forschungsprojekte aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation verzögern.

Für Studierende und junge Menschen in schulischer Ausbildung, die sich in der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie engagieren, verstärken wir die bereits geschaffenen Anreize. Der Hinzuverdienst aus allen systemrelevanten Branchen und Berufen wird komplett von der Anrechnung auf das BAföG ausgenommen. Wer in der aktuellen Krise in systemrelevanten Branchen unsere Gesellschaft unterstützt, behält damit seine volle BAföG-Förderung. Wir verbessern weiter die Rahmenbedingungen, damit junge Menschen einen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie leisten können: Medizin-Studierende in Krankenhäusern oder bei der Ermittlung von Kontaktpersonen von Corona-Infizierten; Pflege-Auszubildende in Alten- und Pflegeheimen; angehende Ingenieure beim Bau provisorischer Krankenhäuser; aber auch Erzieher in Ausbildung in Kindergärten, wenn diese wieder öffnen. Viele junge Menschen wollen mit anpacken – das wollen wir honorieren und erleichtern.

Dadurch entlasten wir auch die BAföG-Ämter. Sie sollen sich aktuell prioritär darum kümmern, Änderungs- und Neuanträge von denjenigen schnell zu bearbeiten, denen durch die Pandemie ihr eigenes Einkommen oder das der Eltern weggebrochen ist.

Im BAföG-Vollzug wurden bereits die Weichen dafür gestellt, dass sich die Auswirkungen der COVID-19-Krise nicht nachteilig auf BAföG-Geförderte auswirken. So erhalten BAföG-Geförderte ihre Ausbildungsförderung bis auf weiteres auch, wenn der Lehrbetrieb an Schulen und Hochschulen wegen der COVID-19-Pandemie zeitweilig ausgesetzt ist. Wir schauen kontinuierlich, ob zusätzliche Anpassungen erforderlich sind. Das aktuelle Paket ergänzt unsere bereits unternommenen Schritte.“

Zur Meldung: https://www.bmbf.de/de/karliczek-wir-mildern-die-corona-beeintraechtigungen-fuer-studierende-und-wissenschaft-ab-11331.html

Politische Bildung funktioniert online auch zu Hause

Nr.056-20  | 06.04.2020  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Angesichts der Corona-Krise hat die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Mecklenburg-Vorpommern ihr Online-Angebot erweitert. „Veranstaltungen finden momentan nicht statt, Seminare, Tagungen und Vorträge auch nicht. Da ist es wichtig, dass politische Bildung online für jede und jeden zur Verfügung steht“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin am Montag.

Für den Unterricht zu Hause, für die Pause im Homeoffice, für alle, die sich online informieren möchten, starten auf www.politik-mv.de Serien, die Mecklenburg-Vorpommern erklären. Wie das Land entstanden ist, wie Kreise, Ämter, Gemeinden aufgebaut sind, wie Demokratie funktioniert.

„Wir möchten politische Bildung mit Hintergründen anbieten, die unterhaltsam aufgebaut sind und Lust auf mehr machen“, sagte der Direktor der Landeszentrale, Jochen Schmidt. „Deshalb erklären Stier und Greif – die beiden Wappentiere – die Landeskunde.“ Daneben werden aber auch die Projekte der Landeszentrale für politische Bildung digital präsentiert. Der Demokratiebus, das Dokumentationszentrum am Schweriner Demmlerplatz und die Arbeit verschiedener Gedenkstätten im Land, aber auch Hintergründe zur Arbeit von Gemeindevertreterinnen und -vertretern, Landtagsabgeordneten oder den Aufgaben von Gemeinden, Ämtern, Landkreisen, dem Landtag und der Landesregierung werden vorgestellt.

„Gerade jetzt, in einer Zeit, in der die Menschen viel Zeit in den eigenen Wänden verbringen müssen, ist es ein wichtiges Angebot, dass politische Inhalte, Landesgeschichte und Demokratie online abrufbar sind“, so Bildungsministerin Martin. „Die Corona-Krise wird auch von einigen dazu ausgenutzt, Falschmeldungen, Verschwörungstheorien und Verunsicherungen zu verbreiten. Da ist es eine gute Orientierung, seriöse Informationen der Landeszentrale für politische Bildung zu bekommen.“

Alle Beiträge der Landeszentrale werden auch in den sozialen Medien geteilt, so dass sie für möglichst viele Menschen erreichbar sind.

Die Landeszentrale für politische Bildung MV online:

www.lpb-mv.de
www.Politik-MV.de
www.facebook.com/LandeszentraleMV
www.twitter.com/lpbmv
www.instagram.com/lpb_mv

Die Pressemeldung des Bildungsministeriums findet ihr auf dieser Seite: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/Aktuell/?id=159098&processor=processor.sa.pressemitteilung

Wir brauchen eine digitale Bildungsstrategie
GEW begrüßt Laptop-Zuschuss 
 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) begrüßt den Vorschlag der Bildungsministerin Bettina Martin für einen Laptop-Zuschuss aus Bundesmitteln: "Die aktuelle Situation fordert uns in vielfältiger Weise heraus. Es zeigt sich, dass vor allem Probleme, die wir schon eine geraume Zeit diskutieren, uns jetzt daran hindern, passgenau bei digitaler Bildung zu reagieren. Wir begrüßen deshalb die Initiative der Bildungsministerin", erklären die beiden GEW-Landesvorsitzenden Maik Walm und Annett Lindner. Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass bedingt durch die Schulschließung, Kinder aus bildungsfernen oder wirtschaftlich schwachen Familien noch mehr als sonst benachteiligt sind. "Die Forderung hier über das Bildungs- und Teilhabeprogramm schnell für Abhilfe zu sorgen, schafft kurzfristig hoffentlich für die Bedürftigsten Entlastung", erläutert Maik Walm. "Wir brauchen eine langfristige digitale Bildungsstrategie für unsere Schulen, die für alle die dort lernen und arbeiten rechtlich, technisch sicher und vor allem pädagogisch brauchbar ist", so der Gewerkschafter weiter. Als Beispiel dafür nennt er datenschutzrechtliche Probleme bei der Nutzung privater Technik. Auch den Ansatz, dass einige Kinder finanzielle Unterstützung bekommen und andere nicht, hält die GEW für grundsätzlich bedenklich: "Wir wissen doch, dass gerade Familien mit kleinen Einkommen, die knapp an den Verdienstgrenzen liegen, genauso Unterstützung benötigen und diese dann nicht bekommen", sagt Annett Lindner. Bei Erscheinen der Nachrichten am Samstag hatte die GEW Post von einer Mutter erhalten, die genau diese Frage stellt. Sie arbeite in der Pflege und hätte für ihren Sohn knapp keine Anspruch aufs BuT. Einen eigenen Laptop könne sie ihm nicht kaufen. "Die aus unserer Sicht beste Lösung wäre es mittel- und langfristig, wenn im Rahmen einer digitalen Strategie alle Schülerinnen und Schüler ab einer bestimmten Klassenstufe von ihrer Schule mit der gleichen Technik ausgerüstet würden", erklärte die Gewerkschafterin weiter. Dann gälte es, auch neue Wege zu gehen: "Das ist eine große Herausforderung, denn hier muss zwischen den Zuständigkeiten des Landes und der einzelnen Kommunen ein Weg gefunden werden, der einen gleichen Standard in allen Schulen ermöglicht", sagen die beiden Vorsitzenden abschließend.

V.i.S.d.P. Annett Lindner und Maik Walm

Alle Pressemitteilungen der GEW M-V findet ihr hier: https://www.gew-mv.de/presse/

Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst pausieren

// Die am 5. März gestarteten Tarifverhandlungen über die Eingruppierungsregelungen im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst sind wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Gewerkschaften und Arbeitgeber werden die Lage weiter beobachten und die Verhandlungen so bald wie möglich wieder aufnehmen. //

Um die Ausbreitung des Corona-Virus so gut wie möglich einzudämmen bzw. zu verlangsamen sind alle Menschen, wie auch Verbände und Institutionen aufgefordert, ihr Handeln dementsprechend anzupassen und soziale Kontakte so weit wie möglich einzuschränken. Von diesen Infektionsschutzmaßnahmen sind auch Tarifverhandlungen betroffen. Die am 5. März gestarteten Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über die Eingruppierung der Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst wurden daher von den Tarifparteien einvernehmlich vorübergehend ausgesetzt.

Wie geht es nun weiter?

Inzwischen haben alle Bundesländer per Allgemeinverfügung öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen untersagt. Das schließt, neben den Tarifverhandlungen selbst auch alle Sitzungen und Aktionen der Gewerkschaften ein, mit denen wir solche Verhandlungen begleiten. Sobald öffentliche Veranstaltungen wieder möglich sind, werden wir unsere Mitglieder auch wieder aufrufen, sich am Kampf um Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe aktiv zu beteiligen. Bereits geplante Treffen und Sitzungen zur Vorbereitung der Tarifbewegung werden wir dann so schnell wie möglich nachholen. Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt daher nichts anderes übrig, als abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und sich an diese anzupassen. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Wird die Tarifrunde TVöD wie geplant im Herbst 2020 stattfinden?
Auch das ist derzeit ungewiss. Der DGB hat gemeinsam mit den Einzelgewerkschaften gegenüber der Politik sehr deutlich gemacht, dass es in Folge der notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie nicht zu einer Einschränkung der Tarifautonomie und einer dauerhaften Belastung der Beschäftigten durch ausfallende Tarifrunden kommen darf.

Unser komplettes Tarifinfo-Blatt findet ihr in unserem Downloadbereich (rechte Spalte bzw. scrollen).

Liebe Eltern,

die ersten drei Wochen in der – für uns alle – neuen Ausnahmesituation liegen hinter uns. Sie haben gewiss vieles organisiert und versucht, den „Spagat“ zwischen Kinderbetreuung, Berufsleben und privaten Verpflichtungen hinzubekommen. Das ist sicher keine einfache Aufgabe. Wir haben großes Verständnis für die schwierige Situation, in der Sie sowohl den Ansprüchen Ihrer Kinder als auch von anderer Seite gerecht werden wollen. Die Schulschließungen sind eine einschneidende Maßnahme, aber sie waren und sind leider notwendig, damit die Ausbreitung des gefährlichen Corona-Virus eingedämmt werden kann. Deshalb möchten wir zunächst einmal herzlich Dankeschön sagen für Ihr Verständnis, Ihr Engagement und Ihr Durchhaltevermögen. Eine große Herausforderung ist für viele Kinder und Eltern das Lernen zu Hause – über Lerninhalte, die die Lehrkräfte entweder digital oder auch per Papier zur Verfügung stellen. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler während der Schulschließungen so gut wie möglich das festigen, was vorher in der Schule gelehrt wurde, und ihren Lernforschritt sicherstellen. Wir hören, dass das vielerorts sehr gut klappt und dass die Lehrkräfte mit viel Energie und Kreativität Ihren Kindern Lernstoff für zu Hause aufarbeiten. Aber es ist auch nicht immer einfach und manche sitzen lange Stunden vor dem Computer oder Tablet – liebe Eltern, überfordern Sie sich bitte nicht selbst in dieser Situation: Sie sollen keine Ersatzlehrerinnen und –lehrer sein. Das wissen auch die Lehrkräfte Ihrer Kinder. Ihren Kindern wird – abhängig von deren Alter – immer bewusster werden, wie anders der Alltag im Moment aussieht. Bestimmt stellen sie Ihnen viele Fragen und freuen sich über Anregungen von Ihnen, wie sie die schulfreie Zeit verbringen können.

Wir möchten Ihnen – gerade auch für die Tage der Osterferien - gern einige Anregungen mit auf den Weg geben. Vielleicht möchten Sie den einen oder anderen Hinweis aufgreifen:

1) Kindgerechte Erklärungsversuche sowie Antwortvorschläge auf Kinderfragen (Anlagen 1 und 2) Diese sind als Hilfestellung für den eigenen Umgang mit der Corona-Krise sowie für die Vermittlung zu Ihren Kindern gedacht. All diese Überlegungen stehen unter dem Motto „Ruhe bewahren“.

2) Praktische Anregungen für die Zeit zu Hause (Anlage 3)

3) Lernen zu Hause, digitaler Unterricht (Anlage 4)

4) Bewertungen in der Zeit der Schulschließungen (Anlage 5) Es werden an uns auch viele Fragen zur Leistungsbewertung im Rahmen des Lernens zu Hause gerichtet. Deshalb haben wir Ihnen hierzu einen Leitfaden erstellt, der im Detail erklärt wie die Schulen damit umgehen. Selbstverständlich sind Sie es, die entscheiden, was Ihre Kinder erfahren sollen und wie Sie ihren Tag gestalten. Sicherlich tauschen Sie sich, auch über das Telefon oder soziale Medien mit anderen Eltern aus. So kann man die besten Ideen weitergeben und voneinander profitieren. Sollten Sie mehr Hilfe brauchen, wenden Sie sich bitte an eine der verschiedenen Hotlines und Webseiten (Anlage 6). Alle an Schule Beteiligten sind sich der schwierigen Aufgabe bewusst, dass wir sicherstellen müssen, dass keine Schülerin und kein Schüler langfristig Nachteile aufgrund der Krisensituation haben wird. Diesem Ziel verpflichten wir uns gemeinsam. Die derzeitige Situation stellt uns alle vor große Herausforderungen. Nur gemeinsam werden wir in der Lage sein, diese zu meistern. In voller Anerkennung der Erschwernis wünschen wir Ihnen alles Gute und natürlich vor allem Gesundheit für Sie und Ihre Familien. Und: Trotz allem frohe Ostern!

Mit herzlichen Grüßen

Bettina Martin Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V

Kay Czerwinski Vorsitzender des Landeselternrates M-V

 

Das Schreiben sowie die dazugehörigen Anlagen findet ihr in unserem Downloadbereich (rechte Spalte bzw. scrollen)

Geplanter Prüfungsablauf führt zu Überlastung

Zu den Plänen mit den Abschlussprüfungen für die Mittlere Reife und das Abitur am 11. Mai zu beginnen, äußert sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) kritisch: "Wir sehen, dass das Bildungsministerium versucht hat, möglichst schnell Klarheit hinsichtlich der Prüfungstermine für die Mittlere Reife und das Abitur herzustellen. Die vorgeschlagene zeitliche Planung sorgt unseres Erachtens sowohl für die Lehrkräfte, als auch für die Schülerinnen und Schüler, für eine enorm hohe Belastung bis hin zur Überlastung. Faire Prüfungen, die die aktuell schwierigen Bedingungen in der Vorbereitung und Durchführung der Prüfungen widerspiegeln, sind auf diese Weise aus unserer Sicht kaum möglich. Auch wenn es schwer fällt, so erscheint der GEW für dieses besondere Jahr ein Abschluss ohne zusätzliche Prüfungen als beste Lösung", sagen die GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm. "Jetzt sollten dringend alle Beteiligten miteinander ins Gespräch kommen."

Neue Prüfungstermine für die zentralen Abschlussprüfungen zur Mittleren Reife und zum Abitur

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

die aktuelle Krisensituation hat die Länder zu schwierigen Entscheidungen im Hinblick auf zentrale Abschlussprüfungen gezwungen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat hier mit als erstes Land reagiert und klargestellt, dass wir in der derzeitigen Lage die zentralen Prüfungen verschieben und – genauso wichtig – versichert, dass keine Prüfung vor Mai stattfinden wird. Die Schulen sind bis einschließlich 19. April 2020 geschlossen. Der Maßstab für das weitere Verfahren ist und bleibt der Infektionsschutz. Ich danke Ihnen genauso wie allen Lehrkräften für Ihre Unterstützung insbesondere im Hinblick auf die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Abschlussjahrgänge der Mittleren Reife und des Gymnasiums. Es ist mir klar, dass diese Arbeit im Hinblick auf die einzelne Prüfung nicht einfach war und ist.

Daher freue ich mich, dass ich heute die konkretisierte Zeitschiene mitteilen kann, die natürlich zur Grundlage hat, dass Prüfungen und deren Vorbereitungen durch die Gesundheitsbehörden erlaubt werden. Sie enthält neue Termine für die schriftlichen Prüfungen zur Mittleren Reife und zum Abitur. Die Prüfungstermine für die Fachhochschulreifeprüfungen bleiben unverändert.

Die weitergehenden Informationen über den Ablauf nach den schriftlichen Prüfungen werden Sie in der kommenden Woche erreichen. Hinsichtlich der neuen Auslieferungstermine erhalten Sie durch das IQ M-V auf gewohntem Weg über die Staatlichen Schulämter spätestens bis zum 30. April detailliertere Informationen in Form aktualisierter Durchführungshinweise. Sollten darüber hinaus besondere Modalitäten für die Durchführung der Prüfungen erforderlich sein, werden Sie rechtzeitig mit gesondertem Schreiben informiert. Sie können sicher sein, dass wir – wie es auch in den vergangenen Wochen unser Bestreben war – alle hier vorliegenden Informationen so zeitig wie möglich im Interesse von Transparenz und möglichst guter Prüfungsbedingungen weitergeben werden. Aber ich bitte auch um Verständnis, dass ich etwaigen Entscheidungen der Gesundheitsbehörden im Sinne des vorrangigen Ziels, also die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, hier keinesfalls vorgreifen kann. Bei der Neufassung der Termine haben wir uns von dem Ziel leiten lassen, den Abschluss der mündlichen Prüfungen bis zum Ferienbeginn sicherzustellen. Wichtig ist auch: Mit der spätestens in der ersten Ferienwoche erfolgenden Zeugnisausgabe werden alle Fristen für die anstehenden Bewerbungen erreicht.

Die ambitionierte Zeitplanung erfordert leider auf allen Seiten einen besonderen Einsatz. Die grundlegende Straffung des Zeitplans wird nur möglich durch eine Nutzung von Sonnabenden sowie Brückentagen. Ich bin mir bewusst, dass dies in der aktuellen Situation eine zusätzliche Herausforderung darstellt, für die Schülerinnen und Schüler, für die korrigierenden wie aufsichtführenden Lehrkräfte, für die Bildungsverwaltung sowie nicht zuletzt für Sie, die Schulleitung.

Dennoch, und das darf ich aus vollster Überzeugung sagen, bin ich guter Dinge, dass uns auch das Gelingen wird. Sie alle haben in den vergangenen Wochen großartige Leistungen vollbracht, die mich stolz machen, Ihre Ministerin zu sein. Und ich bin sicher, dass wir auch die kommenden Wochen mit allen Hochs und Tiefs gemeinsam schaffen werden.

Ich bedanke mich bereits jetzt für Ihr Engagement, bitte um kluge Umsetzung der Planung an Ihrer Schule und verbleibe

Bettina Martin

Dieses 25. Hinweisschreiben, den Prüfungsüberblick und die Prüfungstermine stellen wir euch in unserem Downloadbereich (rechte Seite bzw. scrollen) zur Verfügung. 

