GEW Mecklenburg-Vorpommern
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Koalitionsrechtliche Vereinbarung abschließen! Wir fordern das Land zu Verhandlungen auf

Stundenausfall, fehlende Lehrkräfte, gefährdete Bildungsabschlüsse - Die Lage in den Schulen ist bereits in vielen Regionen des Landes schwierig. Personal und Investitionen werden dringend gebraucht. Dieses aktuelle Lagebild vertieft sich bei uns einmal mehr durch die rund 160 Termine, die die Gewerkschafter*innen zurzeit an den Schulen des Landes wahrnehmen.

02.10.2019

"Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir unsere gewerkschaftliche Verantwortung auch über die Laufzeit von Tarifverträgen hinaus wahrnehmen wollen und müssen. Wir haben deshalb die Ministerpräsidentin, stellvertretend für das Land als Arbeitgeber, heute morgen zu Verhandlungen aufgefordert, um einen zukunftssicheren Vertrag, für mehr Personal und Investitionen für gute Bildung, durchzusetzen!“ erklärt GEW-Landesvorsitzender Maik Walm heute gegenüber der Presse. Bis 2030 werden mehr als 8000 Lehrer*innen im Land (das sind ca. 80 Prozent der heutigen Lehrkräfte) gebraucht und die politische Bereitschaft, dieses existentielle Problem grundlegend anzugehen, ist aus Sicht der GEW nicht ausreichend erkennbar. Landesvorsitzende Annett Lindner stellt dazu fest: „Als bildungspolitische Vertretung der Pädagog*innen im Land wollen wir ein gutes Schulsystem für alle Schüler*innen, egal wo im Land die Schule besucht wird. Davon sind wir ohne mehr Investitionen und Reformen meilenweit entfernt. Das muss endlich ein Ende haben!“ Wichtige Reformvorhaben wie Inklusion oder Digitalisierung werden auf dem Rücken der Pädagog*innen und zu Lasten der Zukunftsaussichten der Schüler*innen ohne ausreichend Ressourcen eingeführt. „Wir brauchen gute Schulen, die attraktiv zum Lernen und Arbeiten sind. Sonst gewinnen wir weder Menschen, die dort arbeiten wollen, noch eine Zukunft mit gut gebildeten jungen Menschen. Jetzt erwarten wir die Antwort der Regierung!“ so Maik Walm abschließend.
Basis für die Verhandlungen bildet das Personalentwicklungskonzept (PEK), das die GEW nach einem internen Entwicklungsprozess im Juni erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Eine koalitionsrechtliche Vereinbarung soll dazu dienen, die Schul- und Personalentwicklung weit über eine einzelne Legislaturperiode hinaus zu planen und damit auch für kommende Landesregierungen einen verbindlichen Rahmen zu schaffen. 

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