GEW Mecklenburg-Vorpommern
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Mittwoch kein Streik der AWO-ErzieherInnen in Güstrow und Teterow

04.09.2017

Die GEW hatte die ErzieherInnen der AWO Soziale Dienste gGmbH Güstrow für Mittwoch, 6. September 2017 zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Nun hat die Geschäftsführung zu einer ausserordentlichen Gesellschafterversammlung eingeladen. Einziger Tagesordnungspunkt: Tarifverhandlungen mit der GEW. Die Entscheidung dieser Sitzung wird nun abgewartet.

Das erklärte Ziel der GEW ist die Regelung der Arbeitsbedingungen durch einen Tarifvertrag. Nur so kann die hervorragende Arbeit, die die Kolleginnen und Kollegen jeden Tag leisten, fair und sicher vergütet und geregelt werden. Die Gehälter für die AWO-ErzieherInnen liegen im Durchschnitt 20 % - in der Spitze sogar bei fast 30 % - unter den üblichen tariflichen Bedingungen.

Die Geschäftsführung der AWO Soziale Dienste gGmbH Güstrow zeigte auch nach mehrmaligen Aufforderungen zu Verhandlungen über eine tarifvertragliche Regelung der Beschäftigungsbedingungen keine Gesprächsbereitschaft. Somit lässt diese Verweigerung nun den Beschäftigten keine Wahl, in einer solchen Situation haben sie nur das Mittel des Arbeitskampfs. Die AWO-Gesellschaft trägt den Konflikt somit auf dem Rücken von Kindern und Eltern aus. Das ist aus Sicht der GEW in diesem Stadium von Verhandlunge völlig unnötig. Mit der Forderung der Beschäftigten nach einer fairen Bezahlung kann man als Arbeitgeber nicht in dieser Art und Weise umgehen.

Die Forderung der Kolleginnen und Kollegen erhält gerade Rückenwind: Mitte Juli hat der Landtag MV in einem Beschluss die Sozialpartner im Kita-Bereich zu einer stärkeren Tarifbindung aufgefordert, in der letzten Woche gab es eine Initiative der Bundesarbeitsministerin mit einer ähnlichen Stoßrichtung. Dem kann sich die AWO nicht entziehen.

Am Streiktag werden sich die streikenden ErzieherInnen aus den Teterower und Güstrower AWO-Kitas im zentralen Streiklokal im Güstrower ‚Heizhaus‘ (Neuwieder Weg 1, nahe Schlosspark) ab 7:30 Uhr versammeln. Es wird von einer hohen Streikbeteiligung ausgegangen. Betroffene Eltern werden gebeten, alternative Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder zu organisieren.

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