Offener Brief zum Semesterstart im Land Mecklenburg-Vorpommern

Sehr geehrte Frau Ministerin Martin, sehr geehrte Mitglieder der Landesregierung,
sehr geehrte Mitglieder des Landtages,

Wir, die Studierendenvertretungen der Universität Greifswald, der Hochschule für Musik und Theater Rostock, der Hochschule Neubrandenburg, der Hochschule Wismar, der Hochschule Stralsund und der Universität Rostock, haben uns zusammengetan, um Ihnen unsere Bedenken und unseren Protest bezüglich des geplanten Semesterstarts zu äußern. Die Qualität von Lehre und eine reguläre Bewältigung der Prüfungen ist in diesen Zeiten der Corona-Krise nicht sichergestellt. Zum einen sind die Hochschulen auf sich alleine gestellt, in dieser Ausnahmesituation ohne ausreichend Hilfe seitens des Landes ein digitales Semester zu ermöglichen. Zum anderen finden sich auch die Studierenden selbst mit existenziellen Sorgen konfrontiert, wenn Nebenverdienste ausfallen und Lernmaterialen auf Grund der geschlossenen Hochschulen nicht zugänglich sind. Daher fordern wir mit aller Dringlichkeit folgende Schritte zu unternehmen: Das Sommersemester 2020 muss als Optionales Semester gewertet werden. Dafür halten wir folgende vier Schritte für notwendig:

1. Das Semester darf nicht als reguläres Semester gewertet werden. Dies umfasst in erster Linie zwingend die Regelstudienzeit sowie die Regelprüfungszeiten. Des Weiteren muss sichergestellt werden, dass niemand durch die jetzigen Zustände einen Nachteil erhält, sei es in Sachen BAföG oder Studienkredit. Einer weiteren Verschuldung der Studierenden muss präventiv entgegengewirkt werden.
2. Anwesenheit in den Lehrveranstaltungen muss optional sein. Das gilt sowohl für Online-Veranstaltungen, als auch für reguläre Präsenzveranstaltungen. Das Außerkrafttreten der Anwesenheitspflicht ist zwingend notwendig, da nicht sichergestellt werden kann, dass alle Studierenden sowohl online als auch regulär gleiche Chancen zur Teilnahme haben. Niemand kann erwarten, dass alle zu Hause über eine technische Ausstattung verfügen, die eine verlässliche Teilnahme an OnlineVeranstaltungen sicherstellt oder zu Hause (welches oft eine enge Wohngemeinschaft darstellt) eine angemessene Lernatmosphäre vorfindet.
3. Prüfungen können absolviert werden, aber eine Verpflichtung in irgendeiner Form sie dieses Semester ablegen zu müssen, muss ausgeschlossen sein.
Wie schon erwähnt, können wir nicht davon ausgehen, dass die Lehr- und Lernsituation mit der regulären bzw. angestrebten Qualität zu vergleichen sein wird. Die Studierenden dürfen daher keine Nachteile erfahren.
4. Studierende, die sich dazu entschließen, trotz der Umstände eine Prüfung abzulegen, müssen einen zusätzlichen Krisen-Freiversuch erhalten. Wird die Prüfung nicht bestanden, wird so kein regulärer Versuch der betroffenen Person abgezogen. Sollte die Prüfung bestanden werden, gewährleistet der Krisen-Freiversuch die Möglichkeit der Verbesserung der im Sommersemester 2020 abgelegten Prüfung durch eine zusätzliche Wiederholungsprüfung. Wir sehen das Optionale Semester als zwingend notwendige Reaktion auf die Krise. Vorzugeben, eine mit regulären Lehr- und Lernsituation vergleichbare Lage sei in nächster Zeit möglich, wäre grob fahrlässig. Daher muss das Optionale Semester die politische Antwort auf die Lage an den Hochschulen des Landes sein. Chancengleich ist in Zeiten der Krise von größter Wichtigkeit. Diese würde bei dem Vorhaben, das Sommersemester 2020 regulär abzuhalten, grob verletzt:

1. Die Durchführung von Online-Lehre ist nicht in jeder Disziplin gleichermaßen umsetzbar. Besonders Ingenieurswissenschaften und andere Fächer, die beispielsweise auf Labore angewiesen sind, dürften die größten Schwierigkeiten haben. Aber auch künstlerische, pädagogische und bibliotheksabhängige Tätigkeiten, sowie Praktika im Allgemeinen, sind rein online kaum vorstellbar.
2. Die Chancengleichheit zwischen den verschiedenen Hochschulstandorten ist durch den Versuch, das Sommersemester in Mecklenburg-Vorpommern regulär durchzuführen, nicht gegeben. Im bundesweiten Vergleich hätten Studierende in unserem Bundesland erhebliche Nachteile, verglichen mit Studierenden anderer Hochschulstandorte, in denen digitale Infrastrukturen bereits deutlich besser ausgebaut sind und Lehrpersonal besser für digitale Lehre geschult ist.
3. Es ist wichtig anzumerken, dass Studierende mit Kindern diese derzeit zuhause betreuen müssen. Die fehlende Kinderbetreuung macht ein Studium mit einem Nebenjob nahezu unmöglich.
4. Durch die finanzielle Notlage vieler Studierender, die den Verlust ihrer Nebenverdienste zu beklagen haben, ist keine wirkliche Chancengleichheit mehr denkbar. Denn sollte das Semester regulär gewertet werden, so hätten diejenigen, die finanziell nicht in Not sind, bessere Chancen dieses Semester auch so wahrzunehmen. Der Großteil aber muss sich andere Beschäftigungen suchen, die sich gegebenenfalls deutlich schlechter mit dem Studium vereinbaren ließen. Ein Optionales Semester würde zudem die Möglichkeit eröffnen, dass sich Studierende vermehrt und ohne gravierende Nachteile an gesellschaftlich dringenden Aufgaben beteiligen könnten, wie zum Beispiel an der Feldarbeit. Besonders das Spargelstechen ist eine langwierige Arbeit, neben der eine gewissenhafte Bewältigung der Studien- und Prüfungslast kaum vorstellbar ist. 

Bezüglich der finanziellen Not vieler Studierender, möchten wir an dieser Stelle auch noch einmal auf die Notwendigkeit von finanzieller Hilfe für Studierende hinweisen. Durch die andauernde Schließung vieler (Kleinst-)Unternehmen, fehlt vielen Studierenden, die kein BAföG erhalten, nun die Lebensgrundlage. Der Aktualisierungsantrag deckt hier leider nur einen kleinen Teil der Studierenden ab. Wir appellieren daher mit aller Dringlichkeit an Sie, hier nicht tatenlos zuzusehen. Diese Studierenden fallen durch alle sozialen Sicherungssysteme und brauchen Ihre Hilfe. Wir fordern somit umgehend Soforthilfe für Studierende. Nun ist Ihrerseits konsequentes politisches Handeln gefragt, um auf die aktuelle Situation angemessen zu reagieren. Eine reguläre Durchführung des Sommersemesters 2020 ist nicht möglich. Ein Optionales Semester sowie finanzielle Unterstützung sind von Nöten, um den Übergang zu einem regulären Hochschulbetrieb zu gewährleisten.

Mit freundlichen Grüßen,

gez. Der AStA der Universität Rostock
Der AStA der Universität Greifswald
Der AStA der Hochschule Wismar
Der AStA der Hochschule Stralsund

Dieses Schreiben findet ihr auch zum Download in unserem Servicebereich (rechte Spalte bzw. scrollen).

Beschulung von Schülerinnen und Schülern in der dualen Ausbildung während der Schulschließung

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

wegen der weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat das Landeskabinett beschlossen, alle staatlichen und freien allgemeinbildenden und beruflichen Schulen ab dem 16. März 2020 bis einschließlich 19. April 2020 zu schließen. Ziel ist es, Infektionsketten zu unterbrechen und somit dem Gesundheitssystem möglichst viel Zeit zu verschaffen, auf diese neue Krankheit zu reagieren. Die Schülerinnen und Schüler der beruflichen Schulen haben sich, so sieht es die Allgemeinverfügung der Landesregierung vom 14. März 2020 vor, bei ihrem Ausbildungsbetrieb zu melden.

Ziel ist es jedoch gleichzeitig, auch in dieser herausfordernden Situation Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Dazu bitte ich Sie, Möglichkeiten zum selbstorganisierten Lernen zur Verfügung zu stellen sowie die Schülerinnen und Schüler bei anstehenden Prüfungsvorbereitungen bestmöglich zu
unterstützen.

Die Voraussetzungen für die Organisation einer ortsunabhängigen Vermittlung von Unterrichtsinhalten sind an den Schulen unterschiedlich. Zugleich sind auch die
Anforderungen an eine solche Organisation, vor allem mit Blick auf den jeweiligen Ausbildungsberuf, verschieden. Deshalb müssen auch die Form der Vermittlung von
Lerninhalten und die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei anstehenden Prüfungsvorbereitungen durch die Schulen selbst eigenverantwortlich geregelt werden. Mit
Blick auf die Vielzahl der Bildungsgänge und die bevorstehenden Abschlussprüfungen bitte ich Sie, dabei das Augenmerk zunächst vor allem auf die Abschlussklassen zu legen. Im Hinblick auf die Ihnen dabei zur Verfügung stehenden digitalen Möglichkeiten, möchte ich Sie auf das Hinweisschreiben Nr. 14 der Ministerin vom 17. März 2020 hinweisen („Hinweise Digitale Bildungsmedien“ https://service.mvnet.de/_php/download.php?datie_id=1622746). 

Ergänzend kann ich ferner mitteilen, dass über das Kompetenzzentrum für berufliche Schulen gegenwärtig daran gearbeitet wird, allen Berufsschulen im Land einen Zugang zu HALEO zu gewährleisten: haleo-mv.de/login.php. Für  diesbezügliche Rückfragen steht Ihnen gerne Herr Seemann zur Verfügung
(J.Seemann_01@bm.mv-regierung.de; Tel.: 0381 – 498 59 59). 

Zudem möchte ich mit Blick auf mehrere Nachfragen noch auf für die duale Ausbildung wichtigen Punkte bei der Organisation der ortsunabhängigen Vermittlung von
Unterrichtsinhalten hinweisen:

Der Ausbildungsbetrieb entscheidet, ob die/der Auszubildende während des schulischen Ausbildungsturnus im Betrieb eingesetzt oder für die Bearbeitung schulischer Lerninhalte freigestellt wird. Für den Fall, dass den Teilzeitberufsschülerinnen und Teilzeitberufsschülern Lernaufgaben in digitaler oder anderer Form von der Schule zur Verfügung gestellt werden, hat das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern in einem Schreiben an die zuständigen Stellen die Ausbildungsbetriebe gebeten, ihren Auszubildenden, insbesondere in den Abschlussklassen, für die Bearbeitung der Lerninhalte soweit wie möglich
erforderliche Zeitfenster entweder am Arbeitsplatz im Betrieb oder für das Lernen zu Hause einzuräumen. Ich bitte Sie, die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie die Ausbildungsbetriebe zu informieren, sobald adäquate Lernformate vorliegen und eingesetzt werden sollen.

Teilen Sie bitte auch die für die Bearbeitung der Unterrichtsinhalte erforderlichen Zeiträume mit. Bitte informieren Sie auch den für Sie jeweils zuständigen Schulrat beziehungsweise die zuständige Schulrätin über den Einsatz der Lernformate.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass der Einsatz von Mitteln zur ortsunabhängigen Vermittlung von Unterrichtsinhalten grundsätzlich nur im Zeitraum des schulischen
Ausbildungsturnus erfolgen soll. In Absprache mit den Ausbildungsbetrieben sind jedoch abweichende Regelungen möglich. Für den Bildungsgang Staatlich anerkannte/r Erzieher/in für 0- bis 10-jährige gelten die vorliegenden Hinweise entsprechend.

Diesen Hinweis findet ihr in unserem Downloadbereich (rechte Seite bzw. scrollen).

Das Nordmagazin berichtet heute Abend von den anstehenden Abiturprüfungen am 11. Mai. Mehr als diese Nachrichten gibt es bis dato nicht. Auch eine offizielle Pressemitteilung des Bildungsministeriums liegt bis dato nicht vor. Zu allen Fragen nehmen wir demnächst Stellung:

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Abitur-Pruefungen-beginnen-am-11-Mai,coronavirus1130.html

Hubig: KMK schafft Sicherheit für Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter im Vorbereitungsdienst

Die Kultusministerkonferenz hat für die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter im Vorbereitungsdienst, die im Jahr 2020 ihre Staatsprüfung ablegen, beschlossen, dass sie keine Nachteile aufgrund von Maßnahmen des Infektionsschutzes im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus haben sollen.

Sollten im weiteren Verlauf des Schuljahres 2019/2020 unterrichtspraktische Prüfungen im Rahmen von Staatsprüfungen in schulischen Lerngruppen nicht oder nicht im geforderten Mindestumfang möglich sein, stehen andere Prüfungsformate beziehungsweise Prüfungsersatzleistungen der gegenseitigen Anerkennung der Abschlüsse zwischen den Ländern nicht entgegen. Darüber hinaus haben die Länder die Möglichkeit, für das Ergebnis der Staatsprüfung Vorleistungen aus dem Vorbereitungsdienst stärker als bisher zu berücksichtigen. Die Länder stimmen sich im Rahmen der Kultusministerkonferenz eng über das weitere Vorgehen ab.

Präsidentin der Kultusministerkonferenz und rheinland-pfälzische Bildungsministerin, Dr. Stefanie Hubig: „Ich freue mich, dass wir uns innerhalb der Ländergemeinschaft auf einen gemeinsamen Beschluss geeinigt haben. Wir haben damit Klarheit für unsere Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter im Vorbereitungsdienst geschaffen.“

Hier geht es zur Website der KMK: https://www.kmk.org/

Erste Ergebnisse liegen vor

GEW hat Onlineumfragen zur Arbeitssituation im Bildungsbereich gestartet

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) hat in den vergangenen Tagen zwei Onlineumfragen zur Arbeitssituation von Beschäftigten in Kitas, Horten und Jugendhilfeeinrichtungen sowie in den Schulen in Zeiten der Corona-Pandemie durchgeführt. Rund 1700 Fragebögen erreichten daraufhin die Gewerkschaft: „Ziel war es, ein breites Stimmungsbild zur Lage zu erhalten. Das ist uns gelungen“, stellen die GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm fest. „In einer ersten Auswertung wird deutlich, dass es sowohl kurzfristig dringenden Handlungsbedarf gibt, als auch Probleme, die bereits seit langem bekannt sind und grundsätzlich bearbeitet werden müssen“, führt Maik Walm weiter aus. Dringend gestaltet sich noch immer die Situation für einen Teil der Erzieherinnen und Erzieher im Land: „Offenbar gibt es noch immer Freie Träger, die die klaren Anweisungen aus der Allgemeinverfügung und dem Sozialministerium nicht umsetzen“, stellt Annett Lindner fest. „Sowohl die zuständigen Leitungen der Landkreise und kreisfreien Städte als auch einzelne Träger werden wir in den kommenden Tagen kontaktieren, um eine schnelle Verbesserung für die Erzieher*innen zu erreichen. Auch mit dem Sozialministerium, das auch im bundesweiten Vergleich, gute Arbeit leistet, stehen wir in engem Kontakt. Wir werden nicht hinnehmen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen in den Kitas unnötig gesundheitlichen Risiken ausgesetzt werden oder arbeitsrechtliche Nachteile erleiden!“, macht die Gewerkschafterin deutlich.

 

Als besonders problematisch für den Bereich Kinder- und Jugendhilfe stellen sich vier Punkte heraus:

  • Es wird Zwangsurlaub angewiesen und für Sommer oder Herbst angemeldeter Urlaub gestrichen.

  • Es werden Erzieherinnen mit Kindern nicht freigestellt bzw. nicht in das Homeoffice abgestellt.

  • Erzieherinnen werden weiterhin unnötigerweise in KiTas eingesetzt, obwohl sie für die Notbetreuung nicht benötigt werden.

  • Es gibt weiterhin eine große Unklarheit über die weitere Finanzierung der Arbeit von Integrationshelfern, was die betroffenen Kolleg*innen vor große Probleme stellt.

Während im Schulbereich nur vereinzelt offensichtliche Verstöße gegen die Allgemeinverfügung deutlich wurden, lieferte die die Befragung Hinweise auf eher längerfristige und grundsätzlichere Themen. „Einen großen Raum nehmen hier erwartungsgemäß Fragen und Folgen der Digitalisierung ein. Hierbei handelt es sich um einen Prozess, der aktuell an den Schulen hochdynamisch verläuft. Bis zum 6. April kann an der Schulbefragung noch teilgenommen werden“, sagt Maik Walm. Und er bekräftigt: „Unabhängig von unseren Umfragen stehen wir für alle Bildungsbeschäftigten jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Gewerkschaften werden jetzt vielleicht stärker denn je für gelebte Solidarität und als politischer Schutz gebraucht! Wir haben mit dem Land kurze Wege zur Klärung von Fragen und Probleme vereinbaren können. Uns alle eint das gemeinsame Ziel, diese Krise auch in den Bildungseinrichtungen des Landes bestmöglich zu meistern und aus den gemachten Erfahrungen gemeinsam zu lernen.“
 

Die Onlineumfrage für den Schulbereich finden Sie unter diesem Link: https://www.soscisurvey.de/GEW-Befragung_Schule_zu_Corona/

Alle wichtigen Informationen rund um die Bildung in Zeiten der Corona-Krise stellen wir hier zur Verfügung: https://www.gew-mv.de/corona.

Informationen zum Umgang mit den Vergleichsarbeiten VERA im Schuljahr 2019/2020

Sehr geehrte Damen und Herren, durch die zur Eindämmung der Corona-Pandemie verordneten flächendeckenden Schulschließungen in Mecklenburg-Vorpommern ist auch die Durchführung der Vergleichsarbeiten VERA in den Jahrgangsstufen 3, 6 und 8 im Schuljahr 2019/2020 betroffen. Mit diesem Schreiben informiere ich Sie über den weiteren Umgang mit der Durchführung der Vergleichsarbeiten.

VERA 3
VERA 3 wird im Schuljahr 2019/2020 nicht durchgeführt, da der Testzeitraum zum Zeitpunkt der Schulschließung noch nicht begonnen hatte.

VERA 6
VERA 6 wird in diesem Schuljahr freiwillig durchgeführt, da die Testungen zum Zeitpunkt der Schulschließung bereits begonnen hatten. Damit ist auch die Auswertung bereits durchgeführter Testungen freiwillig. Das VERA-Portal www.ktest.de steht wie gewohnt zur Verfügung. Bereits durch Schülerinnen und Schüler bearbeitete und durch Lehrkräfte ausgewertete Testhefte können wie gewohnt übertragen werden. Eine weitere Durchführung der Tests ist prinzipiell möglich. Spätester Zeitpunkt für die Übertragung der Korrekturergebnisse in das Portal ist der 30.04.2020. Aufgrund der Tatsache, dass voraussichtlich nicht alle Schulen des Landes an der Testung teilnehmen werden, können in diesem Jahr als Testergebnis nur die Sofortberichte bereitgestellt werden.

