GEW Mecklenburg-Vorpommern
Sie sind hier:

Wo die Warnow in die Ostsee fließt

Die Ruheständler*innen des Regionalverbands Güstrow berichten von ihrem Ausflug.

04.07.2018 - von Renate Krumpolt

Dort mündete auch unsere Zugfahrt am 14. Juni 2018 von Güstrow aus.  Bei einer Hafenrundfahrt mit der „Markgrafenheide“ sahen wir Fähren nach Gedser auslaufen und die „Hohe Düne“, wo einst ein kleiner Flugplatz war und jetzt finanzkräftige Touristen Urlaub machen. Die Kreuzfahrtsaison hatte noch nicht begonnen. So konnten wir in Ruhe das Hafengelände mit einer neuen viel größeren Schiffshalle für den Bau asiatischer Kreuzfahrtschiffe, den Windkrafträderhersteller NORDEX, den Kranbauer LIEBHERR und viele weitere Betriebe vom Schiff aus bewundern.

Nach einer kulinarischen Stärkung am Alten Strom und einem Bummel durch die Boutiquen trafen wir uns am Heimatmuseum, das in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag feiert. Auf den Sitzbänken vor dem Museum ließ es sich bei einem leckeren Eis aushalten. Der Museumsleiter Christoph Wegner führte uns dann zunächst durch die kleinen Räume der Putzmacherin Christine Jungmann, die ihr Haus mit allem Inventar der Stadt Warnemünde übertragen hatte und damit den Grundstein für das Museum legte. Die ehemalige Grundschullehrer Karin Krull begrüßte uns an der Kasse und schlüpft auch bei Führungen in die Rolle der Putzmacherin. Ab Herbst möchte sie für Schulklassen Bastelarbeiten mit Stoff und Stickereien anbieten. Sie hofft dabei auf Anregungen von Lehrern und Horterziehern. Mit Herrn Wegner konnten wir das Leben im kleinen Fischerdorf nachempfinden und anschließend die neue Dauerausstellung zu den Themen Fischerei, Seefahrt, Lotsenwesen, Seenotrettung und Badewesen bewundern. An der Mode mit ihrer alten Trachtenkleidung und der Kleidung der vornehmen Damen aus Berlin sahen wir auch die Entwicklung zum modernen Badeort mit Kurgästen, die von den Warnemündern „Die Berliner“ genannt wurden. Inzwischen ist Warnemünde mit den vielen Kreuzfahrtschiffen, der Werft und den vielen Events am Strand und im Ort international geworden.

Auf dem Weg zum Zug gingen wir über die Brücke, schauten uns noch einmal die vielen kleinen Schiffe und die Fischverkäufer am Alten Strom an, die sich zusammen mit der Sonne und den Schäfchenwolken auf der Wasseroberfläche spiegelten. Eine kühle Brise wehte von der Ostsee her. Gut gelaunt und voller neuer Eindrücke traten wir die Heimreise an.

Im Namen der aktiven SeniorInnen des Reginalverbandes der GEW Güstrow

Renate Krumpolt

Zurück