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Quo vadis, Abitur MV? - Bildungsgewerkschaft tagt in Rostock

06.10.2017

„Quo vadis, Abitur MV?“, fragt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW MV) in einer Fachtagung für Gymnasiallehrer*innen am 7. Oktober in Rostock. Auch Bildungsministerin Birgit Hesse wird persönlich an der Tagung teilnehmen. „Es ist uns wichtig, dass wir auf diesem Wege die Praktiker auf der einen und die Entscheider auf der anderen Seite zueinander bringen können.“, sagt Annett Lindner, die Landesvorsitzende der GEW MV.

Vor dem Hintergrund der Pläne zur bundesweiten Zentralisierung des Abiturs mit dem Ziel einer besseren Vergleichbarkeit der Bildungsabschlüsse will die GEW MV ihren Mitgliedern die Möglichkeit geben miteinander, aber auch mit den Akteuren auf der Ebene des Bildungsministeriums, in einen konstruktiven Austausch zu treten. Auch Bildungsministerin Birgit Hesse wird persönlich an der Tagung teilnehmen. „Es ist uns wichtig, dass wir auf diesem Wege die Praktiker auf der einen und die Entscheider auf der anderen Seite zueinander bringen können.“, sagt Annett Lindner, die Landesvorsitzende der GEW MV. Als mitgliederstärkste Interessenvertretung im Bildungsbereich tragen wir damit auch unserem bildungspolitischen Gestaltungsanspruch Rechnung. Im Koalitionsvertrag bekennen sich die Regierungsparteien dazu, die Ausgestaltung der gymnasialen Oberstufe zu überprüfen und, wo notwendig zu verändern. „Wir werden diesen Prozess aktiv begleiten.“, hält Annett Lindner fest und verweist darauf, dass diese Fachtagung ein Baustein auf diesem Weg ist. Im Zuge der Zentralisierungspläne hat die GEW auch auf Bundesebene bereits erste Ziele für ein modernes Abitur formuliert: „Wir stehen sowohl für flexible Schuleingangs- als auch Schulausgangsstufen. Schülerinnen und Schüler sollten daher das Abitur in einem Zeitraum von zwei bis vier Jahren ablegen können. Außerdem sollten einheitliche Standards nicht verwechselt werden mit einheitlichen Fächern. Das Abitur sollte die Begabungsvielfalt der Jugendlichen widerspiegeln.“, sagt Annett Lindner. Ein Schritt, den das Land mit den Profilgymnasien in Teilen bereits geht. „Ein weiterer wichtiger Punkt ist aus unserer Sicht die Vielfalt in der Leistungsbeurteilung. Prüfungsformate sollten mit der Methodik und Didaktik des Unterrichts übereinstimmen.“ Wie diese Punkte im Land ausgestaltet werden können und welche weiteren, vielleicht auch andere, Vorstellungen es gibt - darüber wird morgen gesprochen werden.


Großer Wurf - Kleine Reform: Quo vadis Abitur MV? 7.Oktober 2017 - 09:00 bis 14:30 Uhr / Jenaplanschule Rostock

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