VERA 8
Auch VERA 8 wird in diesem Schuljahr freiwillig durchgeführt, da die Testungen zum Zeitpunkt der Schulschließung bereits begonnen hatten. Damit ist auch die Auswertung bereits durchgeführter Testungen freiwillig. Das VERA-Portal www.ktest.de steht wie gewohnt zur Verfügung. Bereits durch Schülerinnen und Schüler bearbeitete und durch Lehrkräfte ausgewertete Testhefte können wie gewohnt übertragen werden. Eine weitere Durchführung der Tests ist prinzipiell möglich. Spätester Zeitpunkt für die Übertragung der Korrekturergebnisse in das Portal ist der 30.04.2020. Aufgrund der Tatsache, dass voraussichtlich nicht alle Schulen des Landes an der Testung teilnehmen werden, können in diesem Jahr als Testergebnis nur die Sofortberichte bereitgestellt werden. Bitte wenden Sie sich bei eventuell auftretenden Fragen direkt an folgende Ansprechpartnerinnen:

VERA 3
Frau Astrid Koriller, a.koriller@iq.bm.mv-regierung.de, Tel. 0385/588-17836

VERA 6
Frau Dr. Katharina Hagenfeld, k.hagenfeld@iq.bm.mv-regierung.de, Tel. 0385/588-17833

VERA 8
Frau Dr. Kersten Athanasiadis, k.athanasiadis@iq.bm.mv-regierung.de, Tel. 0385/588-17871

Das Schreiben des Bildungsministeriums findet ihr in unserem Downloadbereich (rechte Spalte/Scrollen).

Achtung, Fake News!

PM 053-20

Es sind gefälschte Schreiben in sozialen Netzwerken im Umlauf, die den Eindruck erwecken sollen, vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern zu stammen. Es geht dabei im Wesentlichen um die Verkürzung der Sommerferien. Diese Schreiben stammen nicht aus dem Bildungsministerium. Alle offiziellen Informationen zur Corona-Pandemie und zur Schulorganisation finden Sie immer auf unseren Internetseiten. In diesen Zeiten halten wir das für einen wirklich schlechten Aprilscherz.

Bitte dringend das entsprechende „Beispielformular“ in unserem Downloadbereich unter Hinweis Nr. 22 anschauen! (rechte Spalte oder scrollen)

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) unterstützt die Forderungen des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Universität Rostock nach einer finanziellen Unterstützung für Studierende, denen durch die Schließungen vieler Unternehmen Nebenverdienstmöglichkeiten wegbrechen:

"Wir sehen, dass das Land sich um Hilfen für zahlreiche Betroffenengruppen bemüht. Genauso wichtig ist es, die Studierenden jetzt nicht zu vergessen und auch jenen einen existenzsichernden Ausgleich zu ermöglichen, die durch die bisherigen Hilfsangebote nicht erfasst sind", erklärt der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm. "Weiterhin teilen wir die Ansicht, dass die jetzige Situation die grundsätzlichen Schwächen des Systems zur Vergabe von Bafög hervorbringt. Darüber wird nach dem Überwinden der Krise zu sprechen sein." 

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Rostock kritisiert das Krisen-Management der Landesregierung. Die prekäre Situation vieler Studierender werde in der Corona-Krise nicht in Gänze betrachtet, was weitreichende Folgen mit sich bringen könnte.

Das im Bundestag verabschiedete Hilfspaket zur Bewältigung der Corona-Krise beinhaltet keine finanziellen Hilfen für die große Mehrheit der Studierenden. Zwar werden BAföG-Beziehenden keine Nachteile durch die Schließungen der Hochschulen zuteil, aber die Corona-Krise trifft einen Großteil derjenigen, die ihr Studium nur durch die Arbeit in meist gering bezahlten Nebenjobs bestreiten können. Das sind circa zwei Drittel der gesamten Studierendenschaft. Das Bündnis „Soforthilfe für Studierende“ fordert daher bundesweit für alle hilfsbedürftigen Studierenden eine sofortige Hilfe von 3.000 Euro. Auch der AStA der Universität Rostock unterstützt die Forderungen des Bündnisses und kritisiert die momentane Lage daher scharf. 

„Wir bedauern es, dass die Bildungsministerin Martin sich hinter die Entscheidung des Bundes stellt, allein den Studierenden, die BAföG beziehen entgegenzukommen. Die Zahl der Studierenden, die wegen der Ladenschließungen nun in finanzielle Not geraten sind, ist weit größer“, so AStA-Vorsitzende Sara Klamann. „Wir haben Frau Martin per Telefonkonferenz unsere Sorgen und Forderungen vorgetragen. Wir sind sehr enttäuscht, denn der Großteil der Studierenden wurde bisher übergangen.“

„In Krisenzeiten werden Missstände besonders deutlich und die Studienfinanzierung vieler wird nicht gerettet. Lange wurde die Ausweitung des BAföG-Berechtigtenkreises gefordert. Jetzt aber muss pragmatisch reagiert werden. Wir fordern eine Soforthilfe für alle Studierenden, die finanziell vor dem Aus stehen. Denn die Studierenden, die sonst die so zahlreichen Jobs hier in Rostock stemmten, fallen nun durch alle sozialen Sicherungssysteme in Deutschland“ ergänzt der stellvertretende AStA-Vorsitzende Philipp Leist.

Die Referierenden des AStAs tun auch weiterhin was sie können, um in der unsicheren Situation an der Universität zu helfen, so zum Beispiel mit der Sozialberatung und bei der Rückerstattung des Semestertickets. Außerdem legen sie allen Universitätsangehörigen ans Herzen, die Petition „Soforthilfe für Studierende“ mit einer Unterschrift zu unterstützen, um weiter politischen Druck aufzubauen.

An alle Lehrkräfte der allgemein bildenden und beruflichen Schulen des Landes

Leistungsermittlung und -bewertung in der Zeit der Schulschließungen


Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

unser gemeinsames Ziel ist es, unter diesen schwierigen Umständen den Schülerinnen und Schülern bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen und Bildungsangebote so gut wie möglich aufrecht zu erhalten. Dazu stellen Sie derzeit eine Vielzahl an Möglichkeiten zum selbstorganisierten Lernen zur Verfügung, finden geeignete Formen der Vermittlung von Lerninhalten und unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei anstehenden Prüfungsvorbereitungen. Dabei stehen Sie in engem Austausch mit Ihren Lerngruppen. Für Ihr Engagement in dieser schwierigen Zeit der Schulschließungen möchte ich mich zunächst einmal herzlich bei Ihnen bedanken. Alle tragen durch Wollen und Handeln dazu bei, die Situation so gut wie möglich zu meistern. Dabei ist allen Beteiligten klar, dass dieses Szenario in keiner Lehramtsausbildung und auch in keiner Fortbildung besprochen, erlernt oder geprobt wurde. Manchmal sind es technische Kleinigkeiten wie volle Postfächer oder zu große Anlagen, die die Kommunikation erschweren. Manchmal gibt es jedoch auch im pädagogischen Bereich offene Fragen. Ich weiß, dass die Situation eine besondere auch emotionale Belastung darstellt. Ich bitte Sie aber genau deshalb auch zu bedenken, dass Schülerinnen und Schüler nie und Erziehungsberechtigte selten eine Ausbildung genossen haben, die im Umgang mit solchen Herausforderungen unmittelbar hilfreich ist.

Deshalb, bei allen Belastungen, seien Sie bitte auch um- und nachsichtig mit denjenigen unter den Schülerinnen und Schülern oder den Erziehungsberechtigten, die ihre emotionale Last nicht so gut tragen können wie Sie. Das vorausgeschickt will ich Ihnen rückmelden, dass die häufigsten Fragen und Bemerkungen an die Staatlichen Schulämter und an unsere Hotline die Leistungsermittlung
und -bewertung betreffen. Mit folgenden Hinweisen möchten wir denjenigen, die sich mehr Sicherheit im Umgang mit Leistungsermittlungen und -bewertungen wünschen, eine Unterstützung an die Hand geben.

1. Auf die aktuelle Situation soll in Bezug auf die Leistungsermittlung und -bewertung selbstverständlich Rücksicht genommen werden. Aufgrund der Schulschließungen sollen
den Schülerinnen und Schülern keine Nachteile in Bezug auf ihre Benotung entstehen. 


2. Über die Anforderungen, die Art der geforderten Leistungsnachweise, deren Gewichtung und die Möglichkeiten einer angemessenen Vorbereitung werden die Schülerinnen und
Schüler sowie die Erziehungsberechtigten möglichst ausführlich informiert. Das Bildungsministerium schickt darüber hinaus einen Elternbrief, der vor allem auf diese Themen eingeht. Insgesamt ist eine hinreichende Kommunikation mit den Erziehungsberechtigten in dieser Zeit notwendig. Dabei bitte ich Sie, die Eltern unbedingt von dem Gefühl zu entlasten, die Rolle der Lehrkraft übernehmen zu müssen. Das ist und bleibt natürlich Ihre Aufgabe, wenn auch die Situation uns und Sie vor enorme Herausforderungen stellt.

3. Über Inhalt und Umfang der erteilten Lernaufgaben entscheiden die Lehrkräfte grundsätzlich nach eigenem pädagogischem Ermessen auf der Grundlage der geltenden Rahmenpläne. Grundsätzlich sollen dabei Inhalte aus allen Fächern berücksichtigt werden. Hierbei gilt es zu beachten, dass die Schülerinnen und Schüler bei der Bearbeitung der Lernaufgaben weder hinsichtlich des Umfangs noch hinsichtlich der Anforderungen überfordert sind. Das selbstständige häusliche Lernen ersetzt im Hinblick auf Umfang der Aufgaben, Bearbeitungsdauer und Intensität keineswegs den regulären Unterricht. Bitte beachten Sie unbedingt, dass die Dauer konzentrierten selbstorganisierten Lernens keinesfalls mit der reinen Unterrichtszeit gleichgesetzt werden kann. Wie Sie alle wissen, entstehen anders als bei der Bearbeitung der Aufgaben zu Hause im Unterricht durch Unterrichtsgespräche, Fragestellungen, Erklärungen und dem Einsatz von Medien durchaus Zeiträume, in denen der Unterricht zwar verfolgt wird, aber nicht die volle Konzentrationskraft aller Schülerinnen und Schüler gleichzeitig und gleichmäßig in Anspruch nimmt. Das ist bei der Aufgabenstellung unbedingt zu beachten.

4. Eine etwaige Leistungsbewertung erfolgt auf der Grundlage der curricularen Vorgaben und unter ausgewogener Ausübung des pädagogischen Ermessens. Die Ergebnisse der Leistungsermittlung sind durch die Lehrkräfte auszuwerten. 

5. Den Grundschulen wird empfohlen, keine Benotung der erteilten Lernaufgaben vorzunehmen. Für die weitere Unterrichtsplanung sollen die Lehrkräfte vielmehr den Stand
der erfüllten Lernaufgaben dokumentieren und auswerten. Den Schülerinnen und Schülern soll als Einschätzung eine verbale Rückmeldung über die erzielten Leistungen gegeben 
werden.

6. Im Sekundarbereich I ist es möglich, im Einvernehmen mit den Schülerinnen und Schülern mit dem Ziel der Leistungsverbesserung eine Leistungsbewertung vorzunehmen. Dabei
muss die Eigenständigkeit der Leistung erkennbar sein. 

7. Der Schuljahresabschluss wird auch in diesem Schuljahr gesichert durchgeführt. Wenn gemäß § 6 Absatz 5 der Leistungsbewertungsverordnung (LeistBewVO) im begründeten Einzelfall die Mindestanzahl der geforderten Leistungsnachweise nicht erbracht werden kann, beschließt die Klassenkonferenz über die Gewichtung der erbrachten
Leistungsnachweise zur Ermittlung der Gesamtnote. Als diesbezügliche Begründung ist ausdrücklich auch die derzeitige Situation zu berücksichtigen. Bei der Bildung abschließender Leistungsbewertungen kann die Anzahl der gemäß §§ 4 und 7 LeistBewVO im Schuljahr verpflichtend einzubringenden Klassenarbeits- und sonstigen Leistungen reduziert werden. Darüber hinaus sind von vornherein auch die Möglichkeiten gemäß § 2 Absatz 2 der Verordnung über die Versetzung, Kurseinstufung und den Wechsel des Bildungsganges sowie über die Berufsreife an den allgemein bildenden Schulen zu beachten. Demnach sind bei der Entscheidung, ob eine erfolgreiche Mitarbeit in der nächsthöheren Jahrgangsstufe erwartet werden kann, u.a. auch solche Umstände einzubeziehen, die sich auf das
Lernverhalten und Leistungsvermögen der Schülerin oder des Schülers auswirken. Außergewöhnliche Bedingungen, wie zum Beispiel längerer Unterrichtsausfall, sind zu berücksichtigen.

8. Auch die Schulabschlüsse werden in diesem Schuljahr abgesichert. In den Abschlussklassen der Regionalen Schule und Integrierten Gesamtschule, die die Mittlere Reife anstreben, können im Falle noch ausstehender unbedingt erforderlicher Leistungsbewertungen Ersatzleistungen gemäß § 6 Leistungsbewertungsverordnung in Form einer Hausarbeit erbracht werden. Gleiches gilt für das zweite und vierte Schulhalbjahr in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe gemäß § 23 Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung i. d. F. vom 19. Februar 2019 sowie § 5 Abiturprüfungsverordnung
i. d. F. vom 8. August 2014. Die Hausarbeiten können per E-Mail oder auf anderen digitalen Wegen sowie postalisch eingereicht werden. Auch hier muss die Eigenständigkeit der Leistung erkennbar sein.

9. Insbesondere Schülerinnen und Schülern, deren Notenschnitt bis einschließlich 13. März Grund zur Sorge um die Versetzung geben lässt, sind nach Absprache mit den Erziehungsberechtigten Möglichkeiten der Notenverbesserung einzuräumen. Für Rückfragen stehen Ihnen Ihre Schulrätinnen und Schulräte sowie das Unterstützungssystem des IQ M-V gern zur Seite. Ich danke Ihnen für Ihren engagierten Einsatz – bitte leiben Sie gesund!


Mit freundlichen Grüßen
gez. im Auftrag
Dr. Birgit Mett
Landesschulrätin

Das Schreiben findet ihr zum Download in unserem Servicebereich (rechts bzw. scrollen).

Auch die GEW stellt Informationen rund um das digitale Lernen für Lehrkräfte und Schüler*innen zur Verfügung. Zu unseren Tipps geht es hier entlang: https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/tipps-fuer-lernplattformen-und-tools/

FLIMMO ist ein Projekt des Vereins Programmberatung für Eltern e.V. und bietet Eltern und Erziehenden konkrete Orientierungshilfe bei der Fernseherziehung ihrer Kinder.

Der Programmratgeber enthält Einzelbesprechungen kinderrelevanter Sendungen und Kurzbeiträge zu medienpädagogischen Themen. Besprochen wird nicht nur das Kinderprogramm, sondern auch solche Sendungen, die sich zwar an Erwachsene richten, aber bei Kindern zwischen drei und 13 Jahren ebenfalls beliebt sind. Bewertet wird, wie Kinder mit bestimmten Fernsehinhalten umgehen und welche Verarbeitungsprozesse je nach Alter zu erwarten sind. FLIMMO liefert aber keine TV-Kritik, sondern betrachtet die Programme aus der Perspektive der Kinder.

FLIMMO ist wissenschaftlich und pädagogisch fundiert. Um über die Sichtweisen von Kindern auf dem Laufenden zu bleiben, werden – zusätzlich zur Auswertung einschlägiger Publikationen – halbjährlich Drei- bis 13-Jährige zu ihrem Fernseherleben befragt.

Mit der Durchführung des Projekts FLIMMO wurde das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis aus München betraut, das seine jahrzehntelange Forschungserfahrung im Bereich Kinder und Fernsehen einbringt.

https://www.flimmo.de/corona-tipps

Unter https://www.familienbotschaft-mv.de/ können sich Familien Tipps und Anregungen für die gemeinsame Zeit zu Hause holen. 

Das Sozialministerium hat zusätzliche Hotlines rund um die Corona-Pandemie geschaltet: 

Für Fragen rund um Krippen, Kindergärten, Horte und Kindertagespflegestellen: 0385 588 19997 / 0385 588 19998 / 0385 588 19999

Für Fragen zum Themenkomplex Pflege und soziale Einrichtungen: 0385 588 19995.

Alle Hotlines von Montag bis Freitag von 9 – 18 Uhr geschaltet.

Sommersemester 2020 in MV findet statt

Rahmenbedingungen für das Sommersemester verabredet

Nr.051-20  | 31.03.2020  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Der Prüfungs- und Lehrbetrieb an den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern kann zum 20. April 2020 unter bestimmten Voraussetzungen wieder starten. Darauf hat sich Wissenschaftsministerin Bettina Martin mit den Rektorinnen und Rektoren der Hochschulen in einer Telefonschaltkonferenz verständigt. Seit dem 16. März 2020 sind die Hochschulen im Zuge der Eindämmung von Covid-19 für den regulären Lehrbetrieb geschlossen.

„Studierende, Professorinnen, Professoren und Beschäftigte an den Hochschulen treibt die Frage um, wie das Sommersemester durchgeführt wird. Dafür habe ich großes Verständnis“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Wir haben deshalb gemeinsam klare Rahmenbedingungen verabredet, damit die Hochschulen den Lehr- und Prüfungsbetrieb organisieren können. Das Wissenschaftsministerium steht mit den Hochschulleitungen in engem und regelmäßigem Austausch. Wir werden auch die weiteren Schritte gemeinsam gehen“, so Martin.

Die Rahmenbedingungen zur Durchführung des Sommersemesters 2020 im Detail:

  1. Das Sommersemester 2020 findet statt.
  2. Die Universitäten sowie die Hochschule für Musik und Theater Rostock nehmen den Lehrbetrieb zum 20. April 2020 auf; die Fachhochschulen setzen den Lehrbetrieb am 20. April 2020 fort.
  3. Aufgrund der epidemiologischen Situation findet der Lehr- und Studienbetrieb nicht in Präsenzform, sondern z. B. in digital gestützten Formaten statt („distance learning“).
  4. Prüfungen, die ohne Direktkontakt möglich sind und eigenverantwortlich durch die Hochschulen organisiert werden, können bereits jetzt digital und ohne physischen Kontakt qualitätsgesichert durchgeführt werden.
  5. Präsenzlehre bzw. -prüfungen sowie Praxisanteile werden schrittweise dann wieder stattfinden, sobald Gründe des Gesundheitsschutzes dem nicht mehr entgegenstehen. Dies wird mit den für den Gesundheitsschutz zuständigen Behörden vorher abgestimmt.
  6. Alle im Sommersemester 2020 erbrachten Leistungen werden anerkannt.                                     

