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Qualität nicht gegen Elternentlastung ausspielen

11.10.2017

Schwerin: GEW MV fordert Reform der Finanzierung in der Kindertagesförderung -

Anlässlich der heutigen Anhörung zur Kindertagesförderung im Sozialausschuss des Landtages Mecklenburg-Vorpommern weist die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW MV) erneut darauf hin, dass es dringend einer Neujustierung des Finanzierungssystems bedarf. 

„Unser Land wendet im Vergleich zu den anderen Bundesländern mit etwa 6.500 Euro pro Kopf in der Krippe und 4.900 Euro in der Kita den geringsten Betrag zur Kindertagesförderung auf. Das hat direkte Auswirkungen auf den Personalschlüssel und die Fachkraft-Kind-Relation und darf nicht so bleiben.“, sagt die Landesvorsitzende der GEW MV, Annett Lindner. 
Zur Frage der Elternentlastung macht sie darüber hinaus deutlich: „Das ist ein wichtiger Finanzierungsbaustein. Jedoch fehlt eine grundsätzliche Diskussion über Qualität der Bildungsarbeit und deren Finanzierung. Eltern wollen eine gute Qualität der frühkindlichen Bildung. Eine kostenfreie Kita ist ebenfalls wichtig. Ich sehe hier eine Gefahr, dass die eine Frage gegen die andere ausgespielt wird. Dies darf nicht passieren.“
Die GEW MV fordert deshalb eine grundsätzliche Reform des Finanzierungssystems und bietet an, diesen Prozess beratend zu begleiten.

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