GEW Mecklenburg-Vorpommern
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Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst pausieren

// Die am 5. März gestarteten Tarifverhandlungen über die Eingruppierungsregelungen im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst sind wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Gewerkschaften und Arbeitgeber werden die Lage weiter beobachten und die Verhandlungen so bald wie möglich wieder aufnehmen. //

03.04.2020

Um die Ausbreitung des Corona-Virus so gut wie möglich einzudämmen bzw. zu verlangsamen sind alle Menschen, wie auch Verbände und Institutionen aufgefordert, ihr Handeln dementsprechend anzupassen und soziale Kontakte so weit wie möglich einzuschränken. Von diesen Infektionsschutzmaßnahmen sind auch Tarifverhandlungen betroffen. Die am 5. März gestarteten Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über die Eingruppierung der Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst wurden daher von den Tarifparteien einvernehmlich vorübergehend ausgesetzt.

Wie geht es nun weiter?

Inzwischen haben alle Bundesländer per Allgemeinverfügung öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen untersagt. Das schließt, neben den Tarifverhandlungen selbst auch alle Sitzungen und Aktionen der Gewerkschaften ein, mit denen wir solche Verhandlungen begleiten. Sobald öffentliche Veranstaltungen wieder möglich sind, werden wir unsere Mitglieder auch wieder aufrufen, sich am Kampf um Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe aktiv zu beteiligen. Bereits geplante Treffen und Sitzungen zur Vorbereitung der Tarifbewegung werden wir dann so schnell wie möglich nachholen. Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt daher nichts anderes übrig, als abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und sich an diese anzupassen. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Wird die Tarifrunde TVöD wie geplant im Herbst 2020 stattfinden?
Auch das ist derzeit ungewiss. Der DGB hat gemeinsam mit den Einzelgewerkschaften gegenüber der Politik sehr deutlich gemacht, dass es in Folge der notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie nicht zu einer Einschränkung der Tarifautonomie und einer dauerhaften Belastung der Beschäftigten durch ausfallende Tarifrunden kommen darf.

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