„Für die notwendigen Anpassungen im Rahmen der Studien- und Prüfungsordnungen haben wir als Wissenschaftsministerium größtmögliche Flexibilität zugesichert. Wir werden den notwendigen, rechtlichen Rahmen kurzfristig dafür schaffen“, erklärte Ministerin Martin. „Über mögliche Konsequenzen für die Organisation des Wissenschaftsbetriebs in diesem Jahr bin ich mit den anderen Ländern in Gesprächen“, sagte sie.

Zur ganzen Meldung auf der Website des Bildungsministeriums: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/Aktuell/?id=158963&processor=processor.sa.pressemitteilung

Die GEW hat sich bereits vor einigen Tagen zu diesem Thema zu Wort gemeldet. Diese Meldung findet ihr hier: https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-sommersemester-nicht-verlorengeben-aber-auch-nicht-zaehlen/ . Bei Fragen stehen wir euch gerne als Ansprechpartner*innen zur Verfügung!

Martin: Ergänzung beim BAföG hilft Studierenden in der Krise

PM 050-20

Viele Studierende sind derzeit in Sorge um ihre finanzielle Grundlage. Nebenjobs brechen weg oder die Eltern geraten aufgrund der Krise in finanzielle Problemlagen und können nicht in gewohnter Form unterstützen. Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat deshalb die Entscheidung des Bundes begrüßt, Studierenden beim Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) entgegenzukommen und flexible Verfahren anzuwenden. Im Zuge der krisenbedingten Gesetzgebung hat der Bund auch das BAföG in Teilen geändert.

·         BAföG-Empfängerinnen und -empfänger bekommen auch für den Zeitraum, in dem momentan kein Besuch der Schule bzw Hochschule wegen coronabedingter Schließung möglich ist, eine Förderung.

·         Anträge von Studierenden, bei denen sich die eigenen Einkommensverhältnisse oder die der Eltern geändert haben, werden schnell bearbeitet. Es stehen Hilfsinstrumente für kurzfristigen Zahlungsbedarf zur Verfügung. Das beinhaltet Vorbehaltsbewilligungen bei Folge- oder Aktualisierungsanträgen und Abschlagszahlungen bei Neuanträgen.

·         Studierenden, die jetzt im Gesundheitswesen, in sozialen Einrichtungen oder der Landwirtschaft tätig sind, wird der Verdienst nicht wie sonst üblich auf den gesamten Förderzeitraum, sondern nur auf die Zeit ihrer Beschäftigung angerechnet.

„Es ist ein wichtiges Signal, dass Studierende, die sich jetzt für andere einsetzen und anpacken, nicht um ihre Förderung bangen müssen“, sagte Martin am Montag. Mecklenburg-Vorpommern hatte sich auf Initiative Martins beim Bund dafür eingesetzt, dass nicht nur der Verdienst im Gesundheitswesen und in sozialen Einrichtungen, sondern auch in der Landwirtschaft nicht auf das BAföG im gesamten Förderzeitraum angerechnet wird.

Martin betonte, wie wichtig es gerade jetzt sei, dass sich Studierende in der Land- und Ernährungswirtschaft engagieren. „Wir brauchen jetzt auch Studierende, die sich für die Gemeinschaft in der Krise engagieren. Wer also Engagement mit einem Nebenverdienst vereinen möchte, findet dort die Möglichkeit“, sagte Martin. Im Internet ist unter der Adresse www.mv-wir-packen-an.de eine Stellenbörse geschaltet, über die sich auch Studierende um einen Job in der Land- und Ernährungswirtschaft bewerben können.

Hier geht es zur Meldung auf der Website des Bildungsministeriums: https://www.regierung-mv.de/Aktuell/?id=158950&processor=processor.sa.pressemitteilung

Das Land hat den Anspruch auf Notfallbetreuung für Kinder in Kitas und Schulen erweitert. Auch wenn nur ein Elternteil in einem im Gesundheitswesen tätig ist, soll eine Kinderbetreuung dann möglich sein, wenn keine andere Möglichkeit zur Betreuung besteht. Aus Sicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern ist dies mit Blick auf die breite Sicherstellung öffentlicher Leistungen ein nachvollziehbarer und im Einzelfall zu begründender Schritt,. Allerdings steigt damit zugleich das Infektionsrisiko für Erzieher*innen und Lehrkräfte.

"In dieser Zeit braucht es ein Zusammenstehen aller. Die Betreuung der Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen ist unverzichtbar. Wir fordern alle Eltern auf, mit dieser Möglichkeit verantwortungssvoll umzugehen. Wo es anders möglich ist, sei es durch Homeoffice oder wechselnde Schichten, sollten zunächst diese Möglichkeiten genutzt werden. Wir verstehen, dass viele Kolleginnen und Kollegen verunsichert sind. Für sie wollen wir mit einem Forderungskatalog das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich halten und ihre Rechte als Arbeitnehmer*innen und Beamt*innen wahren",  erklären die GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm. 

Die GEW M-V fordert deshalb: 

1. Die Inanspruchnahme von Notfallbetreuungsplätzen sollte eine absolute und berechtigte Ausnahme darstellen, um Einrichtungen und Personal nicht zu überfordern. Die Notfallbetreuung und das anwesende Personal ist auf das notwendige Maß zu beschränken. Dies ist insbesondere erforderlich, um zu verhindern, dass im Falle einer Erkrankung oder eines Infektionsverdachts das gesamte Personal zeitgleich ausfällt.

2. Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe gehören, sollen nicht in der Notfallbetreuung eingesetzt werden.

3. Vor der Verpflichtung von Personal ist zu prüfen, ob der aktuelle Personalbedarf durch den Einsatz von Freiwilligen sichergestellt werden kann.

4. Der Einsatz in Notfallbetreuungsmaßnahmen ist durch Personal- und Betriebsräte mitzugestalten. Die Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung ist sicherzustellen.

5. Dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten ist angemessen Rechnung zu tragen, indem zum Beispiel Einweghandschuhe sowie Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden. Besondere Aufmerksamkeit brauchen die Beschäftigten, die in direkten Nahkontakt gerade mit kleineren Kindern stehen, welche mehr Unterstützung brauchen. Die Einrichtungen sind dafür  ggf. in die staatlich koordinierte Versorgung einzubeziehen.

6. Allen in der Notfallbetreuung Beschäftigten wird ausreichend Zeit zur Erholung eingeräumt, insbesondere wenn Arbeit an sonst üblicherweise arbeitsfreien Tagen notwendig wird. Dies wird bei der aktuellen Planung berücksichtigt.

7. Die geltenden gesetzlichen und tarifvertraglichen Regelungen, insbesondere auch zur Arbeitszeit und zum Infektionsschutz, sind zu beachten. Die Einsatzzeiten sind entsprechend zu vergüten, ausgefallene freie Tage alsbald nachzuholen.

8. Personen in der Notfallbetreuung sind ebenfalls als „systemrelevant“ einzustufen, sodass im Bedarfsfall auch die Betreuung der eigenen Kinder gewährleistet ist.

Einem Bericht des Nordkurier zufolge, weitet das Land den Kreis der Anspruchsberechtigten auf eine Notfallbetreuung für Kinder aus. Demnach kann die Härtefallregelung auch für Eltern gelten, bei denen nur ein Elternteil im Gesundheitswesen tätig ist. Unsere Rückfragen in den zuständigen Referaten bestätigen diese Information. 

Wenn Kita und Schule geschlossen sind und kein Anspruch auf eine Notfallbetreuung besteht, droht erwerbstätigen Sorgeberechtigten ein Verdienstausfall. „Um diese besonderen Härten für betroffene Eltern abzufedern, tritt ab dem 30. März, eine neue gesetzliche Regelung in Kraft“, teilte Sozialministerin Stefanie Drese heute in Schwerin mit.

Nach Paragraf 56 Abs. 1 a Infektionsschutzgesetz wird nun eine Möglichkeit der Lohnfortzahlung für Eltern geschaffen, die sogenannte "Eltern-Entschädigung". Der Bundesrat hatte dafür am vergangenen Freitag „grünes Licht“ gegeben.

Drese: „Für viele Familien gerade auch in Mecklenburg-Vorpommern sind Verdienstausfälle derzeit eine existenzielle Sorge. Insbesondere berufstätige Eltern mit kleinen Kindern sind aufgrund von Schul- und Kitaschließungen vor besondere Herausforderungen gestellt. Oft sind alle Bemühungen eine andere Betreuung zu finden erfolglos und ein Elternteil kann nicht zur Arbeit. Deshalb begrüße ich die neue Eltern-Entschädigung sehr.“

Der Antrag auf Eltern-Entschädigung muss vom jeweiligen Arbeitgeber gestellt werden. Antragsbehörde in Mecklenburg-Vorpommern ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS). Die Arbeitgeber zahlen für einen Zeitraum von maximal sechs Wochen den Lohn in Höhe von 67 Prozent fort. Der Höchstbetrag für einen vollen Monat beträgt 2.016 Euro. Den Arbeitgebern werden die ausgezahlten Beträge durch die Neuregelung im Infektionsschutzgesetz auf Antrag erstattet.

Die Elternentschädigung erhalten erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und deshalb auf Hilfe angewiesen sind. Auch Pflegeeltern und Selbstständige haben einen Anspruch.

Für Fragen zur Eltern-Entschädigung ist montags bis freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr ein Bürgertelefon unter der Telefonnummer 0385/ 399-1111 geschaltet.

Auch per Mail ist eine Kontaktaufnahme möglich: eltern.entschaedigung(at)lagus.mv-regierung(dot)de

Alle Informationen inklusive Merkblatt und Antragsformulare sind unter www.lagus.mv-regierung.de/Services/Blickpunkte/coronavirus-entschaedigung abrufbar.

 

Hier geht es zu der Meldung auf der Website des Sozialministeriums: https://www.regierung-mv.de/Aktuell/?id=158936&processor=processor.sa.pressemitteilung

Bund und Länder unterstützen Schulen beim digitalen Unterricht in Corona-Krise

PM 049-20

Bildungsministerin Martin begrüßt die Entscheidung von Bund und Ländern, dass den Schulen jetzt kurzfristig 100 Millionen Euro aus dem DigitalPakt Schule zur Verfügung gestellt werden. Diese Mittel seien eine wichtige Hilfe für unsere Schulen, um den digitalen Unterricht für die Schülerinnen und Schüler in dieser Krise umsetzen zu können. Die Mittel werden den Ländern für den Auf- und Ausbau von Online-Lernplattformen bereitgestellt. Mecklenburg-Vorpommern kann mit rund zwei Millionen Euro rechnen.

„Schulleitungen und Lehrkräfte leisten in diesen Wochen Großartiges – mit enormem Einsatz versorgen sie ihre Schülerinnen und Schüler zu Hause mit Unterrichtsstoff und Aufgaben. Sie nutzen dafür alle Wege, um das Lernen auch während der Schulschließungen für die Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen. Für dieses Engagement danke ich sehr herzlich“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin.

„Ich höre von zahlreichen Beispielen aus Schulen, wo das digitale Lernen bereits hervorragend klappt“, sagte Martin.  In einem ersten Schritt hatte das Bildungsministerium bereits in der ersten Woche der Schulschließungen allen öffentlichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern kostenlose Zugänge zur Unterrichtsplattform Fuxmedia ermöglicht. Davon konnten vor allem jene Schulen profitieren, die noch über keine ausreichenden Lösungen verfügten. Mithilfe dieser Plattform zur Unterrichtsorganisation können Lehrerinnen und Lehrer Unterrichtseinheiten organisieren und Lerninhalte für ihre Schulklassen so einpflegen, dass sie von zu Hause von allen Schülerinnen und Schülern digital abgerufen werden können.

Bildungsministerin Martin hatte sich zudem mit einem Schreiben an alle Lehrkräfte im Land gewandt und ihnen verschiedene Übersichten auf bereits bestehende Online-Lerninhalte zur Verfügung gestellt. Die Hinweise sind über den Bildungsserver MV abrufbar. „Es ist gut, dass wir nun mit den Mitteln über den DigitalPakt den Schulen weitere Möglichkeiten eröffnen können. Mecklenburg-Vorpommern kann mit rund zwei Millionen Euro rechnen“, erläuterte Martin. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Mittel ist, dass ein Land mit mindestens einem anderen Land kooperiert und gemeinsame Projekte auf den Weg bringt, da die Mittel nur für Verbundlösungen verwendet werden können.

Zur Website des Bildungsministeriums geht es hier entlang: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/

Was wir bisher wissen:

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schrieb am 25.3.2020:

„Soziale Dienstleister und Einrichtungen sind infolge der Coronavirus-Pandemie von schwerwiegenden finanziellen Einbußen bis hin zur Insolvenz bedroht. Die Nichtinanspruchnahme von Leistungen zur Vermeidung von Ansteckungen oder die Schließung von Maßnahmen, Kursen oder Einrichtungen ist erheblich. Besonders schwer betroffen sind die freien Wohlfahrtsverbände. Denn diese dürfen als gemeinnützige Träger - anders als kommerzielle Anbieter - kaum Risikorücklagen bilden und können oftmals keine Kredite aufnehmen. Es gibt derzeit keine eindeutige gesetzliche Grundlage, die es den hinter diesen Angeboten stehenden Leistungsträgern ermöglicht, ihre Zahlungen an die sozialen Dienstleister und Einrichtungen fortzusetzen. Auf der anderen Seite ergeben sich durch die Schließung von sozialen Einrichtungen oder durch Kurzarbeit freie Kapazitäten, die zur Bekämpfung der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie dringend benötigt werden. 

Lösung:

 Das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) regelt:

1. Den Einsatz sozialer Dienstleister zur Krisenbewältigung und

2. einen Sicherstellungsauftrag der Leistungsträger für soziale Dienstleister.

Die sozialen Dienstleister sollen bei der Krisenbewältigung mit den ihnen zur Verfügung stehenden Kapazitäten unterstützen. Als Ausgleich für die Bereitstellung freier Kapazitäten übernehmen die sozialen Leistungsträger (mit Ausnahme der gesetzlichen Krankenversicherung und der sozialen Pflegeversicherung) einen Sicherstellungsauftrag für diese sozialen Dienstleister. Die gesetzliche Regelung umfasst alle sozialen Dienstleister und Einrichtungen, die mit den Leistungsträgern im Zeitraum des Inkrafttretens von Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz zur Bekämpfung der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Leistungsbeziehungen stehen.

Zum gesamten Schreiben geht es über diesen Link: https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/Thema-Soziale-Sicherung/einsatz-absicherung-sozialer-dienstleister.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Die Lebenshilfe hat dazu Stellung genommen: https://www.lebenshilfe.de/fileadmin/Redaktion/PDF/2_Informieren/BVLH_20200325_Sozialschutz-Paket_Covid_19.pdf

Zur genauen Ausgestaltung und Umsetzung berichten wir auch weiterhin.

Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern vom 27.03.2020

Drese: Sozialschutz-Paket bringt schnelle und unbürokratische Hilfe für Bürgerinnen und Bürger

Der Bundesrat hat heute mit den Stimmen Mecklenburg-Vorpommerns das „Sozialschutz-Paket“ beschlossen. Mit verschiedenen Maßnahmen sollen die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für die Bürgerinnen und Bürger abgefedert werden.

„Mit dem Sozialschutz-Paket helfen wir denen, die von der Krise wirtschaftlich und sozial besonders betroffen sind, wie z.B. Menschen mit geringem Einkommen, Solo-Selbständige oder Kleinunternehmen“, verdeutlicht Sozialministerin Stefanie Drese. Viele Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern würden von den Maßnahmen profitieren, so Drese.

So wird der Zugang in die Grundsicherungssysteme vorübergehend erleichtert, damit Lebensunterhalt und Unterkunft gesichert sind. Hierfür wird die Vermögensprüfung ausgesetzt. Drese: „Der Staat zahlt die Grundsicherung und übernimmt dabei alle Miet- und Heizkosten für bis zu einem Jahr. Niemand muss dafür sein Erspartes antasten. Und niemand muss um seine Wohnung fürchten.“

Familien erhalten Unterstützung durch veränderte Regelungen beim Kinderzuschlag, dem sogenannten Notfall-KIZ. „Da sich bei vielen Familien das Einkommen aktuell durch Kurzarbeit, Arbeitslosengeld oder geringere Einnahmen reduziert, ist für den Anspruch auf Kinderzuschlag ausnahmsweise nur das Einkommen im letzten Monat vor der Antragstellung maßgeblich“, verdeutlicht Ministerin Drese. Das Vermögen bleibt bei der Prüfung völlig unberücksichtigt.

Der Kinderzuschlag ist eine zusätzliche finanzielle Unterstützung für erwerbstätige Eltern mit kleinen Einkommen, die genug für sich selbst verdienen, aber bei denen es nicht oder nur knapp reicht, um auch für den gesamten Bedarf der Familie aufzukommen. Für eine Paarfamilie mit zwei Kindern ist das ein Einkommen von circa 1.400 bis circa 2.400 Euro netto. Bei hohen Wohnkosten kommen auch höhere Werte in Betracht.

Der Notfall-KiZ kann ab dem 1. April 2020 bei den Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden.

Das Sozialschutz-Paket umfasst auch Unterstützung für soziale Dienstleister und Fürsorgeeinrichtungen, die in ihrem Bestand gefährdet sind. Sie werden mit finanziellen Hilfen weiter gesichert. Im Gegenzug sollen die Empfänger im Rahmen eines Sicherstellungsauftrags der öffentlichen Hand in geeignetem und zumutbarem Umfang Arbeitskräfte, Räumlichkeiten und Sachmittel zur Verfügung stellen. Drese: „Die sozialen Dienstleister und Einrichtungen werden alles in ihrer Macht Stehende tun, um bei der Bewältigung der Corona-Krise mitzuhelfen.“

Zur Website des Sozialministeriums geht es hier entlang: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/
Zum Antrag für den Notfall-KiZ geht es hier entlang: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/kinderzuschlag/notfall-kiz
 

GEW: „Licht und Schatten“

Bildungsgewerkschaft zu Entscheidungen von Bundestag und Bundesrat zur Bewältigung der Corona-Krise

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erkennt in den Maßnahmen für den Bildungsbereich, die Bund und Länder jetzt beschlossen haben, viele richtige Entscheidungen, aber auch noch weiteren Handlungsbedarf. „Es gibt Licht und Schatten. Wir werden uns dafür einsetzen, dass bei Bedarf nachjustiert wird“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Freitag in Frankfurt a. M. mit Blick auf die Entscheidungen im Bundesrat.

