GEW Mecklenburg-Vorpommern
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Mitgliederbrief - Schulen: Zu den Selbsttests an den Schulen

Vor den Osterferien wendet sich der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm in Sachen Selbsttests an die Schulleitungen und Kollegien. Auf Druck des Bündnisses für Gute Schule in M-V, in dem auch die GEW vertreten ist, hat das Land nun neue Regelungen für die Tests vereinbart.

30.03.2021

Sehr geehrte Schulleitungen, Personalrät*innen und Gleichstellungsbeauftragte,

in der vergangenen Woche habe ich zahlreiche Rückmeldungen aus verschiedenen Schulen zum Umgang mit der Testung erhalten. Dafür herzlichen Dank! Auf Basis Ihrer Einschätzungen habe ich am Mi an einem Treffen mit dem Bildungsministerium teilgenommen, in dem wir nach einem schwierigen Teststart konstruktiv die gemachten Erfahrungen aus den Schulen ausgewertet und über das weitere Vorgehen nach Ostern beraten haben. Die Hinweise aus den Schulen haben gezeigt, dass ganz unterschiedlich, auch abhängig von den Schularten und dem Alter der Schüler*innen, vor Ort gehandelt wird. Einige haben die Tests beaufsichtigt, andere eine Aufsicht verweigert. Auch die Eltern bzw. die volljährigen Schüler*innen sind ganz unterschiedlich mit dem Testen umgegangen.

Klar war für mich vor diesem Hintergrund, dass wir eine größtmögliche Flexibilität für die Einzelschule gewinnen müssen, um sowohl Ihnen, den Pädagog*innen als auch den Eltern Raum für das Treffen von Entscheidungen zu geben, die zu den Diskussionen vor Ort passt. Ziel ist und muss sein, dass sich möglichst viele Menschen testen lassen und durch eine hohe Testquote Schule möglich bleibt. Dazu müssen, das haben wir jüngst wieder gefordert (https://www.gew-mv.de/presse/detailseite/neuigkeiten/impfangebot-fuer-alle-lehrkraefte-unabhaengig-von-der-schulart/), alle Pädagog*innen geimpft werden. Folgerichtig ist beim Testen aber auch, dass es unausweichliche Rückwirkungen auf Ihre Arbeit haben wird, mit denen im Sinne des Zieles einer möglichst hohen Testquote gut umgegangen werden muss.

Im Ergebnis haben wir als GEW zusammen mit weiteren Vertretungen von Eltern, Schüler*innen und Pädagog*innen im „Bündnis für gute Schule“ und gemeinsam mit dem Ministerium nach intensiver Diskussion einen aus meiner Sicht tragfähigen Kompromiss erarbeitet, der Ihnen als Hinweisschreiben zugegangen ist. Sie haben jetzt vor Ort die Möglichkeit, das beste Verfahren im Rahmen einer Schulkonferenz zu bestimmen, die nach Ostern in Ruhe die Situation vor Ort beraten kann.

Ihnen für den Moment schöne Oster- und Ferientage!

Mit herzlichen Grüßen

Maik Walm

 

GEW-Landesvorsitzender