Mehrere Bundesländer hätten bereits zugesagt, die Finanzierung der Kitas und sozialen Einrichtungen sicher zu stellen. „Jetzt müssen die anderen nachziehen“, betonte Tepe. Dafür mache sich die GEW weiter stark, damit die Arbeitsplätze erhalten bleiben und die Einrichtungen nach der Krise möglichst schnell den Betrieb wieder aufnehmen können.

Für die übrigen Länder und alle anderen Träger der sozialen Arbeit etwa in der ambulanten Jugendhilfe zeichne sich mit dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) eine Auffanglösung durch die Bundesregierung ab: Alle Träger könnten Zuschüsse von 75 Prozent erhalten. „Diese Deckelung reicht aber schon kurzfristig nicht aus, damit die Träger ihr Personal weiter bezahlen können. Hier muss nachgearbeitet werden“, sagte die GEW-Vorsitzende. Zudem sei nicht klar definiert, welche Vorgaben die Träger erfüllen müssen, um die Zuschüsse zu erhalten.

„Die Kitas, die Notdienst leisten, müssen in das staatliche Versorgungsnetz aufgenommen werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass beispielsweise ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen“, mahnte Tepe an. „Für die Notdienste brauchen wir klare arbeitszeitliche Regelungen.“ Sie setzte sich dafür ein, Risikogruppen nicht in die Notdienstplanung einzubeziehen.

„Insgesamt wird es gute Regelungen für die Beschäftigten in der Weiterbildung geben“, stellte Tepe fest. Die GEW hatte unter anderem in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringenden Handlungs- und Regelungsbedarf für Einrichtungen und Kurse der Integration sowie der Weiterbildung ebenso wie Schutzmaßnahmen für die Honorarlehrkräfte angemahnt. Die Träger der Maßnahmen erhielten jetzt Zuschüsse von bis zu 75 Prozent, wenn sie Arbeitskräfte, Räume und Sachmittel zur Bewältigung der Corona-Krise zur Verfügung stellen sowie neue Lernformen und digitale Formate einsetzen. Die Träger hätten zudem die Möglichkeit, das Krisen-Kurzarbeitergeld zu beantragen. Hierfür hätten sich alle Gewerkschaften eingesetzt. Soloselbstständige Lehrkräfte könnten bei den Landesbanken eine Soforthilfe von bis zu 9.000 Euro bekommen. Wenn ihre wirtschaftliche Existenz bedroht ist, könnten Honorarlehrkräfte in einem vereinfachten Verfahren Grundsicherungsleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) erhalten. Dies schließe auch die Zahlung der Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung ein. „Mit diesen Maßnahmen ist für Soloselbstständige, die meist keine großen Rücklagen haben und deshalb in der Krise schnell existenzielle Probleme bekommen, ein ordentliches Auffangpaket geschnürt worden“, unterstrich Tepe.

Tepe mahnte Bund und Länder, auch die als Folge der Corona-Krise in Not geratenen Studierenden und Lehrenden an Hochschulen nicht im Regen stehen zu lassen. „Studierenden, die jetzt ihre Jobs verlieren und ihr Studium nicht weiter finanzieren können, muss jetzt unbürokratisch geholfen werden: mit einem Studienfonds sowie einem erweiterten Zugang zur Grundsicherung nach SGB II – analog zu den Erleichterungen für Selbstständige. Auch für Lehrbeauftragte müssen die Soforthilfen für Selbstständige geöffnet werden, wenn sie aufgrund des Ausfalls von Lehrveranstaltungen ihre Bezahlung und Existenzgrundlage verlieren“, sagte die GEW-Vorsitzende.

Alles Wichtige auch auf Bundesebene im Überblick: https://www.gew.de/corona/

Pressemitteilung der IHK zu Schwerin: Die Industrie- und Handelskammern in Deutschland verschieben alle Azubi-Abschluss- und Weiterbildungsprüfungen - Auch Sach- und Fachkundeprüfungen bleiben vorerst ausgesetzt

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) verschieben die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Hiervon sind rund 210 000 Auszubildende betroffen. Bis einschließlich Mai finden auch keine IHK-Weiterbildungsprüfungen statt. Diese werden zwischen Juni und August nachgeholt. Darauf haben sich die zuständigen IHK-Gremien verständigt.

Die schriftlichen IHK-Ausbildungsprüfungen werden nach jetzigem Stand in der Zeit vom 16. bis zum 19. Juni 2020 nachgeholt. Die industriell-technischen Prüfungen sollen demnach am 16. und 17. Juni 2020 und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni 2020 stattfinden.

Prüfungsteilnehmer, die im Frühjahr 2020 für die Abschlussprüfung Teil 1 angemeldet waren, können ihre Prüfung im Herbst 2020 nachholen. Genauere Informationen zu den Aus- und Weiterbildungsprüfungen können unter ihkzuschwerin.de nachgelesen werden.
Die IHK-Organisation begründet die Absage mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen sowie mit den Vorgaben in einzelnen Bundesländern. Insbesondere aufgrund dieser Vorschriften ist es faktisch unmöglich geworden, bundesweit einheitliche Prüfungen ordnungsgemäß abzuhalten.

Auch alle IHK-Unterrichtungen sowie die IHK Sach- und Fachkundeprüfungen (Verkehrsprüfungen sowie Unterrichtungen und Prüfungen aus dem Bereich des Gewerberechts) bleiben ebenfalls mindestens bis zum 24. April 2020 ausgesetzt. Auch hier wird die IHK zu Schwerin schnellstmöglich darüber informieren, wann diese wieder stattfinden können.

Um Engpässe im Güterverkehr zu vermeiden, ist die Gültigkeit der Schulungsnachweise für Berufskraftfahrer und im Gefahrgutbereich verlängert worden. So bleiben alle Bescheinigungen über die Fahrzeugführerschulung, deren Geltungsdauer zwischen dem 1. März 2020 und dem 1. November 2020 endet, bis zum 30. November 2020 gültig. Auch die Schulungsbescheinigungen für Gefahrgutbeauftragte, deren Geltungsdauer zwischen dem 1. März 2020 und dem 1. November 2020 endet, bleiben bis zum 30. November 2020 gültig.

Da es Fragen zum Umgang mit der Zensierung der Leistungen der Schülerinnen und Schüler in dieser besonderen Situation gab, verweisen wir auf das Schreiben, das das Bildungsministerium mit Datum vom 14. März an die Lehrkräfte gewandt hat. Darin heißt es:

“Bei Leistungsbewertungen soll selbstverständlich auf die aktuelle Situation Rücksicht genommen werden. Deshalb entstehen Schülerinnen und Schülern bei Unterrichtsausfall aufgrund von Schulschließungen keine Nachteile in Bezug auf ihre Benotung.“

Das Schreiben befindet sich in unserer Linkliste (Begleitschreiben zur Allgemeinverfügung an die Lehrkräfte).

Für alle laufenden, an das Haushaltsjahr gebundenen Förderungen gilt: 

Bewilligungs- und Abrechnungszeiträume, die im laufenden Haushaltsjahr enden, verlängern sich ohne Antrag bei der DFG bis zum Ende des jeweiligen Haushaltsjahres. 
Die Abgabefrist für den Verwendungsnachweis für das Kalenderjahr 2019 verlängert sich auf den 30.6.2020. 
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit der Übertragung von Mitteln aus dem Jahr 2020 in das Jahr 2021. Anstellungsverträge von Doktorand*innen in einem Graduiertenkolleg können mit einer Regellaufzeit von 36 Monaten können kostenneutral um 12 Monate auf insgesamt 48 Monate ohne Zustimmung der DFG verlängert werden. 

Diese und weitere konkrete Informationen entnehmt ihr dem gesamten Schreiben, das sich in unserem Downloadbereich (rechte Spalte bzw. scrollen) finden lässt!

Kurzarbeitergeld-Infos für Arbeitnehmer/innen

https://www.arbeitsagentur.de/finanzielle-hilfen/kurzarbeitergeld-arbeitnehmer

Kurzarbeitergeld-Infos für Arbeitgeber und Unternehmen

 https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zumkurzarbeitergeld

FAQ zur Grundsicherung

https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung

Informationen für bestehende Kunden/innen und zur Arbeitslosmeldung

https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq

Alle Infos sind auch in unserer Linkliste auffindbar (rechte Spalte bzw. scrollen)

Hinweis Nr. 20 des Bildungministeriums 

>>> Das Schreiben findet ihr in unserem Downloadbereich (rechts bzw. scrollen)

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

ein besonders wichtiges gemeinsames Ziel ist es, trotz der erforderlich gewordenen Schulschließungen, die Abschlussprüfungen für unsere Schülerinnen und Schüler weiter geordnet vorzubereiten und durchzuführen. Bei der verantwortungsvollen Umsetzung aller dazu erforderlichen Maßnahmen kommt Ihnen und Ihren Lehrkräften eine besonders wichtige Rolle zu. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Schreibens sind an den öffentlichen und privaten beruflichen Schulen zunächst bis zum 19.04.2020 alle Prüfungen ausgesetzt. Für die weitere Vorbereitung und Durchführung der Prüfungen in den Bildungsgängen der Berufsfachschule, der Höheren Berufsfachschule (hier außer den Prüfungen in den Gesundheitsfachberufen), der Fachschule sowie der Fachoberschule ist Folgendes zu beachten:

1. Um die Schülerinnen und Schüler bei den anstehenden Prüfungsvorbereitungen bestmöglich zu unterstützen, stellen die verantwortlichen Lehrkräfte in geeigneter Form Materialien für das selbstorganisierte Lernen zur Verfügung. Die konkrete Form der Vermittlung von Lerninhalten und die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei den Prüfungsvorbereitungen werden durch die jeweilige Schule eigenverantwortlich organisiert.

2. Bei Leistungsbewertungen soll auf die aktuelle Situation Rücksicht genommen werden. Deshalb sollen den Schülerinnen und Schülern durch den Unterrichtsausfall aufgrund der Schulschließungen keine Nachteile in Bezug auf ihre Benotung entstehen.

3. Für die Schulen, an denen die oben genannten Abschlussprüfungen stattfinden, gelten zur Umsetzung der unter 1. und 2. genannten Grundsätze folgende Regelungen: - Die Anzahl von vorgesehenen Leistungsbewertungen im Schuljahr bzw. Schulhalbjahr kann reduziert werden. - Für Schülerinnen und Schüler, die weder am Haupt- noch am Nachschreibetermin einer Prüfung teilnehmen können, werden nach gegenwärtigem Stand weitere Nachschreibetermine zur Verfügung gestellt. - Abstimmungen in den Prüfungskommissionen und den Fachprüfungsausschüssen können digital, postalisch oder per Telefon- oder Videokonferenz erfolgen. Die Beratungsergebnisse sind protokollarisch festzuhalten.

4. Zentrale Abschlussprüfungen in den Bildungsgängen der Fachoberschule sowie für die Bildungsgänge, die zum Erwerb der Fachhochschulreife führen a. Aufgrund des späten Prüfungsbeginns wird für die Durchführung der zentralen Prüfungen zum Erwerb der Fachhochschulreife zum gegenwärtigen Zeitpunkt an der bisherigen Zeitschiene festgehalten. b. Den Termin für die Abschlussprüfung im beruflichen Schwerpunktfach legt jede Schule gemäß Fachoberschulverordnung – FOSVO M-V in eigener Verantwortung fest.

5. Zentrale Abschlussprüfungen in den sozialpädagogischen Bildungsgängen der Höheren Berufsfachschule und der Fachschule Die genauen Termine für die einzelnen Prüfungen und Nachprüfungen in den Bildungsgängen Erzieher, Heilerziehungspflege, Sozialassistenz und Staatlich anerkannte Erzieherin/ Staatlich anerkannter Erzieher für 0 bis 10-Jährige werden durch das Bildungsministerium zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

6. Abschlussprüfungen in den Bildungsgängen der Fachschule, der Berufsfachschule und der Höheren Berufsfachschule (hier außer den Prüfungen in den Bildungsgängen der Gesundheitsfachberufe und in den sozialpädagogischen Bildungsgängen)

a. Für diese Bildungsgänge der Fachschule, der Berufsfachschule und der Höheren Berufsfachschule legen die betroffenen beruflichen Schulen die Prüfungstermine in eigener Verantwortung selbstständig fest.

b. Um nach der Schulschließung einen geordneten Einstieg in den jeweiligen Prüfungszeitraum zu ermöglichen, wird durch das Bildungsministerium der frühestmögliche Termin für den Beginn (bzw. das Fortführen) der Abschlussprüfungen in den oben genannten Bildungsgängen zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

7. Sonstiges Zu den Prüfungen im Bereich der Gesundheitsfachberufe wird es gemäß Hinweisschreiben Nr. 15 des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Informationen vom hierfür fachlich zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit geben. Eine Anpassung der Festlegungen zu den Abschlussprüfungen in diesem Schreiben erfolgt fortlaufend unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung. Für Ihren engagierten Einsatz möchte ich Ihnen an dieser Stelle nochmals danken.

 

Die GEW hat sich auf Bundesebene bereits zur Situation der Studierenden geäußert:

Bildungsgewerkschaft für Verlängerung von BAföG und Zeitverträgen wegen Coronakrise


23.03.2020

Frankfurt am Main – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt die Initiative für ein „Nichtsemester“, die Lehrende an Hochschulen aus ganz Deutschland ergriffen haben. „Das Sommersemester 2020 darf nicht verloren gegeben werden: Hochschulen, Lehrende und Studierende werden alles tun, um für einen geordneten Lehr-, Forschungs- und Studienbetrieb zu sorgen. Dafür benötigen sie die Unterstützung von Bund und Ländern. Aber es darf niemand dafür bestraft werden, dass sie oder er in Folge der Coronakrise die erwarteten Leistungen nicht erbringen kann. Das Semester darf daher nicht zählen: weder bei der Ausbildungsförderung noch bei befristeten Arbeitsverträgen“, sagte Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung, am Montag in Frankfurt a.M.

„Schon jetzt ist absehbar, dass es im Sommersemester 2020 als Folge der Coronakrise erhebliche Behinderungen von Forschung, Lehre und Studium geben wird – Lehrveranstaltungen, Forschungsreisen und Fachtagungen fallen aus, Bibliotheken, Archive und Labore schließen, Praktika, Jobs und Kinderbetreuungsangebote fallen weg. Hinzu kommt, dass die Hochschulen nicht auf eine flächendeckende Umstellung ihrer Lehre auf ein Fernstudium eingestellt sind: Dafür sind weder die Lehrenden ausreichend qualifiziert noch gibt es eine dafür geeignete digitale Infrastruktur. Diese Beeinträchtigungen dürfen nicht zu Nachteilen führen – weder für Studierende noch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“, mahnte Keller.

Er forderte Bund, Länder und Hochschulen dazu auf, jetzt die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das Semester nicht zählt. „Beim BAföG muss die Förderhöchstdauer pauschal um ein Semester erhöht werden. Analog sind Stipendien der Studien- und Promotionsförderung um ein Semester zu verlängern. Befristete Arbeitsverträge mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind um sechs Monate zu verlängern, damit die wissenschaftlichen Qualifizierungsziele erreicht und Forschungsprojekte abgeschlossen werden können“, sagte Keller.

Weiter sprach sich der GEW-Vize dafür aus, jene zu unterstützen, die besonderen Schutz brauchten. „Lehrbeauftragte haben bei einer verkürzten Vorlesungszeit mit jeder ausfallenden Lehrveranstaltungsstunde einen Einkommensverlust. Studentische Beschäftigte, Jobberinnen und Jobber sind auf die Einkünfte aus ihren Nebentätigkeiten angewiesen, die nun wegzufallen drohen. Wir erwarten von den Hochschulen, dass sie ihren Lehrbeauftragten die volle Semestervergütung zahlen. Verträge mit studentischen Beschäftigten müssen sie wie geplant ausstellen bzw. verlängern. Studierenden, die aufgrund wegfallender Jobs in Not geraten, soll aus einem Studienfonds unbürokratisch Hilfe gewährt werden“, betonte Keller abschließend.

Corona-Krise: Wissenschaftsministerin Martin macht Studierenden Mut

Sommersemester 2020 soll durchgeführt werden

PM 048-20

Wissenschaftsministerin Bettina Martin dankt allen Studierenden, Professorinnen und Professoren, Beschäftigten an den Hochschulen und Lehrbeauftragten für ihr Verständnis, dass drastische Einschränkungen im Hochschulleben notwendig sind. Die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern haben den Vorlesungsbetrieb bis einschließlich 19. April 2020 eingestellt. Die Maßnahmen haben das Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Infektionsketten zu unterbrechen.

„Mir ist bewusst, dass die Einschnitte zur Eindämmung von Covid-19 für jede und jeden von Ihnen auf unterschiedliche Weise problematisch sind“, schreibt die Ministerin in einem Brief, an die Professorinnen, Professoren und weiteren Beschäftigten der Hochschulen. „Ich möchte Ihnen versichern, dass die Landesregierung in enger Zusammenarbeit mit den Krisenstäben der Hochschulen daran arbeitet, dass Ihnen aus dieser Krise möglichst keine Nachteile für Ihre akademische Laufbahn oder Ihren beruflichen Werdegang entstehen“, betont Martin. 

Das Wissenschaftsministerium befinde sich regelmäßig in Telefonkonferenzen mit den Hochschulleitungen in engem Austausch. „Wir arbeiten daran, dass das Sommersemester durchgeführt werden kann. Schön wäre, wenn möglichst viele Leistungen in allen Bereichen von Studium und Lehre, die wegen Vermeidung persönlicher Kontakte derzeit wegfallen müssen, in digitaler Form kompensiert werden können. Diesen Prozess werden wir auch im Hinblick auf Studien- und Prüfungsordnungen mit größtmöglicher Flexibilität und unbürokratisch begleiten“, erklärt Martin. 

Den Studierenden machte die Wissenschaftsministerin in einem weiteren Schreiben Mut: „Nicht nur Ihr akademisches Wirken ist stark eingeschränkt, sondern auch die soziale Seite Ihres studentischen Lebens. Je nach Phase, in der Sie sich in Ihrem Studium befinden, bestehen sicherlich Sorgen und Ängste in unterschiedlichem Ausmaß. Auch Ihnen möchte ich versichern, dass die Landesregierung in Zusammenarbeit mit den Hochschulen daran arbeitet, dass Ihnen möglichst keine Nachteile entstehen.“ Derzeit finden in enger, zeitlicher Taktung hierzu Telefonschaltkonferenzen mit den Rektorinnen und Rektoren sowie mit der Kanzlerin und den Kanzlern der Hochschulen statt. „Seien Sie sicher, dass das Wissenschaftsministerium gemeinsam mit den Hochschulen an guten Lösungen für das Sommersemester arbeitet“, so Martin. 

„Mit großem Respekt sehe ich Ihr Engagement im sozialen Bereich, zum Beispiel in der Hilfe für Personen in Risikogruppen oder der Unterstützung der Krankenversorgung mit Blutspenden“, richtet sich die Ministerin an die Studierenden. „Zukünftig wird es einen Bedarf für psychologische Beratung, zum Beispiel an Hotlines, oder beim Personal für Infektionskettenermittlung für Beratung und Interviews sowie bei der Erntehilfe und in der Landwirtschaft geben. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir hier auf Ihre Unterstützung setzen könnten“, so Martin. [zur Meldung auf der Website des Wissenschaftsministeriums]

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) begrüßt die Entscheidung der Kultusministerkonferenz zu einem gemeinsamen Vorgehen bei den Abschlussprüfungen an den Schulen. Im Sinne einer guten Vorbereitung für die Schülerinnen und Schüler sowie auch für die Lehrkräfte sollten die Prüfungstermine nun zeitnah veröffentlicht werden. Wir gehen davon aus, dass das Land damit genug Zeit hat, um einen Prüfungsablauf zu planen, der allen Erfordernissen eines guten Gesundheitsschutzes der Beteiligten gerecht wird. 

(im Namen der GEW-Vorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm)

[zur Meldung auf unserer Website]

MV hält an Prüfungen weiterhin fest

Nr.047-20  | 25.03.2020  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Bettina Martin begrüßt den KMK-Beschluss zu einem einheitlichen Vorgehen bei den diesjährigen Abschlussprüfungen. Die Bildungsministerinnen und Bildungsminister aller Länder haben heute in einer Telefonschaltkonferenz einen Beschluss gefasst, bei den Abschlussprüfungen für das Schuljahr 2019/2020 einheitlich vorzugehen.

"Ich begrüße es sehr, dass es bei den Abschlussprüfungen ein gemeinsames Vorgehen der Länder gibt. Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das, dass wir an den bekannten Planungen festhalten, im März und April keine Prüfungen abzuhalten und sie ab Mai stattfinden zu lassen. Die Termine werden derzeit erarbeitet. Wir werden sie rechtzeitig bekanntgeben, damit die Schülerinnen, Schüler und die Lehrkräfte Gelegenheit haben, sich rechtzeitig vorzubereiten", sagte Bildungsministerin Bettina Martin.

Die Kultusministerkonferenz hat heute folgenden Beschluss gefasst:

  1. Die Kultusministerkonferenz bestärkt ihren Beschluss vom 12. März 2020, wonach die Länder die erreichten Abschlüsse des Schuljahres 2019/20 auf der Basis gemeinsamer Regelungen gegenseitig anerkennen werden.
  2. Sie betont, dass alle Schülerinnen und Schüler keine Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation haben werden und dass sie noch in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben können.
  3. Die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, finden zum geplanten bzw. zu einem Nachholtermin bis Ende des Schuljahres statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist. Schülerinnen und Schüler müssen eine      ausreichende Zeit zur Vorbereitung erhalten. Die Prüfungen können auch in geschlossenen Schulen stattfinden, sofern es keine entgegenstehenden Landesregelungen gibt.
  4. Die Länder können ausnahmsweise auf zentrale Elemente aus dem Abituraufgabenpool verzichten und diese durch dezentrale Elemente ersetzen.
  5. Zum heutigen Zeitpunkt stellen die Länder fest, dass eine Absage von Prüfungen nicht notwendig ist. Die Länder stimmen sich eng in der KMK über das weitere Vorgehen ab.[zur Meldung]

Das Ministerium für Gesundheit hat heute einen 19. Hinweis nur für Schulen der Gesundheitsfachberufe herausgegeben

>>> Wir veröffentlichen dieses Schreiben. Es befindet sich zum Ausdrucken in unserem Downloadbereich (rechts bzw. scrollen).

Informationen zu Fehlzeiten und Unterrichtsausfall

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

in den letzten Tagen sind mehrere Anfragen zu den Themen Umgang mit Fehlzeiten und Unterrichtsausfall in den Ausbildungen der Gesundheitsfachberufe beim Landes-prüfungsamt für Heilberufe und im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit eingegangen. Aufbauend auf dem Schreiben „Informationen zu Prüfungen und Praktika“ möchte ich in diesem zweiten Schreiben ergänzende Informationen an Sie weitergeben.

Fehlzeitenregelung
Dies ist eine dynamische Situation, in der noch keine abschließenden Fehlzeitenregelungen festgelegt werden können. Es ist nicht vorhersehbar, zu welchen Fehlzeiten es im Einzelfall kommen wird. Darüber hinaus sind die Bestimmungen in den jeweiligen Berufsgesetzen unterschiedlich. Allen Berufsgesetzen gemein ist jedoch, dass die Behörde auf Antrag bei Vorliegen einer besonderen Härte Fehlzeiten berücksichtigen kann, die über das „normale“ Maß hinausgehen. Eine solche Härte können beispielsweise feh-lende Kinderbetreuung oder eine Zwangsfreistellung durch die praktische Einrichtung sein. Einem solchen Antrag kann jedoch nur entsprochen werden, wenn das Ausbildungsziel nicht gefährdet ist. Dies ist im jeweiligen Einzelfall durch das Landesprüfungsamt für Heilberufe zu prüfen.

Schulschließung, Unterrichtsausfall und Praxiseinsätze
Schulen und Träger der praktischen Ausbildung stimmen den Einsatz der Auszubildenden in der Praxis ab. Dabei sind die „Informationen zu Prüfungen und Praktika“ vom 16.3.2020 zu berücksichtigen. 

Befinden sich Auszubildende aktuell im schulischen Teil ihrer Ausbildung, stellen Sie bitte sicher, dass die geplanten Unterrichtsblöcke durch E-Learning und Arbeitsaufträge ermöglicht werden, um Fehlzeiten möglichst zu vermeiden. Sofern für diese Auszubildenden mit dem Träger der praktischen Ausbildung außerplanmäßig ein Praxiseinsatz vereinbart ist, ist zu überlegen, ob und ggf. wie der theoretische Unterrichtsinhalt zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden kann. Dies stellt die Schulen vor eine große Herausforderung. Daher bitten wir Sie, möglichst den Theorie-/ Praxisturnus so beizubehalten wie er ursprünglich geplant wurde. Die Praxiseinrichtungen entscheiden, ob und in welchem Umfang sie angesichts der Infektionslage gegenwärtig noch ausbilden können.
Sowohl nach dem Infektions- als auch dem Arbeitsschutzgesetz sind bezüglich der Risiko- bzw. Gefährdungsbeurteilung die Leiter von Gesundheitseinrichtungen bzw. Betrieben in der Pflicht, abzuwägen, ob der Einsatz von Auszubildenden zu rechtfertigen ist. Gegenwärtig ist nicht geplant, den Praxiseinsatz im Wege einer Rechtsverordnung nach § 32 Infektionsschutzgesetz pauschal zu untersagen.

Dokumentation
Halten Sie Ihr Vorgehen bitte entsprechend fest, damit wir alle einen guten Überblick über den weiteren Ausbildungsverlauf und für die spätere Prüfungszulassung behalten.
Bitte erfassen Sie die Fehlzeiten genau und dokumentieren Sie gesondert die Fehlzeiten, z.B. bei denen

  •  es sich um Quarantäne der Schüler auf Anweisung des Gesundheitsamtes handelt,
  •  die Betreuung von Kindern durch die Kitas verweigert wurde,
  •  die praktische Ausbildung versagt wurde (Nachweis der Einrichtung der praktischen Ausbildung inklusive Zeitraum).


Die Bescheinigung über die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an den Ausbildungsveranstaltungen ist weiterhin für die Zulassung zur Prüfung von Bedeutung.
Sollten sich Änderungen ergeben, werden Sie weiterhin umgehend informiert.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Dr. Susanne Buhse

 

Das Bildungsministerium veröffentlicht heute sein 18. Informationsschreiben unter dem Titel: Stornierung von Schulfahrten an öffentlichen Schulen

>>> Das Schreiben und die genannten Unterlagen findet ihr in unserem Downloadbereich (rechts bzw. scrollen)


Mit Wirkung vom 13.03.2020 sind alle ein- und mehrtägigen Inlands- und Auslandsreisen abzusagen und darüber hinaus sind bis einschließlich 15.04.2020 auch keine Neuverträge abzuschließen. Zunächst verlängere ich die Wirkung der Verfügung zur Harmonisierung der Fristen auf einschließlich 19.04.2020.
Das bedeutet, dass Sie, soweit noch nicht geschehen möglichst bald die bereits abgeschlossenen Verträge mit Reiseunternehmen rückabwickeln müssen.
Alle Gruppen, die ihre vertragliche vereinbarten Schulfahrten von sich aus absagen wollen, werden hinsichtlich dadurch entstehender, unabwendbarer Kosten billigerweise durch das Land unterstützt. Dies gilt für alle Fahrten, die bis zum 31.07.2020 anzutreten wären. 

Ich verweise auf die Verfügung vom 13.03.2020, Ziffer 3. Das heißt, dass alles unternommen werden muss, um die von Ihren Vertragspartnern in Rechnung gestellten Stornierungskosten und die sich hieraus für das Land zu begleichende Restsumme so gering wie möglich zu halten (allgemeine Schadensminderungspflicht).

In diesem Zusammenhang möchte ich Sie für Pauschalreisen auf den § 651h BGB aufmerksam machen. Danach verliert ein Reiseveranstalter durch den Rücktritt von einem Reisevertrag durch den Kunden („Stornierung”) den Anspruch auf Zahlung des Reisepreises, er erhält jedoch 2 gleichzeitig den Anspruch auf Zahlung einer angemessenen Entschädigung (Stornokosten). Gemäß § 651h Absatz 3 BGB kann der Anspruch des Reiseveranstalters auf Zahlung von Stornokosten auch entfallen. Das ist laut Gesetz dann der Fall, wenn „an einem Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände” vorliegen.

Dies sollte auf einen Großteil der Fälle aufgurnd der Ausbreitung des Coronavirus zutreffen, sodass in der Regel Stornokosten entfallen sollten, soweit es sich um eine Pauschalreise handelt. In den Fällen, in denen tatsächlich Stornokosten anfallen und keine Reiserücktrittversicherung greift, wird der Restbetrag durch das Land billigerweise erstattet

Ich möchte Ihnen diesbezüglich im Folgenden das weitere Vorgehen erläutern:

1. Die verantwortliche Aufsichtsperson storniert umgehend unter Einbeziehung der Reiserücktrittsversicherung die geplante Fahrt bei dem Reiseveranstalter.

2. Die vom Reiseveranstalter oder der Versicherung sofort erstatteten Beträge sind von der Schule unmittelbar an die einzelnen Teilnehmenden auszuzahlen.

3. Für die noch verbleibenden, unabwendbaren Stornokosten wird von der zuständigen Schulbehörde unmittelbar auf der Grundlage der beigefügten Formblätter (siehe Anlage 1 einschl. Vorblatt) an die Erziehungsberechtigten bzw. die volljährigen Schülerinnen und Schüler eine Erstattung ausgezahlt.

In Vorbereitung dessen ist das Formblatt für die Erziehungsberechtigten in Teilen von der Schule bereits auszufüllen und vom Zahlungsempfänger zu ergänzen. Die Schulen sammeln diese Formblätter nach Ergänzung wieder ein und übertragen die notwendigen Daten in die beigefügte ExcelTabelle (Anlage 1 / A). Bitte achten Sie, um Fehler zu vermeiden, auf ein korrektes Übertragen der Kontodaten. Im Anschluss übergibt die Schule der Schulbehörde für jede geplante Schulfahrt gesondert die vollständige Sammlung aller Formblätter (Anlage 1 Vorblatt, Antrag der Erziehungsberechtigten/volljährigen Schüler/innen; Anlage 2 einschl. Vorblatt). Gleichzeitig ist die Excel-Tabelle (Anlage 1 / A) dem Schulamt digital zu übermitteln. In diese Tabelle sind alle Zahlungsempfänger einschließlich der Aufsichts- und Begleitpersonen einzutragen.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner hierfür sind:

Staatliches Schulamt Schwerin: Frau Eggers (storno@schulamt-sn.bm.mv-regierung.de)

Staatliches Schulamt Rostock: Frau Boldt (storno@schulamt-hro.bm.mv-regierung.de)

Staatliches Schulamt Greifswald: Herr Marx (storno@schulamt-hgw.bm.mv-regierung.de)

Staatliches Schulamt Frau Oldach Neubrandenburg: (storno@schulamt-nb.bm.mv-regierung.de)

ausschließlich für Berufliche Schule Frau Hintze: (storno@bm.mv-regierung.de)

4. Die Stornokosten für die teilnehmenden Aufsichts- und Begleitpersonen sind gesondert bei der zuständigen Schulbehörde abzurechnen (Anlage 2 mit Vorblatt). Abweichend hiervon werden Lehrkräfte von Musikgymnasien, die eine Fahrt im Rahmen der musikalischen Spezialausbildung storniert haben, gebeten, ihre Regressforderung im Rahmen der allgemeinen Dienstreisen an die zuständige Schulbehörde zu richten. Hierfür ist das herkömmliche Formular einer Dienstreisekostenabrechnung zu verwenden.

5. Die Versicherungsunterlagen einschließlich der Nachweise über die nicht erstattungsfähigen Kosten sind bis auf Weiteres in der Schule aufzubewahren. In den kommenden Monaten werden mehrere Tausend Einzelbuchungen vorzunehmen sein. Bitte informieren Sie die betreffenden Erziehungsberechtigten bzw. die volljährigen Schülerinnen und Schüler, dass es angesichts der aktuellen Lage zu Verzögerungen bis in den Sommer hinein kommen wird. Bitten Sie die Erziehungsberechtigten bzw. die volljährigen Schülerinnen und Schüler in Ihrem eigenen Interesse dringend darum, von Nachfragen abzusehen. Sofern Sie als Schulleiterin oder Schulleiter weitere Auskünfte benötigen, möchte ich Sie bitten, sich mit der zuständigen Schulbehörde in Verbindung zu setzen. Ich danke Ihnen für die großartigen Leistungen der vergangenen Tage und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute, insbesondere Gesundheit.

gez. Steffen Freiberg

(Staatssekretär Bildungsministerium)

 

Die Bundesregierung plant umfangreiche Gesetzesänderungen, um die Folgen der Corona-Krise auf die Menschen und die Wirtschaft abzufedern und Maßnahmen zur Eindämmung der Atemwegserkrankung Corona/Covid-19 zu ergreifen. Das ist grundsätzlich eine gute Nachricht! Jedoch greifen viele dieser geplanten Maßnahmen zumindest akut tief in die Grundrechte der Menschen ein. Im Zuge der Gesetzesänderungen sind gleichzeitig auch Vorschläge erarbeitet worden, die ebenfalls tief in das Arbeitsrecht hineingreifen und das teilweise auch unbefristet – also über den Zeitraum der Krisenbewältigung hinaus. Als DGB-Gewerkschaft ist die GEW auf Bundes- und Landesebene in diese Prozesse eingebunden. Der DGB hat zu diesen Änderungen bereits Stellungnahmen veröffentlicht. Unser Anliegen ist es, die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aber auch der Beamt*innen auch in dieser Zeit bestmöglich zu schützen und für faire und gesunde Arbeitsplätze Sorge zu tragen. Ein wesentliches Anliegen des DGB ist die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent. Bisher konnte sich der Gewerkschaftsbund mit dieser Forderung nicht durchsetzen. Morgen wird der Bundestag über diese Vorhaben abstimmen. Am kommenden Freitag dann der Bundesrat. 

Bitte informiert euch hier über die Stellungnahmen des DGB!

Heute war in der Berichterstattung vielfach die Frage zu den Abiturprüfungen zu hören und zu lesen. Es gibt erste konkrete Forderungen, bsw. ausSchleswig-Holstein, wo die Bildungsministerin morgen dazu einen Gesetzesentwurf einbringen will. Für Mecklenburg-Vorpommern sind derartige Pläne noch nicht bekannt geworden. Wir sind mit dem Bildungsministerium auch hierzu im Gespräch und erarbeiten uns innerhalb unseres Landesverbandes dazu eine Haltung. Zuerst muss gelten: Es darf für die Schülerinnen und Schüler kein Nachteil aus einer möglichen Maßnahme wie dieser entstehen. In einigen Bundesländern wurden bereits Prüfungen abgenommen, weshalb es nur schwer möglich sein wird, eine einheitliche Regelung zu erreichen. Wir werden euch hierzu zeitnah informieren. Lasst uns gerne eure Meinung dazu wissen. Wir ihr unser Team erreicht, haben wir hier für euch aufgeschrieben.
 

Die GEW M-V befragt euch ab heute über Onlinetools zu eurer aktuellen Situation in Bildungseinrichtungen:

Der GEW M-V ist es wichtig, einen Überblick für uns selbst und für fundierte Gespräche mit den politischen Entscheidungstragenden zu gewinnen, wie vor Ort konkret eure Arbeitssituation in allen (!) Bildungseinrichtungen aussieht. Wie ist es gelaufen? Was passiert aktuell? Was läuft gut und wo hakt es vielleicht? Rückschlüsse auf einzelne Einrichtungen oder Personen sind nicht möglich und auch nicht vorgesehen. Wenn ihr konkrete Unterstützung für euch benötigt, steht euch unsere Referent*innenteam und die Rechtsschutzberatung zur Verfügung (Achtung, Erreichbarkeit beachten!)

Der Datenschutz ist über die Zusammenarbeit mit einem DGSVO-konformen Anbieter abgesichert, mit dem wir auch zusätzlich noch eine AVV abgeschlossen haben.

Wir bitten euch an dieser Onlinebefragung teilzunehmen und sie auch an andere Kolleg*innen weiterzuleiten!

Zu den Befragungen:

Die Befragungen sind ab jetzt sofort freigeschaltet und laufen bis einschließlich 23.04.2020.

Das 17. Hinweisschreiben des Bildungsministeriums wurde nun an die Schulen versandt. Es geht um die Bereitstellung alter Prüfungsaufgaben zur Vorbereitung auf die Prüfungen für die Schülerinnen und Schüler sowie die Unterstützung bei der Umsetzung der digitalen Bildung. Wir veröffentlichen dieses Schreiben in Auszügen:

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

Frau Ministerin Martin hat in ihrem Schreiben vom 14.03.2020 an alle Lehrkräfte des Landes, in dem diese über die Einstellung des regulären Schulbetriebs informiert
wurden, eine Unterstützungsleistung der Beraterinnen und Berater des IQ M-V angekündigt. Diese dient dazu, in der für alle herausfordernden Situation Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. Hierzu zählen Möglichkeiten zum selbstorganisierten Lernen sowie die konkrete Unterstützung bei anstehenden Prüfungsvorbereitungen.

1) Bereitstellung von zentralen Prüfungsaufgaben für die Abschlüsse der Mittleren Reife, Fachhochschulreife sowie Allgemeinen Hochschulreife (ABI-AB – allgemeinbildende und ABI-BB – berufsbildende Fächer) der Jahre 2018 und 2019 zu Übungszwecken

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V prüft bereits im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie die Möglichkeit, Aufgaben zurückliegenderPrüfungsarbeiten zukünftig in einem geschützten Bereich online für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler zur Verfügung zu stellen; eine freie Veröffentlichung ist aufgrund urheberrechtlicher Beschränkungen leider ausgeschlossen. Angesichts der aktuellen Erfordernisse haben wir uns entschlossen, Ihnen als Übergangslösung bereits jetzt die Aufgaben der Prüfungen der Prüfungsjahrgänge 2018 und 2019 zur Verfügung zu stellen. [...]
Die Prüfungsaufgaben sollen den Schülerinnen und Schülern zur individuellen Prüfungsvorbereitung als auch im Rahmen des derzeitigen Fernunterrichts in
Lernsituationen zur Verfügung gestellt werden. Eine Einbehaltung und Nutzung als Klausur oder dergleichen ist ausgeschlossen. Der Nutzerkreis ist auf Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu beschränken. Sofern die Form der Weitergabe der Dokumente dieser Beschränkung gerecht wird, darf sie auch in digitaler Form erfolgen. Bei der ersten Ausgabe pro Schuljahr ist eine aktenkundige Belehrung vorzunehmen [...]
Eine Veröffentlichung beispielsweise auf einem frei zugänglichen Bereich Ihrer Schulhomepage ist nicht gestattet.

2) Beratungs- und Unterstützungsangebote zum selbstorganisierten Lernen

Hinsichtlich der Möglichkeiten zum selbstorganisierten Lernen haben sich die zuständigen Kolleginnen und Kollegen des Instituts bereits mit Ihnen in Verbindung
gesetzt, um Bedarfe zu identifizieren und die Vorgehensweise abzustimmen. Darüber hinaus stehen auch die Regionalbeauftragten des Medienpädagogischen
Zentrums und die medienpädagogischen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren weiterhin für Beratungen zu Medienbildungskonzepten zur Verfügung, um in dieser
Situation eine bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten. Vor-Ort-Termine werden derzeit durch digitale bzw. telefonische Beratung ersetzt. Die Kontaktdaten der
zuständigen Regionalbeauftragten finden Sie auf dem Bildungsserver unter: www.bildung-mv.de/lehrer/medienbildung/.

3. Darauf hinzuweisen ist, dass Fortbildungen zu Medienbildungskonzepten in den Schulen momentan leider nicht durchgeführt werden können. [...]

Den kompletten Brief findet ihr in unserem Downloadbereich (rechte Spalte/unten)

Der GEW-Hauptvorstand hat häufig gestellte Fragen zum Lockdown wegen Corona/Covid-19 auf ihrer Website zusammengefasst und beantwortet.

Die FAQs (Frequently Asked Questions/häufig gestellten Fragen) geben Auskunft rund um eine Reihe von Fragen, denen sich Bildungsbeschäftigte jetzt stellen müssen. Dazu gehört auch die Beschäftigungs- und Vergütungssituation von Lehrbeauftragten oder Honorarkräften sowie natürlich die Erläuterungen zum Arbeitsrecht. Bitte schaut hier aktiv nach, ob eure Fragen damit ausreichend beantwortet sind. Wenn nicht, stehen wir euch gerne auch darüber hinaus zur Verfügung.
 

Wichtig:

>>> Notbetreuung nun auch für Alleinerziehende

>>> Selbständige/Freiberufler/Honorarkräfte erhalten künftig Finanzhilfen. Bis alles abschließend geregelt ist, prüft, ob kurzfristig eine Herabsetzung der Krankenkassenbeiträge, Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, Beiträge zur Künstlersozialversicherung usw. möglich ist. Kreditraten lassen sich u.U. drei Monate stunden. Beiträge zu privaten Lebens- und Rentenversicherungen ebenfalls. 

Was bedeutet der verzögerte Semesterstart für Studierende?
Gibt es Besonderheiten für Lehramtsstudierende?
Was ist mit Prüfungsleistungen?
Diese und viele andere Fragen beantwortet das Bildungsministerium auf einer eigens dafür eingerichteten Website:

Unter  diesem Link finden Studierende und Beschäftigte der Hochschulen zahlreiche wertvolle und stets aktualisierte Informationen rund um die Abläufe während des Lockdowns. Sollten Fragen offen bleiben, könnt ihr euch gerne auch an uns wenden!

Gemeinsam mit dem DGB hat sich die GEW dafür eingesetzt, dass auch Honorarkräfte in der Erwachsenenbildung (bspw. an Volkshochschulen, Nachhilfe-Institituten oder Weiterbildungsträgern) weiterhin ihre Vergütung erhalten. Die Bundesagentur für Arbeit teilt dazu mit:

„Bis zu einer übergeordneten gesetzlichen Lösung zahlt die BA unter dem Vorbehalt einer eventuell später möglichen Verrechnung bzw. Rückforderung auf Basis der dann geltenden gesetzlichen Regelungen ab dem 16. März 2020 zunächst bis 31. März 2020 die Vergütung weiter. Eine Verlängerung dieser Regelung ist denkbar, sollte sich eine gesetzliche Regelung verzögern. Eine Kommunikation an die Träger wird mutmaßlich heute oder am Montag durch die regional zuständigen Stellen der BA erfolgen. Es wird darum gebeten von Anrufen abzusehen, damit die Bundesagentur und ihre Strukturen arbeitsfähig bleiben.“

In dieser besonderen Situation braucht ihr eure Gewerkschaft mehr denn je. Wir setzen uns aktiv für eure Belange ein. Zurzeit kümmern wir uns um:

  • leider weiterhin den Umgang Freier Träger mit ihren Erzieher*innen. Sogar Träger der öffentlichen Hand scheinen die Anweisung des Sozialministeriums noch nicht vollständig zu folgen.
  • um die Situation der I-Helfer an den Schulen. Manche von ihnen erhalten keine Entgeltfortzahlung. Wir bemühen uns um eine Lösung!
  • um  die Zensierung. Es gibt Schulen, die die Aufgaben der Schülerinnen und Schüler mit Zeitstempel versehen und auch zensieren. Wir kümmern uns zurzeit um die Frage, wie damit in Zukunft umgegangen werden soll. 

Bitte gebt uns auch weiterhin eure Rückmeldung dazu, wie die Praxis in Zeiten von Corona/Covid-19 aussieht! Unsere Geschäftsstelle ist ab kommenden Montag, den 23. März, bis zunächst zum 20. April nur noch eingeschränkt besetzt. Telefonisch sind wir montags bis freitags unter 0385/48527-0 zur erreichen. Überwiegend sind wir für euch im Homeoffice tätig. Rechtsauskünfte erteilen wir nur noch telefonisch immer am Mittwoch und Freitag sowie per E-Mail. Kontakt könnt ihr unter dieser Telefonnummer herstellen oder per Mail. Unsere Referenten sind für Euch in dringenden Fälle auch per Handy zu erreichen. Ihre Diensttelefonnummern und alle Mailkontaktdaten stehen Euch unter diesem Link zur Verfügung. Die eingeschränkte Erreichbarkeit der Geschäftsstelle ist zunächst vom 23. März bis zum 20. April geplant. Alle wichtigen Informationen rund um Eure Fragen zu den Maßnahmen während der Schul- und Kitaschließungen beantworten wir euch unter https://www.gew-mv.de/corona/.
Seid solidarisch und passt aufeinander auf!

Das Bildungsministerium stellt neue Informationen zum digitalen Lernen zur Verfügung. Bitte fragt in euren Schulen nach.

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V stellt Ihnen aufgrund der aktuellen Lage und zur Sicherstellung des Lernfortschritts ein digitales Unterrichtsportal zur direkten Übermittlung des Unterrichtsstoffes an die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Dieses Angebot richtet sich an alle öffentlichen Schulen des Landes und kann bei Bedarf kostenlos in Anspruch genommen werden. Die grundlegenden Informationen zu Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Klassen und Unterrichtseinheiten wurden bereits für Ihre Schule in der Unterrichtsplattform hinterlegt. Wir bitten darum, dass Sie diese Daten überprüfen und gegebenenfalls korrigieren. Nähere Hinweise dazu finden Sie in der Dokumentation unter dokumentation.schulen-mv.net/lernplattform-dokumentation/lernplattforminfos-fuer-admins/. Die Zugangsdaten gehen Ihnen jeweils über die dienstlichen Postfächer Ihrer Schulen separat zu. Mit der Ihnen zugegangenen E-Mail finden Sie auch detaillierte Hinweise dazu, welche Schritte für die digitale Unterrichtsorganisation notwendig sind. 

>>> Das gesamte Schreiben befindet sich in unserem Downloadbereich (rechte Spalte oder scrollen) 

Viele Lehrkräfte nutzen jetzt digitale Kanäle, um mit ihren Schülerinnen und Schülern in Konktakt zu bleiben. Nicht alle davon sind mit dem Datenschutz auch zu vereinbaren. Gefragt ist Augenmaß aber auch Pragmatismus:

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse dürfen die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen nicht völlig zurücktreten. Das gilt auch für den Umgang mit persönlichen Daten im Rahmen eines möglichen digitalen Unterrichts. Die GEW M-V hat hierzu eine News veröffentlicht.

Zu vereinzelten Meldungen, dass Kita-Träger Gehälter nicht vollständig auszahlen wollen und Erzieherinnen und Erzieher unbezahlten Urlaub nehmen sollen, stellt Sozialministerin Stefanie Drese klar: 

Nr.053  | 19.03.2020  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

„Trotz der Kita-Schließungen erhalten alle Kindertageseinrichtungen weiterhin die Entgelte zur Finanzierung der Kindertagesförderung in voller Höhe. Die Vereinbarungen nach § 24 Absatz 1 und 3 Kindertagesförderungsgesetz (KiföG M-V) bleiben von der am 14. März 2020 erlassenen Allgemeinverfügung der Landesregierung zum Besuch von Schulen, Einrichtungen der Kindertagesförderung und der Kindertagespflege unberührt.

Darüber sind alle Kita-Träger im Land informiert. Wer dennoch, Kosteneinsparungen zu Lasten von Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen vornimmt, handelt völlig inakzeptabel und verantwortungslos gegenüber den Erzieherinnen und Erziehern. Das Sozialministerium ist sich mit den Jugendamtsleitungen der Landkreise und kreisfreien Städte völlig einig, ein derartiges Agieren nicht zu dulden: Diese Träger erhalten vom Land und den Kommunen kein Geld mehr im Rahmen des KiföG MV.“ [zur Meldung]

In einem Schreiben informiert das Bildungsministerium heute die Schulleitungen über die geänderten Abläufe für die Ernennung von Beamtinnen und Beamten.

Bis auf Weiteres erfolgt die Ernennung von Beamtinnen und Beamten ohne persönlichen Kontakt. Die Ernennungsurkunden werden den zu Ernennenden mit Postzustellungsurkunde sowie einem Empfangsbekenntnis zugesandt. Das Ablegen des Eides gemäß § 48 LBG M-V iVm § 38 BeamtStG unterbleibt vorläufig und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

>>> Das komplette Schreiben befindet sich in unserem Downloadbereich (rechts bzw. scrollen)

Die Unterlagen des Bildungsministeriums wurden durch eine Pressemitteilung ergänzt, in der neue Informationen enthalten sind. Wir veröffentlichen die Meldung hier auszugsweise:

Nr.043-20  | 18.03.2020  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Damit möglichst alle Schülerinnen und Schüler während der Schulschließungen zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19 bestmöglich von ihren Lehrkräften mit Unterrichtsstoff versorgt werden  und von zu Hause lernen können, stellt das Bildungsministerium ab sofort allen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, die es benötigen, kostenlose Zugänge zur Unterrichtsplattform Fuxmedia (https://fuxmedia.de/) zur Verfügung.

Mithilfe dieser Plattform zur Unterrichtsorganisation können Lehrerinnen und Lehrer die Unterrichtseinheiten organisieren sowie Lerninhalte und Anleitungen für ihre Schulklassen so einpflegen, dass sie von zu Hause von allen Schülerinnen und Schülern digital abgerufen werden können. Dies ist der erste Schritt, um das digitale und mobile Lernen für die Schülerinnen und Schüler von zu Hause für möglichst alle zu ermöglichen. Weitere Schritte zur Unterstützung eines auch interaktiven Lernens sowie die weitere koordinierte Bereitstellung von Lerninhalten sind in der Vorbereitung und werden zeitnah folgen. [zur ganzen Meldung

Kein Schulbesuch und keine mündlichen und schriftlichen Prüfungen in der Zeit vom 16.3. bis 19.4. 2020!

- Regelungen zu Fehlzeiten, Einhaltung von Fristen und  Nachholung von Prüfungen werden zeitnah mitgeteilt
- Schulen stellen eigenverantwortlich Möglichkeiten zum selbstorganisierten Lernen zur Verfügung
- Praktikumseinsätze sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich
- Betretungsverbot für Rückkehrende aus Krisengebieten gilt auch für Gesundheitsfachschulen
>>> Alle Informationen dazu zum Download in unserer Servicespalte 

Industrie- und Handelskammern (IHKs) streichen Azubi-Zwischenprüfung für Frühjahr 2020 ersatzlos – für ca. 90.000 betroffenen Prüflinge besteht keine Nachholpflicht - Nachteile entstehen nicht! Wir stellen die Meldung in Auszügen zur Verfügung:
 

Die aktuell angesetzten Azubi-Zwischenprüfungen für das Frühjahr 2020 entfallen bundesweit ersatzlos. Darauf haben sich die zuständigen IHK-Gremien verständigt. Die knapp 90.000 betroffenen Prüflinge müssen diese Zwischenprüfung nicht nachholen. Für die vor wenigen Tagen ebenfalls abgesagten Abschlussprüfungen hingegen werden neue Termine bekannt geben, sobald sich die Risikoeinschätzung rund um das Coronavirus wieder verbessert hat. [...]
Die IHK zu Schwerin bietet laufend aktuelle Meldungen zum Thema Corona und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft über ihre Internetseiten ( www.ihkzuschwerin.de ) an. Wegen der teilweise überlasteten Telefonnetze finden Interessierte hier ebenso ein Onlineformular, über das ebenso Informationen abgerufen werden kann. Darüber hinaus können über eine extra eingerichtete IHK-Corona-Hotline (0385 5103-103) oder über Mail ( corona(at)schwerin.ihk(dot)de ) Informationen abgefordert werden. [zur ganzen Meldung]

In einem Rundschreiben gibt das Bildungsministerium über die vorhandenen digitalen Lernangebote. Darin erklärt Bildungsministerin was bereits geht - und was nicht. Wir veröffentlichen den Brief in Auszügen:

Das Bildungsministerium arbeitet mit Hochdruck daran, Sie sehr kurzfristig dabei zu unterstützen, den Schülerinnen und Schülern auf digitalem Weg Lerninhalte zu vermitteln. Wie Sie wissen, befinden sich die geplanten zentralen Landessysteme, die die Kommunikation und Kooperation zwischen Lehrkräften und Lernenden unterstützen werden, noch im Aufbau. Doch die akute Situation erfordert schnelle und flexible Lösungen. Deshalb werden wir Ihnen kurzfristig ein Portal zur Weitergabe von digitalen Unterrichtsmaterialien an die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stellen. [..] 
Frei verfügbare Bildungsmedien können bereits jetzt mit Hilfe der Suchmaschine Elixier vom DIPF (Deutsches Institut für pädagogische Forschung) recherchiert und genutzt werden. https://www.bildungsserver.de/elixier . Darüber hinaus bieten die Schulfunksender auf ihrer Plattform www.planet-schule.de  zahlreiche Beispiele und Materialien für den unterrichtlichen Einsatz an, die sich auch für den Einsatz zuhause eignen. Auch die ARD hat ein entsprechendes Angebot geschaltet  https://www.daserste.de/specials/service/schule-daheim-lernangebote-schueler-corona-krise100.html Diese Aufzählung ließe sich fortsetzen. Wir haben deshalb viele kostenfreie Angebote gesammelt und stellen Ihnen diese als kommentierte Linklisten in der Anlage dieses Schreibens zur Verfügung (Anlage 1a, 1b). [...]

>>> siehe Downloads rechte Spalte!

Sehr dankbar bin ich dem Landesschülerrat, der ebenfalls eine Übersicht über geeignete Programme, Plattformen und YouTube-Kanäle für den Einsatz zum selbstorganisierten Lernen erarbeitet hat und allen Lehrkräften und Lernenden zur Anregung und Nachnutzung zur Verfügung stellt. Eine Übersicht dieser Kanäle finden Sie in Anlage 2. Auch viele Anbieter kostenpflichtiger Bildungsangebote wollen in diesen schwierigen Zeiten unseren Schulen und vor allem den Schülerinnen und Schülern helfen (Anlage 3). Sie öffnen ihre Portale und Mediatheken für einen begrenzten Zeitraum und stellen ihre Angebote kostenfrei zur Verfügung. Diese Angebote möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Prüfen Sie, ob sie Ihnen in der gegenwärtigen Situation weiterhelfen (Bleiben Sie aber bitte kritisch, wenn personenbezogene Daten auf Systemen erfasst und verarbeitet werden, die nicht den europäischen Anforderungen des Datenschutzes genügen). [...]

Lehrkräfte, die Erfahrungen in der Gestaltung von Lernszenarien mit digitalen Medien und digitalen Werkzeugen besitzen, bitte ich eindringlich, dass sie dieses wertvolle Wissen mit den Kolleginnen und Kollegen teilen und den weiteren Ausbau der Plattform https://digitallearninglab.de/ aktiv unterstützen. Wenden Sie sich dafür bitte an ihre
Regionalbeauftragten für Medienbildung des Medienpädagogischen Zentrums.

Wegen der Schulschließungen zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19 (Corona) bis einschließlich 19. April 2020 wird es im März und April 2020 in Mecklenburg-Vorpommern keine Prüfungen zur Mittleren Reife und zum Abitur geben.

Darüber hat Bildungsministerin Bettina Martin heute informiert. Alle diesjährigen zentralen Abiturprüfungen, die sonst im März und April 2020 stattgefunden hätten, werden erst Mitte Mai beginnen. Die Abiturprüfungen werden damit auf den Zeitraum verschoben, der ursprünglich für die Nachschreibtermine vorgesehen war. Die Prüfungen zur Mittleren Reife sollen Anfang Mai beginnen. Für die einzelnen Fächer werden ab Mitte Mai neue Nachprüfungstermine festgelegt. Die genauen Termine dafür wird das Bildungsministerium zeitnah bekannt geben. „Mir ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen wissen, woran sie sind und die Zeit zu Hause nutzen können, um sich auf die Prüfungen vorzubereiten“, erklärte Bildungsministerin Bettina Martin. „Sie müssen sich keine Sorgen um ihre Prüfungen machen. Wir finden flexible Lösungen und Wege, wie die Schülerinnen und Schüler im laufenden Schuljahr ihre Abschlüsse erlangen können. Lehrerinnen und Lehrer, die in das Prüfungsgeschehen eingebunden sind, wollen wir voll freistellen, damit sie sich auf diese Aufgabe konzentrieren können“, betonte Martin.


>>> Der bisherige Zeitplan für die Prüfungen ist damit ungültig. Er ist unter der Pressemeldung des Ministeriums einsehbar. 

Das Informationsschreiben befindet sich zum Download in der rechten Spalte dieser Seite!

In den Bildungsgängen „Staatlich anerkannte Erzieherin/Staatlich anerkannter Erzieher“, „Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin/ Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger“ sowie „Staatlich geprüfte Sozialassistentin/ Staatlich geprüfter Sozialassistent“ findet keine praktische Ausbildung bzw. kein Praktikum statt. Schülerinnen und Schüler des Bildungsgangs „Staatlich anerkannte Erzieherin für 0- bis 10- Jährige/ Staatlich anerkannter Erzieher für 0- bis 10-Jährige“ haben sich beim Träger der praktischen Ausbildung zu melden. Es findet keine Praxisbetreuung durch die Schule statt.

„Wir können mit der Umsetzung der Kita-Schließungen und der Einrichtung der Notfallbetreuung sehr zufrieden sein. Mein Dank gilt den Kitas, Tagespflegepersonen und Jugendämtern für die sehr gute Kooperation und Umsetzung. Und mein Dank gilt den Eltern für deren sehr hohes Verantwortungsbewusstsein und das Verständnis für die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie.“ 

Nr.051  | 17.03.2020  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Sozialministerin Stefanie Drese zieht ein positives Fazit nach der Schließung von Krippen, Kindergärten, Horten und Kindertagespflegestellen am (gestrigen) Montag. Die allermeisten Eltern konnten schon am Übergangstag ihre Kinder zu Hause betreuen. Drese: „Ich weiß, dass das für viele Eltern nur schwer zu organisieren war. Umso erfreuter bin ich, dass dies bereits am ersten Tag so gut gelungen ist. Das zeigt die hohe Bereitschaft, sich und andere vor den Auswirkungen des Coronavirus so gut wie möglich zu schützen.“ Auf Grundlage gemeldeter Zahlen aus den Landkreisen und den kreisfreien Städten Rostock und Schwerin (mit Ausnahme des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte) und Hochrechnungen des Sozialministeriums lag die Quote der Notfallbetreuung in den Kindertageseinrichtungen (inkl. Tagespflege) bei unter vier Prozent. Bei gut 115.000 Kindern in Kindertageseinrichtungen wären das zwischen 3.500 und 4.500 Kindern in der Notfallbetreuung... [zur ganzen Meldung]

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW M-V) stellt zur aktuellen Situation fest:

Obwohl durch die neue Kitafinanzierung im KiföG keinerlei Finanzierungsengpässe zu erwarten sind, gibt es Träger, die unnötig Kolleginnen und Kollegen zum Dienst einberufen, die zu Krankschreibungen drängen oder dazu anhalten Minusstunden aufzubauen. Erzieher*innen, die selbst Kinder zu betreuen hätten geraten dadurch in doppelte Not.  Die GEW erhält seit Sonntag zu diesen Sachverhalten zahlreiche Anfragen von Kolleginnen und Kollegen und ist auf verschiedenen Ebenen um Klärung bemüht! Von einigen dieser Unklarheiten berichtet die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner für den Bereich der Kindertagesstätten: "Bei einigen Kitas hakt es noch. Vor allem unter den Erzieher*innen der Kitas in freier Trägerschaft herrschen Unsicherheit und Existenzängste. Das muss und darf in dieser Situation nicht sein! Wir fordern daher die Träger auf, ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden und sich auch der Gesellschaft gegenüber solidarisch zu verhalten. Die Bürgermeister*innen der Kommunen und die Verantwortlichen der Landkreise bitten wir, ihre Position als Träger der Finanzierung zu nutzen und deutlich zu machen, dass ein solches Verhalten weder notwendig noch von Seiten der Verantwortlichen gewollt ist!"

Ganz anderes hören wir aus den Schulen im Land: "Die Schulschließungen haben gestern bis auf kleinere Ausnahmen reibungslos funktioniert. Die Schulleitungen und Lehrkräfte wurden rechtzeitig und umfassend informiert. Für diese Organisation gebührt dem Bildungsministerium unser Dank", sagt der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm und er ergänzt: "Besonders hervorheben will ich, dass es zwischen dem Bildungsministerium und der GEW einen kurzen Draht gibt, mit dem wir schnell und unbürokratisch bei Fragen helfen können. Es geht darum, diese Krise gemeinsam und solidarisch zu bestehen."

Eure GEW-Vertreter*innen der JAV informieren:
>>> Seminarbetrieb nicht eingeschränkt - schriftliche/telefonische Betreuung
>>> Module für diese und die kommende Woche abgesagt
>>> Vereidigung am 31.3. abgesagt - noch keine Alternative geklärt

Das Lehrerprüfungsamt M-V ist geschlossen. Es wird gebeten, Anfragen auf  telefonischem, elektronischem oder postalischem Wege zu stellen. Nachfolgend werden Hinweise und Informationen zu den Staatsprüfungen gegeben, die bei Bedarf aktualisiert werden. [hier geht es zu den Informationen auf der Website des Lehrerprüfungsamtes]

Erste Staatsprüfung
Der Termin für das Nachreichen des Nachweises über das ordnungsgemäße Studium sowie der aggregierten Modulnoten wird - vorbehaltlich weiterer Einschränkungen - auf den 22. Mai 2020 verschoben. Der Termin für die Abgabe der Wissenschaftlichen Abschlussarbeit im Sommersemester 2020 wird auf den 03. August 2020 verschoben. Im Mai 2020 finden keine Ersten Staatsprüfungen statt. Eine Planung der konkreten Prüfungstermine ab Juni 2020 kann derzeit nicht stattfinden.

Zweite Staatsprüfung
Die von der Schulschließung betroffenen Termine für die Lehrproben im Rahmen der Hausarbeit werden entsprechend verschoben, ggf. auch auf einen Termin nach der Zweiten Staatsprüfung. Es wird darum gebeten, dem Lehrerprüfungsamt den neuen Termin für die Lehrprobe im Rahmen der Hausarbeit, sobald möglich, mitzuteilen. Bereits bestätigte Termine für die Zweite Staatsprüfung bis Mitte Mai 2020 werden gegebenenfalls verschoben. Die neuen Terminvorschläge werden mit dem Lehrerprüfungsamt abgestimmt, nachdem die Schulschließung aufgehoben ist. Studienleiter/innen und Mentoren/innen eröffnen ihre Berichte den Referendaren/innen telefonisch, setzen danach die Seminarschulleiter/innen darüber in Kenntnis (E-Mail mit Bericht im Anhang) und versenden die Berichte an die Regionalbeauftragten. Die Regionalbeauftragten geben die Berichte den Fachleitern zur Kenntnis und übersenden sie an das LPA.

> geordneter Ablauf
> insgesamt geringer Bedarf für Notbetreuung
> Zahlen nach Schulämtern gelistet
> erste Lösungen für digitales Lernen und Angebote von Unternehmen
> Abschlüsse nicht in Gefahr - Lösungen für Prüfungen werden gefunden

Nr.041-20  | 16.03.2020  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Bildungsministerin Bettina Martin zeigte sich erfreut darüber, dass der erste Tag der Schulschließungen und der Notfallbetreuung gut und geordnet verlaufen ist. [...] Nach Angaben der Staatlichen Schulämter in Greifswald, Neubrandenburg, Rostock und Schwerin sind die Zahlen der Kinder, die die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen müssen, gering.

„Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Eltern [...] Bitte beauftragen sie auch weiterhin nicht die Großeltern mit der Betreuung, weil ältere Menschen zur Risikogruppe zählen. Keinesfalls dürfen private Betreuungsgruppen parallel aufgebaut werden. Das würde dem Ziel, soziale Kontakte zu minimieren, entgegenlaufen. Ein großer Dank gilt auch den Lehrerinnen und Lehrern, die die Notfallbetreuung organisieren und die weitere Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit Lernstoff zu Hause vorbereiten“, lobte Martin. [...] In der Hansestadt Rostock befinden sich Stand heute insgesamt 55 Kinder der Jahrgangsstufen 1-4 in den Schulen. Im Landkreis Rostock sind es insgesamt 249 Kinder der Jahrgangsstufen 1-4. Im Schulamtsbereich Schwerin sind es zwischen 1 Kind und 15 Kinder je Schule, im Schulamtsbereich Neubrandenburg sind es 1 Kind bis 6 Kinder und im Schulamtsbereich Greifswald sind es zwischen 0 und 30 Kindern je Schule. [...]„Im nächsten Schritt geht es jetzt darum, dass die Schülerinnen und Schüler auch von zu Hause lernen können“, erläuterte die Bildungsministerin. „Wir arbeiten deshalb mit Hochdruck an mobilen und digitalen Angeboten..." (zur gesamten Meldung)

Die IHK-Organisation sieht sich angesichts der momentanen Lage gezwungen, die bundeseinheitlichen Zwischen- und Abschlussprüfungen Teil 1 in allen Ausbildungsberufen abzusagen.

Ebenso betrifft die Absage alle Weiterbildungsprüfungen sowie auch die AdA-Prüfung, die im Zeitraum vom 16. März bis einschließlich 24. April 2020 stattfinden sollten.
Damit leistet die Industrie- und Ha zu Schwerin einen Beitrag dazu, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.
Damit leistet die Industrie- und Ha zu Schwerin einen Beitrag dazu, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.
Die Prüfung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. In Abstimmung mit den für die Pandemie-Bekämpfung zuständigen Behörden werden neue Termine festgesetzt, sobald sich die Risikoeinschätzung wieder verbessert hat. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass in der Zwischenzeit weder Ihre Industrie- und Handelskammer (IHK), noch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) oder gar die Aufgabenerstellungseinrichtung (AkA, DIHK-Bildungs-GmbH, PAL, ZFA, ZPA) genauere Details mitteilen können. Sehen Sie bitte möglichst von direkten Anfragen ab.

Wir werden im Gegenzug all unsere Kapazitäten dafür aufbringen, Sie so schnell wie möglich über den neuesten Stand zu informieren, immer abrufbar unter: www.dihk.de und www.ihkzuschwerin.de.
So ärgerlich diese Entscheidung für Sie im Einzelnen auch sein mag: Der Schutz und die Gesundheit aller beteiligten Personen hat oberste Priorität.
Wir hoffen auch auf Ihr Verständnis für diese Maßnahme.

Weitere detaillierte Informationen zu den Corona-Auswirkungen auf die Wirtschaft sind abrufbar unter www.ihkzuschwerin.de, Dok.-Nr.: 4698238 , diese Informationen werden ständig aktualisiert.

Die IHK zu Schwerin vertritt die Interessen von ca. 25.000 gewerblichen Unternehmen gegenüber der
Politik und Verwaltung. Die Beschäftigten der IHK arbeiten gemeinsam mit ca. 1.100 ehrenamtlich in
der IHK engagierten Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertretern für die Unternehmen in
Westmecklenburg und für die Zukunft der Region 
   www.ihkzuschwerin.de

Nach mehreren Nachfragen in den Social Media können wir diese Frage nun dank der schnellen Rückmeldung aus dem Bildungsministerium beantworten. Lehrkräfte, analog Erzieher*innen, die die Notfallbetreuung übernehmen, haben für ihre Kinder ebenfalls einen Betreuungsanspruch.

auszugsweise mit weiterführendem Link

Nr.040-20  | 15.03.2020  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern haben heute eine Checkliste zu den Schulschließungen und den weiteren Maßnahmen erhalten. Für Eltern steht eine Selbsterklärung zur Verfügung, in der sie erklären müssen, dass sie zur Personengruppe gehören, für die eine Notfallbetreuung zu gewährleisten ist. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat den Schulen diese Informationen per E-Mail übermittelt. Lehrerinnen, Lehrer und Eltern finden diese Dokumente auch online auf den Internetseiten des Bildungsministeriums. 

Für dringende Fragen ist die HOTLINE im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in den nächsten Tagen weiterhin geschaltet: 

HOTLINE: 0385 588 7174 

Bildungsministerin Bettina Martin wendet sich an Eltern, Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte: „Am Montag sind alle Schulen im Land geschlossen. Das ist eine große Herausforderung für alle. Aber es ist der notwendige Schritt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Es müssen alle sozialen Kontakte auf das Notwendigste beschränkt werden. So können wir die Infektionsketten durchbrechen und Leben schützen. Ich bitte deshalb um die Mithilfe der Eltern. Bitte betreuen Sie Ihre Kinder zu Hause. Bitte beauftragen sie jedoch nicht die Großeltern mit dieser Aufgabe, weil ältere Menschen zur Risikogruppe zählen. Keinesfalls dürfen private Betreuungsgruppen parallel aufgebaut werden. Das würde dem Ziel, soziale Kontakte zu minimieren, entgegen laufen. Ich bitte um ihre Mithilfe, damit wir gemeinsam diese Situation meistern können.“

Montag, 16. März 2020, ist ein Übergangstag. Hier bleiben die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern geöffnet, damit festgestellt werden kann, welche Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 trotz einer Schließung weiter betreut werden müssen.

Die genannten Unterlagen sind in unserer Downloadspalte (rechts) zu finden und außerdem unter der Pressemeldung auf der Website des Bildungsministeriums.

auszugsweise mit weiterführendem Link

Wegen der weiteren Ausbreitung des Coronavirus schließen in Mecklenburg-Vorpommern ab Montag, 16. März 2020, alle staatlichen und freien allgemein bildenden und beruflichen Schulen bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020. Das hat das Kabinett in seiner Sondersitzung heute beschlossen. Das Bildungsministerium hat die erforderlichen Maßnahmen zur Umsetzung vorbereitet... [] ...

„Wir werden dafür sorgen, dass Kinder, deren Eltern in Berufen arbeiten, die für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens notwendig sind, eine Notfallbetreuung vor Ort erhalten. Um die Umsetzung in die Praxis zu erleichtern, wird der Montag, 16. März 2020, ein Übergangstag sein. Wir bitten alle Eltern und Lehrkräfte um Verständnis und ihre Kooperation in dieser für alle schwierigen Lage. Besonnen zu handeln, ist das Gebot der Stunde“, sagte Martin.

Für dringende Fragen ist am Samstag, 14. März 2020, von 11.00-18.00 Uhr und am Sonntag, 15. März 2020, von 11.00-16.00 Uhr eine Hotline im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur geschaltet:

HOTLINE: 0385 588 7174

Zur wichtigen Infrastruktur zählen Feuerwehr, Polizei, Strafvollzugsdienst, Rettungsdienst, medizinische Einrichtungen inklusive Apotheken, Justizeinrichtungen, ambulante und stationäre Pflegedienste, stationäre Betreuungseinrichtungen, Produktion und Versorgung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Lebens, kommunale Behörden, Landesbehörden, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Einrichtungen und kommunale Unternehmen, soweit notwendig pflichtige Aufgaben und Aufgaben der Daseinsvorsorge (z. B. Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung, ÖPNV) zwingend wahrzunehmen sind.

Für die Betreuung werden zunächst Freiwillige eingesetzt. Sollte deren Anzahl nicht ausreichen, entscheidet die Schulleitung, welche weiteren Beschäftigten für diese Aufgabe herangezogen werden. Dazu zählen zunächst vorhandene Beamtinnen und Beamte. Danach muss die Schulleitung bzw. das Staatliche Schulamt entscheiden, wer zudem herangezogen werden kann.

Beschäftigte, die 60 Jahre oder älter sind, Vorerkrankungen aufweisen, schwerbehindert oder schwanger sind, kommen für die Verpflichtung zur Betreuung nicht in Frage.

Die komplette Meldung zum Nachlesen. 

Liebe Schulleitungen, liebe Kolleg*innen,

die Schließung der Kitas und Schulen in Folge des Corona-Virus ist eine komplexe Ausnahmesituation. Als GEW begrüßen wir diese Entscheidung der Landesregierung, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen und konkret auch die Gesundheit der pädagogischen Fachkräfte und Kinder und Jugendlichen zu schützen.

Zu klären ist, wie mit Schulabschlussprüfungen und Ausbildungsprüfungen für angehende Lehrer*innen und Kolleg*innen im Seiteneinstieg umgegangen wird. Mittelfristig wird auch die Frage beantwortet werden müssen, wie mit der verlorenen Unterrichtszeit umgegangen wird, die durch die aktuellen Ersatzmaßnahmen sicher nur zum Teil wird auffangen werden können.  Diese und weitere Fragen werden wir am kommenden Montag, dem 16. März, direkt im Gespräch mit der Ministerpräsidentin ansprechen. Gemeinsam wird dann über das weitere Vorgehen beraten. Als GEW werden wir uns dafür einsetzen, dass schnell, regelmäßig und umfassend über die Lage informiert wird. Wichtig ist für uns, dass Rechtssicherheit für alle Betroffenen besteht und die unvorhersehbare Ausnahmesituation nicht zu Lasten der pädagogischen Fachkräfte (u.a. durch negative Zeitguthaben) und Schüler*innen geht. Die besondere Situation, in der auch Fachkräfte selbst betroffen sein können bzw. Betreuungsaufgaben wahrzunehmen haben, muss gemeinsam gut bewältigt werden. 

Bei Rückfragen zur aktuellen Situation und Rückmeldungen aus den Schulen besuchen Sie gerne unsere Homepage (www.gew-mv.de), unsere Facebookseite (www.facebook.com/gewerkschafterziehungundwissenschaftmv) oder melden Sie sich bei uns.

"Wir stehen hinter der Entscheidung die Kitas und Schulen im Land zu schließen. Damit wird auch die Gesundheit der Bildungsbeschäftigten geschützt. Viele Dinge sind jetzt zu regeln und wir erkennen an, dass dies nun Zeit braucht", sagt GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner.
"In dieser Lage ist es wichtig, gut und schnell miteinander im Gespräch zu sein. Die Bildungsabschlüsse der Schülerinnen und Schüler müssen gesichert sein. Ebenso die der angehenden Lehrerinnen und Lehrer. Genauso brauchen Lehrkräfte eine Rechtssicherheit fur digitale Lernangebote. Auch arbeits- und beamtenrechtlich dürfen keine Nachteile, bspw. durch Minusstunden entstehen", ergänzt der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm.

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